Bayer Aktienanalyse – Aktie durch aktuelle Fehlschläge günstig bewertet?

Hallo und herzlich willkommen auf dem Finanzplaneten! Mein Name ist Kai und heute begeben wir uns mit Bayer mal wieder in die Heimat. Den Fehlgriff mit dem Investment in Monsanto hat wahrscheinlich jeder von euch in den Medien mitbekommen. Aufgrund der gerichtlichen Strafzahlung und der Abschreibung auf das Investment selbst, wurde die Bayer Aktie letztlich stark abgestraft. Wenn du wissen willst, ob dieser Abwärtstrend im Kurs gerechtfertigt ist oder, ob man hier Eigentümer einer günstig bewerteten Aktie werden kann, dann bleib dran. Viel Spaß mit der Bayer Aktienanalyse!

Grundlagen

Auch, wenn wir das zumindest vom Namen her das deutsche Traditionsunternehmen kennen, wollen wir uns an dieser Stelle erstmal wieder anschauen wie genau das Geschäftsmodell von Bayer aussieht und wie sich das Unternehmen entwickelt hat. Letzteren Teil finde ich immer besonders spannend, wenn es sich um deutsche Unternehmen handelt und dann auch noch unweit von meinem Wohnort entfernt.

Geschäftsmodell

Bayer ist kein klassisches Pharmaunternehmen. Vielmehr stellt man alle möglichen Chemikalien her. Neben den Gesundheitsprodukten für den Menschen, stellt der Chemiefabrikant noch diverse weitere Stoffe her. Über diese weiteren Produkte ist Bayer neben dem Pharmabereich auch noch in der Baubranche und der Landwirtschaft unterwegs.

Historische Eckdaten

Bayer wurde 1863 in Wuppertal gegründet. Heute denkt man beim Unternehmen eher an Leverkusen. Dorthin zog das Unternehmen um die Jahrhundertwende, da man in Wuppertal aufgrund der naturgegebenen Lage der Stadt keinen Platz hatte, um zu expandieren. Bereits in frühen Jahren entwickelte man Heroin, Aspirin und Prontosil und konnte damit den Grundstein für den Erfolg legen. Von den Kriegsjahren profitierte man, auch, wenn Krieg immer Probleme für die Produktivität bringt. Neben der Herstellung der Kampfgase wurden in der NS-Zeit auch Zwangsarbeiter eingesetzt.

Nach dem Wiederaufbau nach dem zweiten Weltkrieg gelang auch bei Bayer das Wirtschaftswunder. Auch international konnte man jetzt wieder loslegen. Unter anderem hatte man hier auch die ersten Berührungspunkte mit Monsanto. Mit dem Unternehmen wurde ein Joint Venture gegründet, was später aber 100%-ige Tochter der Bayer AG wurde. 1971 wurde erstmals die Konzernstruktur überarbeitet, um dem Wachstum gerecht zu werden. Bis zur Jahrtausendwende expandierte man immer weiter und hatte zu diesem Zeitpunkt über 100.000 Mitarbeiter.

Ab 2002 folgte dann eine weitere Umstrukturierung, bei der die Geschäftsbereiche als eigene Unternehmen ausgliedert und in eine Holding gepackt wurden. Über die Jahre entwickelte man sich durch Zukäufe zum zweitgrößten Hersteller von rezeptfreien Medikamenten der Welt. Ebenfalls deutlich wachsen wollte man mit der Übernahme von Monsanto im Bereich der Agrarwirtschaft. Aufgrund mutmaßlich krebserregender Stoffe in einem Unkrautvernichtungsmittel von Monsanto wurde man in den USA verklagt. Nachdem einige Klagen abgewickelt wurden, wird nun ein Vergleich angestrebt, dessen Ausgang bis heute offen ist, weil man sich noch nicht darauf geeinigt hat, wie man mit künftigen Klagen umgeht. CEO Baumann wurde aufgrund dessen auf der Hauptversammlung 2019 nicht entlastet. In 2020 wurde die Tiermedizinsparte komplett veräußert und auch die noch gehaltenen Aktien sollen 2021 verkauft werden.

Produktanalyse

Allen schlechten Nachrichten rund um die Klagewelle in den USA zum Trotz, wollen wir nun schauen, womit Bayer denn seinen Umsatz macht und vor allem auch wo. Wenn man so vielen künftigen Zahlungen entgegenblickt, so sollte man auf der anderen Seite ja auch ein funktionierendes Unternehmen haben.

Geschäftsgebiete

Bayer teilt seine Umsätze in drei Segmente auf. Neben der Crop Science, also der Produktreihe für die Landwirtschaft, gibt es noch Pharmaceuticals, sprich Pharmaprodukte, sowie Consumer Health, was dann rezeptfreien Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln entspricht. In dem Agrarbereich werden 46% der Umsätze von Bayer generiert. Weitere 42% kommen aus dem Segment Pharmaceuticals und die übrigen 12% kommen von den nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten.

Bayer Aktienanalyse

Absatzmärkte

Die gerade genannten Produkte werden in alle Herren Länder verkauft. 35% der Umsatzerlöse stammen aus Nordamerika mit den USA als Hauptabnehmer. Die EMEA-Region trägt noch 31% zu den Umsätzen bei. Der Asien-Pazifik-Raum schlägt mit 20% zu Buche und Lateinamerika mit den übrigen 14%. Auswertungen zu einzelnen Ländern habe ich an der Stelle der Übersicht halber direkt zu den entsprechenden Regionen zugeordnet.

Bayer Aktie Analyse

Auswertung

Zumindest bezüglich der Diversifikation der Umsätze, kann man sich bei Bayer nicht beschweren. Ihre absolute Entwicklung besprechen wir an späterer Stelle der Analyse. An dieser Stelle gibt es aber erstmal 2 von 2 möglichen Punkte in der Produktanalyse.

Branchenanalyse

Als nächstes möchte ich auch bei Bayer erstmal wieder die Branche analysieren. Bei Bayer sind insbesondere zwei Branchen interessant. Einmal der Pharmabereich und zum anderen der Dünger- und Pestizide-Bereich der Agrarwirtschaft.

Attraktivität der Branche

Wie ihr auf der nachfolgenden Grafik seht, wächst der Pharmabereich ständig. Die jährlichen Wachstumsraten über die letzten 5 Jahre betrug rd. 3,3%. Das ist schon ein ganz guter Wert. Der kurz- und mittelfristige Umsatz ist allerdings fraglich. Durch die eingeschränkten Kontakte und strengen Hygienevorschriften wird nämlich nicht nur die Infektionskette von Corona unterbrochen, sondern auch von anderen Viren und Bakterien. Da der Hauptumsatz der rezeptfreien Medikamente mit Mitteln gegen Grippe und Erkältung gemacht wird, ist das natürlich schlecht für den Umsatz. Langfristig sehe ich aber keine Gefahr, sobald die Maßnahmen vorbei sind.

Bei Dünger und Pestiziden ist das Bild unterschiedlich. Während für Dünger zwischen 1% und 2 % vorhergesagt werden, sind es bei Pestiziden insbesondere aufgrund der Emerging Markets bis zu 11%. Im Mittel kann also auch der Agrarbereich gutes Wachstum vorweisen.

Wettbewerber

Die Konkurrenz in beiden Branchen schläft nicht. Sowohl in der Pharmabranche als auch im Agrarbereich gibt es viele große Player und insbesondere beim Letzteren auch immer wieder neue Wettbewerber mit neuen Ideen und Entwicklungen.

Kunden

Die Kunden der Hersteller sind in jedem Fall gewerblich. Egal, ob Apotheken, Krankenhäuser, Krankenkassen oder Landwirte. Privatmenschen gibt es hier nicht, da sie auf direkten Weg keine Medikamente oder Agrarprodukte beziehen.

Zulieferer

Analog zum breiten Portfolio der großen Hersteller sind auch die Lieferanten extrem divers. Bei den chemischen Grundstoffen für die Herstellung kann man außerdem gut die Zulieferer wechseln.

Ersatzprodukte

Zwischen den jeweils einzelnen Marken der Hersteller kann man natürlich nach eigenem Belieben wechseln. Wenn man allerdings erkältet ist, dann braucht man etwas gegen Erkältung. Bei Pestiziden sieht das schon anders aus. Man kann neben diesen eben auch resistenteres Saatgut einkaufen. Große Hersteller bieten aber meist beides und als Komplementär an. Sprich Bayer verkauft Glyphosat als Unkrautvernichtungsmittel und genverändertes Saatgut, das gegen Glyphosat immun ist. Hier ist man dann sogar für die Saison gebunden.

Markteintrittsbarrieren

Auch, wenn die große Konkurrenz vielleicht anders vermuten lassen könnte, so sind die Markteintrittsbarrieren doch enorm. Vor allem die Forschung und Entwicklung ist ein Kraftakt. Insbesondere bei Medikamenten geht gut mal ein Jahrzehnt ins Land, bis ein Produkt auf den Markt kommt, wenn überhaupt. Diese Zeit muss man dann erstmal vorfinanzieren, ohne, dass Umsatz eingespielt wird. Die großen Konzerne schaffen das. Neue Unternehmen haben es da schwerer.

Auswertung

Aufgrund der großen Konkurrenz und der gewerblichen Kunden gibt es jeweils einen Punkt Abzug. Infolgedessen landen wir bei 4 von 6 möglichen Punkten in der Branchenanalyse.

Marktstellung

An dieser Stelle wollen wir uns nun anschauen wie sich Bayer am Markt positionieren konnte. Dafür gehen wir etwas genauer auf das Unternehmen ein, statt auf die Branche.

Produktentwicklung

Bayer hat hohe Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf der einen Seite und vollzieht regelmäßig M&A-Prozesse. Beides führt dazu, dass man regelmäßig neue Produkte oder Verbesserung der bestehenden Produktpalette hervorbringt. Mit den Akquisitionen hat man natürlich das letzte Mal ins Klo gegriffen. An sich ist dieses Vorgehen aber begrüßenswert.

Möglichkeit einzukaufen

Aufgrund der vielen Zulieferer und austauschbaren Grundstoffe hat Bayer sehr gute Einkaufmöglichkeiten. Zusätzlich ist Bayer als Weltkonzern ein so großer Abnehmer, dass man eine sehr gute Verhandlungsposition hat.

Einflüsse auf das Geschäft

Kurz- bis mittelfristig hat Corona einen Effekt auf das Kaufverhalten bezüglich der rezeptfreien Medikamente. Das hatte ich ja gerade schon erwähnt. Bahnbrechende Entwicklungen von Konkurrenten können einem außerdem das Geschäfts enorm verhageln. Besonders ärgerlich, wenn man hier schon viel Forschungs- und Entwicklungsarbeit investiert hat. Durch notwendige staatliche Prüfungen und Zulassung der entwickelten Produkte, ergibt sich zusätzlich ein Risiko. Es besteht auch immer die Möglichkeit aufgrund von Nebenwirkungen oder ausbleibender Wirkung verklagt zu werden. Genau das ist Bayer ja bei Glyphosat passiert.

Marketing

Werbung ist insbesondere im Privatsegment nötig. Bei Bayer muss man allerdings zusätzlich auch noch den Imageschaden ausgleichen, der durch Glyphosat entstanden ist. Allerdings ist Konkurrenz in jeder Branche vorhanden und man muss zugestehen, dass das Unternehmen bereits gute Vertriebskanäle besitzt.

Wachstumsmöglichkeiten

Jeder der einzelnen Teilbereiche von Bayer ist in wachsenden, teils stark wachsenden Branchen beheimatet. Dadurch hat man sehr gute Chancen zu wachsen.

Unternehmensführung

Aktueller CEO von Bayer ist seit 2016 Werner Baumann. Nach seinem Studium der Wirtschaftswissenschaften fing er sofort bei Bayer an zu arbeiten und wuchs dort erst international und dann im deutschen Mutterkonzern an seinen Aufgaben. Er gilt als Verantwortlicher für die Monsanto-Übernahme. So wurde ihm auch 2019 die Entlastung verweigert. Sich so große Schnitzer zu leisten, dass man als Vorstand auf der Hauptversammlung nicht entlastet wird, ist schon eher selten. Umso verblüffender finde ich es, dass er nicht zurückgetreten und noch im Amt ist und das voraussichtlich auch noch bis 2024.

Gesetzliche Rahmenbedingungen

Wie bereits angedeutet gibt es wie überall im Pharmabereich Regularien. Besonders durch Corona weiß mittlerweile jeder, was für ein langwieriger Prozess es ist neue Medikamente auf den Markt zu bringen. Und dabei ist die Forschung bei Corona noch schnell. Eigentlich nimmt man hier ca. 10 Jahre an. Wenn hier am Ende gesetzliche Steine in den Weg gelegt werden, wenn es um die Marktreife geht, kann man viel Geld verbrennen.

Für Bayer ist hier vor allem aber nochmal die Gefahr durch Klagen zu nennen. Wenn ich das richtig im Kopf habe, dann ist Bayer bisher in meinen Analysen mit Abstand das am meisten durch Klagen beanspruchte Unternehmen. Es steht noch aus wie das aktuelle Vergleichsverfahren ausgeht.

Auswertung

Die Monsanto-Misere kostet Bayer in der Marktstellungsanalyse mehrfach Punkte. Sie schlägt sich auf verschiedene Weise negativ nieder. Der Effekt als solcher ist natürlich ein sehr negativer Einfluss auf das Geschäft und man muss viel Marketing machen, um die Klagen vergessen zu machen. Darüber hinaus gibt es hier das erste Mal keinen Punkt für die Geschäftsführung. Nach solch einem Desaster muss man finde ich einfach seinen Hut nehmen, um als Unternehmen einen Neuanfang zu wagen zu können. Aber auch künftig gibt es weiter einen strengen gesetzlichen Rahmen. Wir landen also bei 3 von 7 möglichen Punkten in der Marktstellungsanalyse.

Newsletter

An dieser Stelle möchte ich mal wieder auf meinen Newsletter hinweisen. Wenn du regelmäßig über neue Aktienanalysen informiert werden möchtest, ist dieser perfekt für dich. Wenn du dich angemeldet hast, bekommst du monatlich die neusten Analysen nochmal auf einen Blick. Zusätzlich setze ich dir alle meine bisherigen Kauflimits ins Verhältnis zum aktuellen Kurs und zeige dir somit auf meinem Einkaufszettel, welche Aktien ganz aktuell meiner Meinung nach am günstigsten bewertet sind. On Top erhältst du als Abonnent meines Newsletters auch noch exklusiven Einblick in mein eigenes Depot. Bei Interesse trage dich doch einfach auf dem Blog dafür ein. Der Link ist in der Videobeschreibung. Ansonsten jetzt wieder zurück zur Bayer Aktienanalyse!

Unternehmensbewertung

Nach dem wir jetzt relativ genau die Lage des Unternehmens und die Attraktivität der Branche beurteilt haben, möchte ich schauen und erläutern, inwiefern Bayer es schafft finanziell zu glänzen. Zumindest die gerichtlich bedingten Zahlungen müssten sich ja niederschlagen. Wie es auf der Ertragsseite aussieht, klären wir dann jetzt noch zusätzlich. Wir betrachten dazu wie immer die 5-Jahres-Durchschnitte diverser Kennzahlen, die wir anschließen in den Bewertungsmodellen nutzen.

Finanzkennzahlen 5-Jahres-Durchschnitt

  • Operative Nettobetriebsvermögen +6,1%
  • Umsatz -1,9%
  • Operativer Gewinn n/a
  • Operative Marge 10,5%
  • Free Cash Flow -16,0%
  • Operativer CF -8,3%
  • Eigenkapitalquote 34,4%
  • Fremdkapitalkosten +15,6%
  • Dividendenwachstum -0,8% (-3,7% je Aktie)
  • Dividendenrendite 3,2% (aktuell 3,8%)
  • Ausschüttung des FCF 56,4%
  • Übergewinn n/a
Bayer Umsatz

Erläuterung der Zahlen

Hier schlagen deutlich die gerichtlichen Zahlungen zu Buche. Ganz deutlich sieht man, dass alles was mit Cash Flow zu tun hat hier richtig schlecht abgeschnitten hat. Vorneweg natürlich die beiden Cash Flows mit sehr negativer Entwicklung. Allerdings wurde auch die Dividende gekürzt. Durch die Bildung von weiteren Rückstellungen im Zusammenhang mit den noch anstehenden Ausgleichszahlungen in den USA war allerdings auch das EBIT zuletzt negativ, sodass hier keine Wachstumsrate ermittelt werden kann. Gleiches gilt auch für den Übergewinn. Das EBIT war allerdings zusätzlich auch noch durch ungünstige Wechselkurse zum EUR und weitere Abschreibungen auf Assets aus dem Agrarbereich belastet. Man hat hier allerdings trotz aller Zahlungen noch ausreichend Eigenkapital und zumindest noch positiven Free Cash Flow. Nichtsdestotrotz gibt es hier natürlich keine Punkte in der Finanzanalyse.

Cash Flow

Fair Value

Die gerade genannten Werte habe ich in meine Modelle eingepflegt. Das Umsatzwachstum möchte ich langfristig aufgrund der tollen Branche anheben. Drei Prozent finde ich hier realistisch. Zudem habe ich hier eine Eigenkapitalverzinsung von 10% angesetzt. Fremdkapitalkosten habe ich aufgrund einer langfristigen Anleihe mit 4% angesetzt. Das Ergebnis aus meinem Discounted Cash Flow- und Übergewinn-Modell habe ich dann noch mit dem aktuellen Kursziel der Analysten geglättet.

Ich komme hierbei auf einen Fair Value von 90,33€. Für den fairen Wert wollen wir allerdings nicht kaufen. Schauen wir erstmal wie viel Sicherheitsabschlag wir vom Kaufpreis nehmen wollen. Dazu fassen wir die Chancen und Risiken nochmal zusammen, um danach einen passenden Rabatt zu finden.

Chancen und Risiken

Positiv sehe ich bei Bayer die bereits vorhandene Marktposition. Man ist ein Player am Markt und kann sich aufgrund des tiefen Burggrabens darauf konzentrieren immer weitere und bessere Produkte auf den Markt zu bringen. Insgesamt sind die Branchen auch sehr attraktiv, insbesondere der Agrarbereich.

Leider wurden im Agrarbereich zuletzt noch Abschreibungen vorgenommen, was nach IFRS immer dann passiert, wenn erworbene Unternehmen nicht wie geplant performen und sich der bilanzierte Geschäfts- oder Firmenwert der Bilanz nicht bewahrheitet. Akquisition kann Bayer. Es sieht aktuell außerdem so aus als wäre man noch etwas mit der Klagewelle in den USA beschäftigt. Niemand weiß welche Belastung hier letztendlich auf Bayer zukommt.

Investmententscheidung

Die vielen Risiken schlagen sich auch in der Bewertung nieder. Innerhalb der Analyse habe ich 8 Punkte abgezogen. Das manifestiert sich nun in einem Sicherheitsabschlag von 40% auf den fairen Wert. So kommen wir auf ein Kauflimit, bis zu dem ich kaufen würde, von 54€. Bei der Verkaufsschwelle ziehe ich die 40% von einer persönlichen maximalen Verkaufsschwelle von 150% ab und komme so auf 99€ bis zu denen ich halten würde.

Beim aktuellen Kurs von ca. 53€ ist Bayer noch minimal unterbewertet. Man sieht allerdings deutlich, dass vor allem der Sicherheitsabschlag zu Buche schlägt. Schafft es Bayer den Monsanto-Prozess hinter sich zu bringen oder sägen sie einfach mal ihren CEO ab, so muss weniger Sicherheitsabschlag genommen werden und der Abstand zum Kauflimit würde sich vergrößern.

Bayer Logo

Fazit

In der aktuellen Chancen-Risiko-Position von Bayer finde ich die Aktien fair bewertet. Ich habe hier großen Sicherheitsabschlag genommen, der sich künftig durchaus reduzieren könnte. Jeder der bereits auf eine solche Besserung spekuliert und deswegen weniger Sicherheitsabschlag notwendig findet, der kann auch jetzt schon investieren, um den Turnaround mitzunehmen. Wann dieser kommt und, ob Bayer als aktuell sehr gemiedenes Investment wieder neue Blütezeiten erlebt, bleibt aber offen.

Jetzt würde mich aber auch eure Meinung zur Bayer Aktie interessieren. Wie schätzt ihr die aktuelle Situation des Unternehmens ein? Habt ihr den Titel vielleicht sogar im Depot? Falls ihr nicht investiert, dann lasst mir gern auch eine Begründung dazu in den Kommentaren. Wenn ihr dann ohnehin schon unterm Video unterwegs seid, dann klickt doch direkt auch auf den Abobutton und die Glocke, damit ich künftig über alle neuen Aktienanalysen informiert werdet. Ansonsten bedanke ich mich wie immer fürs Reinschauen und sage bis bald!

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