American Tower Aktienanalyse – Höhe Türme und noch höhere Renditen

Hallo und herzlichen Willkommen auf dem Finanzplaneten! Besonderes Willkommen an alle, die zum ersten Mal einschalten. Wenn ihr qualitativ hochwertige Aktienanalysen sucht, die zudem am Ende auch einen fairen Wert sowie ein Kauflimit je Aktie nennen, dann seid ihr hier genau richtig. Wenn du solch einen Kanal gesucht hast, dann lass doch direkt ein Abo da. Jetzt aber genug Eigenwerbung. Ich bemühe ich mich immer darum eure Wünsche und Fragen zu klären. Deswegen gibt es wie versprochen auch heute wieder den nächsten Wunsch aus der Community. Heute kümmere ich mich um das Unternehmen American Tower. Ich kläre ab was das Unternehmen macht, um Geld zu verdienen, wie gut das klappt und voraussichtlich klappen wird. Am Ende komme ich wie gerade erwähnt außerdem zu einem fairen Preis und einem Kauflimit, dass ich mir persönlich setze. Ich teile euch also am Ende auch ganz transparent meine Kaufentscheidung mit. Wenn du also auch interessiert am REIT American Tower bist, dann bleib dran und viel Spaß bei der American Tower Aktienanalyse!

Grundlagen

Nach der Realty Income ist American Tower nun schon der zweite REIT in meinen Analysen. Nichtsdestotrotz ist das Geschäftsmodell von American Tower doch ein ganz anderes. Deswegen gibt es jetzt vorab erstmal einen Überblick darüber und über die bisherige Entwicklung des Unternehmens.

Geschäftsmodell

Also im Prinzip ist das Unternehmen ja wie Realty Income wieder ein REIT. REITs sind Immobilienunternehmen, die sich verpflichten bestimmte Kennzahlen einzuhalten. Insbesondere zählt dazu ein bestimmter Prozentsatz der Ausschüttung am Gewinn. Dafür erhalten sie im Gegenzug dann Steuervorteile. Während sich die Realty Income aber auf gewerbliche Immobilien spezialisiert, wie man sie von Supermärkten oder ähnlichen her kennt, vermietet und betreibt American Tower großteils Sendemasten. Wichtig zum Verständnis ist hier, dass sie nur die Masten, nicht aber die Sendetechnik stellen. Diese bringen die Mieter mit.

Historische Eckdaten

Mit Gründung in 1995 und Selbstständigkeit in 1998 ist American Tower noch ein sehr junges Unternehmen aus Boston, USA. Nachdem das Unternehmen 2005 mit SpectraSite Communications fusionierte und dadurch einer der größten Sendemastbetreiber Nordamerikas wurde, ging es 2006 auch in die Gewinnzone über. Seit 2011 schüttet das mittlerweile zum REIT umfirmierte Unternehmen auch Dividende aus. Diese steigt seitdem ordentlich, so wie das bei einem REIT sein soll. Viel mehr gibt es bei diesem jungen Unternehmen noch nicht zu erzählen.

Produktanalyse

Die Produktanalyse ist bei der American Tower Aktienanalyse relativ schwierig, da das Unternehmen die Geschäftsgebiete aufgrund des ähnlichen Profils hauptsächlich nach Länderdivisionen unterteilt.

Geschäftsgebiete

Bezüglich der Geschäftsgebiete kann man lediglich ausmachen, dass die Umsätze mit 98,5% fast komplett aus der Vermietung und dem Betrieb von Sendeanlagen kommen. Lediglich 1,5% werden über zugehörige Serviceleistungen eingenommen.

American Tower Aktien Analyse

Absatzmärkte

Bei der Länderdiversifikation sieht es schon ganz anders aus. Hier herrscht starke Diversifikation. Untypischer Weise für einen REIT aus den USA wird lediglich 57% des Umsatzes in den USA gemacht. Darüber hinaus kommen zusammengefasst 18% aus Lateinamerika, 16% aus Asien, 8% aus Afrika und 1% aus Europa.

American Tower Umsatz nach Ländern

Auswertung

Besonders gut finde ich, dass hier sogar Frontier Markets in Afrika angegangen werden. Hier bietet sich noch viel Entwicklungs- und Wachstumspotenzial. Man sieht doch eher seltener bei Aktienanalysen, dass hier ein signifikanter Anteil des Umsatzes gemacht wird. Aufgrund des wenig diversifizierten Geschäftsmodells gibt es an dieser Stelle leider trotzdem nur einen von zwei möglichen Punkten.

Branchenanalyse

Auch bei diesem REIT bringt es nicht die Immobilienbranche an sich zu analysieren, sondern man muss ganz gezielt darauf eingehen, ob und in wie weit Fläche für Sendeanlagen benötigt wird.

Attraktivität der Branche

Der außerordentlich starke Ansatz bei neutralen Sendemasten, die also keinem Mobilfunkbetreiber allein gehören, ist die Win-Win-Situation mit seinen Mietern. Für ein einzelnes Unternehmen ist es sehr unwirtschaftlich und ein notwendiges Übel ein Grundstück zu kaufen, darauf einen Turm oder Sendemast zu bauen und die notwendige Technik daran anzubringen. Für einen Sendemast REIT ist es allerdings profitabel die Grundstücke zu kaufen, mit Sendemasten auszustatten und dann zu vermieten, da der Vermieter nicht nur an eine Partei vermieten kann. Umso mehr Unternehmen sich am Standort einmieten, so profitabler wird er. Die Mieter hingegen können für wesentlich geringere Kosten ein weiteres Funkloch in ihrem Gebiet schließen. Durch die niedrige Reichweite der hohen 5G Frequenzen werden außerdem noch mehr Sendestationen gebraucht als ohnehin schon.

Wettbewerber

Als Wettbewerber habe ich hauptsächlich Crown Castle gefunden. Auch ein REIT allerdings teilweise auch im Glasfaserbereich tätig und ausschließlich in den USA. Die Mobilfunkbetreiber sehe ich nicht als Konkurrenten, sondern eher als Kunden von Sendemast REITs. Insofern alles gut an dieser Stelle.

Kunden

Kunden sind wie gesagt alle Mobilfunkbetreiber und das in allen Ländern. Das Prinzip eines Geschäftsmodells wie von American Tower ist schlagend und für alle ein Gewinn. Außerdem werden auch Afrika und Asien immer entwickelter und hier sind Sendemasten häufig die günstigere Alternative zu Glasfaser, sodass auch hier künftig Kunden gewonnen werden können. Leider sind die Kunden in dem Bereich immer gewerblich. Auch, wenn das natürlich heißt, dass man langfristig Verträge abschließen kann, so werden diese doch knüppelhart verhandelt.

Zulieferer

Zulieferer sind an dieser Stelle am ehesten die Handwerksunternehmen, die die Sendemasten aufbauen und warten. Die Technik kommt ja vom Mieter.

Ersatzprodukte

Alternativ können die Mieter selbst Masten aufbauen, was deutlich unrentabler ist. In Zukunft werden noch Projekte wie „Starlink“ von Elon Musk interessant. Dieses Projekt stellt schnelles Internet über Satelliten zur Verfügung, statt Sendestationen auf dem Planeten Erde aufzubauen. In gewisser Weise konkurriert diese Strategie mit 5G aber auch nicht ganz. Internet über Starlink wird, wenn es denn dann verfügbar ist, aktuell noch wesentlich teurer sein als 5G. In Städten, wo sowieso Sendemasten stehen und der Empfang über 5G reibungslos funktioniert, ist Starlink also keine Alternative. Anders sieht es aus, wenn man sehr ländlich wohnt. Da besonders in der dritten Welt der Dollar aber nicht so locker sitzt wie in den Industrieländern, wird sich die Zielgruppe zumindest vorerst wohl eher auf die gering besiedelten Funklöcher in den Industrieländern beschränken.

Markteintrittsbarrieren

Die Markteintrittsbarrieren sind nicht sonderlich groß. Sicher werden die Mieter Vermieter bevorzugen, die ein größeres Netz an Sendemasten haben, um nicht ständig neue Mietverträge verhandeln zu müssen. Wenn man am Anfang aber bei der Standortwahl etwas nischiger vorgeht, dann sollte das auch kein Problem darstellen.

Auswertung

Für die Branche der Sendemastvermieter, was jetzt mal meine eigene Erfindung ist, gibt es 4 von 6 zu erreichenden Punkten. Leider sind die Mieter ausschließlich gewerblich und die Markteintrittsbarrieren sind nicht wirklich hoch.

Marktstellung

Bevor wir zu den Finanzkennzahlen kommen, gehen wir erstmal noch auf die Marktstellung von American Tower ein. Die Konkurrenz ist zwar nicht riesig, aber man muss ja auch mal schauen wie das Unternehmen allein für sich die Branche nutzt.

Entwicklung

Für den weiteren Wachstum tut American Tower relativ viel und möchte dies auch so beibehalten. Wie man an der Länderverteilung sieht, wächst das Unternehmen stark und auch auf ihrer Homepage gibt es Kontaktformulare für potenzielle Verkäufer.

Möglichkeit einzukaufen

Ich kann mir gut vorstellen, dass American Tower mehr als einen Ansprechpartner in der Hinterhand hat, wenn es darum geht Sendemasten zu bauen. Die weitere Wartung erfordert nicht viel Zulieferung. Durch die Größe des Unternehmens kann man für kleine Betreiber unprofitable Standorte aufkaufen, da sie für American Tower durch Synergien mittlerweile profitabel sein könnten.

Einflüsse auf das Geschäft

Starlink könnte ein solcher Einfluss sein oder falls Querdenker mit ihrer 5G-Phobie noch mehr Sendemasten abfackeln. Spaß beiseite. Auch andere technische Neuerungen, die keine Sendemasten benötigen, wären durchaus ein Problem fürs Geschäft.

Marketing

Durch die Win-Win-Situation sollte sich dieses gelungene Modell eigentlich fast von allein verbreiten. Durch die Größe des Unternehmens sollte American Tower zudem immer einer der ersten Ansprechpartner sein.

Wachstumsmöglichkeiten

Durch die Win-Win-Situation sollte außerdem großes Wachstum möglich sein. Besonders Mobilfunkunternehmen könnten über ein „sale & lease back“ der Sendemasten neue Liquidität für andere Projekte gewinnen und gleichzeitig laufende Kosten einsparen.

Unternehmensführung

CEO des Unternehmens ist aktuell Tom Bartlett. Er wurde dieses Jahr zum CEO ernannt nachdem er 2009 als CFO ins Unternehmen kam. Vor ab war er als Corporate Controller bei Verizon Communications, einem großen Mobilfunkanbieter in den USA. Zwischenzeitlich hatte er auch Stellen als CEO in den verbundenen Unternehmen von Verizon inne. Er hat also viel und unterschiedliche Erfahrung im Mobilfunk Bereich und hat außerdem einen MBA. Fachlich also ein Top Mann. Zudem ist er mit gut 185.000 Aktien von American Tower im Wert von über 42 Mio Dollar sicher an der langfristigen Wertsteigerung des Unternehmens interessiert.

American Tower CEO Tom Bartlett

Gesetzliche Rahmenbedingungen

Wenn ich an Windräder in Deutschland denke, dann könnte ich mir gut vorstellen, dass es Beschwerden von Anwohnern geben könnte, wenn überall die Sendemasten mit kurzer Reichweite emporragen. Gesetzliche Bestimmungen zu bestimmten Abständen zu Wohnhäusern könnte ein Problem sein. Da kann man nur auf die Vernunft der Politik hoffen. Ansonsten dürfte es keine besonderen gesetzlichen Restriktionen geben.

Auswertung

Aufgrund der technologischen Schnelllebigkeit gibt es einen Punkt Abzug. Ansonsten sind alle Punkte durchaus positiv zu sehen und man kann wirklich sagen, dass American Tower sich eine gute Marktposition verschafft hat. Es gibt also in Summe 6 von 7 Punkten.

Unternehmensbewertung

Ich bin bis jetzt ziemlich angetan vom Geschäftsmodell und finde es sehr sinnhaft. Dass die Branche wächst und damit auch American Tower umso mehr Platz zum Wachsen hat ist, ist auch kein Streitpunkt. Jetzt bin ich einfach nur noch gespannt, welche Geschichte uns die Zahlen erzählen. Wenn hier alles passt, dann freue ich mich auf die Aktie.

Finanzkennzahlen 5-Jahres-Durchschnitt

  • Operative Nettobetriebsvermögen +5,3%
  • Umsatz +17,0%
  • Operativer Gewinn +19,4%
  • Operative Marge 22,8%
  • Free Cash Flow +34,6%
  • Funds From Operations +24,0%
  • Eigenkapitalquote 18,7%
  • Fremdkapitalkosten +8,1%
  • Dividendenwachstum +24,6%
  • Dividendenrendite 1,9% (aktuell 1,9%)
  • Ausschüttung des FCF 52,4%
  • Übergewinn negativ
American Tower Umsatz EBIT Free Cash Flow

Erläuterung der Zahlen

Also viel Negatives gibt es nicht, deshalb fange ich mal mit dem einzigen Punkt an. Der Übergewinn ist hier deutlich negativ, aber das liegt am Geschäftsmodell eines REITs. Zum einen ist das EBIT immer eine relativ geringe Größe, da die Abschreibungen wegen der vielen Immobilien so hoch sind. Zum anderen sind die Kapitalkosten wegen der hohen Ausschüttungen immer sehr hoch. Alle anderen Kennzahlen sind aber mehr als zufriedenstellend und passen ins Bild, dass ich mir gerade von der Branche und dem Unternehmen gemacht habe. Wenn jetzt noch die Bewertung passt, wandert endlich mal wieder ein Unternehmen in mein Depot statt nur auf die Watchlist.

Fair Value

Kommen wir jetzt also auch ohne Umwege zur Bewertung. Wie hoch ist jetzt der faire Wert der Aktie, nachdem die Kennzahlen so überzeugt haben? Die Eigenkapital kosten habe ich wieder mit 10% angesetzt und bei dem hohen Anteil Fremdkapital hier noch wichtiger, dass ich humane Fremdkapitalkosten von 3% ermitteln konnte. Der Durchschnitt der Ergebnisse meines DCF- und Übergewinn-Modells deckt sich dieses Mal lustiger Weise fast auf den Dollar genau mit dem durchschnittlichen Analystenkursziel. Alles 3 Werte zusammen ergeben im Schnitt einen fairen Wert von rund 281$ oder 236€. Jetzt kommen wir noch zum Sicherheitsabschlag, der uns zum Kauflimit führt.

Chancen und Risiken

Also das größte Risiko bei diesem Unternehmen ist, dass Mobilfunk durch neue Technologie abgelöst oder verbessert wird, die keine Sendeanlagen mehr benötigt. Bei Starlink habe ich ja erläutert, dass die Zielgruppen zumindest auf absehbare noch sehr unterschiedlich sein dürften und sich so keine Konkurrenz entwickelt.

Die größten Chancen sind das unglaublich gute Geschäftsmodell. Die Zusammenkunft von Mieter und Vermieter ist in diesem Fall ein Gewinn für alle und durch weniger Masten verschönert sich sogar noch die Umgebung und die Umwelt wird geschont. Da American Tower den Mobilfunkanbietern so einen großen Mehrwert bietet, glaube ich ganz stark an die Zukunft dieses Geschäftsmodells und, dass es bei möglichen Mietern für sich selbst spricht.

Investmententscheidung

Aufgrund der tollen Chancen, die durch die super Wachstumsraten unterstützt werden, möchte ich nur eine Sicherheitsmarge von 10% auf den Fair Value nehmen. Das macht aktuell ein Kauflimit von 212€. Wenn ich die Aktien bereits besitzen würde, dann würde ich sie sogar bis 40% über dem Fair Value halten, was aktuell dann 330€ wären. Der Kurs befindet sich während ich diese Analyse erstelle bei 196,50€, was für mich heißt, dass ich nach dieser Aktienanalyse endlich wieder mal eine neue Aktie ins Depot legen kann! Sobald die Börsen wieder aufmachen, da gerade Samstag ist, werde ich zuschlagen! Zur Transparenz möchte ich also sagen, dass, wenn meine American Tower Aktienanalyse online geht, ich bereits Aktionär der American Tower Corporation bin.

American Tower REIT Wachstum

Fazit

Über diesen Kauf freue ich mich besonders! Es ist seit gefühlt Tausend Analysen mal wieder ein Kauf und ich bin vom Unternehmen und dem Geschäftsmodell einfach sehr überzeugt. Das Management spricht mich zudem sehr an und die Zahlen sprechen für sich. Einfach ein rundum-sorglos-Paket. Dass es zudem auch noch in meine Dividendenstrategie passt ist einfach super. Vielleicht ist die Begeisterung nach dieser American Tower Aktienanalyse ja ein wenig auf euch übergesprungen, aber ich hoffe, dass ihr zumindest Spaß dran hattet mehr über dieses interessante Unternehmen zu hören.

Wenn ihr das Unternehmen auch befürwortet und im Depot habt, dann lasst es mich gern in den Kommentaren wissen, falls nicht, schreibt mir doch gern warum nicht. Ich bin auf jeden Fall glücklich mit dem Kauf und wenn ihr mich jetzt noch glücklicher machen wollt, dann lasst ihr einen Daumen nach oben und ein Abo da, damit ihr auch keine der künftigen Aktienanalysen mehr verpasst. Ich bedanke mich fürs Reinschauen und sage bis bald!

Liebe Grüße, Kai

6 Antworten auf „American Tower Aktienanalyse – Höhe Türme und noch höhere Renditen“

  1. Moin Kai,

    vielen Dank für deine Analyse.

    Mir persönlich war AMT in der Vergangenheit immer zu teuer. Der aktuelle Kursrückgang hat den REIT nun aber doch auf meinen Radar gebracht.

    Die meisten Kennzahlen schauen ja richtig klasse aus. Nur der Blick auf die Schuldenquote und deren Zunahme über die letzten Jahre stimmen mich bedenklich.

    Inzwischen macht das Fremdkapital ja bereits über 85% der Bilanzsumme aus. Da frage ich mich, wie lange solch eine Verschuldungssituation noch gut gehen kann.

    Hast du Informationen, weshalb die Schuldenquote über die letzten Jahre derart zugenommen hat und wie das Unternehmen gedenkt, mit dieser Situation künftig umzugehen?

    Viele Grüße
    David

    1. Hi David,

      also die Schuldenquote finde ich aus mehreren Gründen völlig in Ordnung:

      1) Um das mal ins Rechte Licht zu rücken, man ist in der Finanzcommunity ziemlich verwöhnt von den Qualitätsaktien und internationalen Konzernen 😀 Die haben ja oft Eigenkapital um die 30-40%. Im Job habe ich oft Unternehmen auf dem Tisch, die EK-Quoten wie AMT haben, und die werden von den Banken als gut oder durchschnittlich eingestuft. Viel wichtiger ist hier der jährliche und kontinuierliche Überschuss und den hat das Unternehmen ja. 15% sind aber echt noch völlig in Ordnung!

      2) Das Unternehmen bekommt für 3% langfristig Fremdkapital am Markt. Das ist kein allzu hoher Wert.

      3) Ich kann mir gut vorstellen, dass das Fremdkapital komplett mit den Grundstücken abgesichert. Deswegen würde auch im Zweifelsfall eine Verwertung der Grundstücke einen gewissen Teil des Fremdkapitals tilgen.

      4) Es gibt ja i.d.R. nur zwei gängige Gründe für geringere EK-Quoten. Entweder nimmt das EK wegen Jahresfehlbeträgen aber oder es wird FK aufgenommen. Letzteres passiert ja selbstverständlich, wenn man so schnell wächst wie AMT.

      Ich hoffe du kannst das jetzt etwas besser einordnen 🙂 LG!

  2. Hi Kai,

    danke für die Analyse dieses Unternehmens. Ich beobachte American Tower nun schon seit längerem, warte jedoch noch auf den richtigen Einstiegszeitpunkt.

    Könntest du bitte erläutern, wie du auf den Fair Value von USD 281 kommst? Welche Werte hast du denn hierfür herangezogen, neben den schon erwähnten WACC. Der von Aktienfinder angegebene Werte ist beispielsweise weitaus niedriger.

    Würde mich über weitere informationen freuen.

    Viele Grüße
    MD

    1. Hallo MD!

      Erstmal danke für deinen Kommentar. Den Fair Value berechne ich einmal über das DCF- und einmal über das Übergewinnverfahren. Die Formeln dazu kannst du beide einfach googlen. Insbesondere der DCF wird auch an der Uni gelehrt und deswegen findet man dazu viel inkl. der Formel. Da siehst du dann auch alle Werte die ich rangezogen habe. Habe mir dazu dann Exceltools gebastelt. Meine „Bibel“ zu meiner Herangehensweise insgesamt ist dads Buch zweier Schweizer Professoren, dass du über diesen Link(Affiliatelink) findest.

      Bzgl. des FV des Aktienfinders denke ich (weiß es aber nicht), dass er sich über die vergangenen Verhältnisse verschiedener Werte zum Kurs berechnet (ähnlich wie eine Dividendenrendite). Sie sind also rückwärtsgerichtet und ziehen daraus Rückschlüsse. Die Modelle von mir und die Kursziele der Analysten sind ja zukunftsorientiert.

      Ich hoffe die Ausführung hilft dir 🙂 LG!

  3. Hallo Kai,

    vielen Dank für die Analyse. Technisch gesehen steht der Kurs aktuell beim 61,8er Retracement der Bewegung vom Coronatief zum All-Time-High am 29.07.2020. Allein das wäre schon ein toller Einkaufszeitpunkt.
    Dazu wurde gestern bekannt gegeben, dass AMT die Türme (31.000 Stk) von Telefonica für 7,7 Mrd. € übernimmt und damit seine Position in Europa (Spanien, DE) sowie Lateinamerika weiter ausbaut.
    Muss noch sehen wie das finanziert wird (ob neue Aktien ausgegeben werden und damit ggf. verwässert wird, oder woher die Mittel kommen). Werde jetzt meine Einstiegsposition eröffnen.
    Besten Dank für deinen Input hier!

    1. Hallo Daniel, danke für dein Kommentar. Freut mich, wenn meine fundamentale Analyse passend zu deiner technischen Analyse eine gute Ergänzung war 🙂 und danke für die Info! Werde ich in eine etwaigen Update-Prüfung mit einbeziehen. Ist halt einfach mega stark am wachsen seit Jahren schon. LG Kai

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