bpost Aktienanalyse – Die belgische Post auf Expansionskurs

Hallo und herzlich willkommen auf dem Finanzplaneten! Mein Name ist Kai und heute kümmere ich mich nach einer etwas längeren Zeit mal wieder um einen Zuschauerwunsch. An dieser Stelle sei gesagt, ich schaue mir alle Aktien in der Vorabanalyse an, die sich in den Kommentaren gewünscht werden. Dort prüfe ich erstmal eine Überbewertung. Sollten eure gewünschten Aktien unterbewertet scheinen, so bekommen sie dann wie bpost auch eine richtige Fundamentalanalyse von mir. Jetzt wollen wir uns dann aber mal die belgische Post im Details anschauen. Was macht das Unternehmen vielleicht besonders und warum könnte man hier aktuell vielleicht günstig einsteigen? Wenn dich das interessiert, dann bleib dran. Viel Spaß mit der bpost Aktienanalyse!

Grundlagen

Zuerst einmal fangen wir wieder mit dem Geschäftsmodell an. Auch, wenn sich unter der „belgischen Post“ schon die meisten von euch etwas vorstellen können, so gibt es auch in der Logistikbranche Unterschiede.

Geschäftsmodell

Der Fokus bei bpost liegt ganz klar auf der Endzustellung. Andere Unternehmen wie Fedex bieten ja zum großen Teil auch die Luftfracht als solche als Dienstleistung an. Eine solche Flugzeugflotte, wie Fedex hat bpost nicht. Sie konzentrieren bisher eher auf die Zustellung zur Haustür oder in die Postabteilungen der Unternehmen.

Historische Eckdaten

Ihr könnt euch vorstellen, dass über ein Unternehmen wie bpost, oder auch die Belgian Post Group, weniger Informationen zu finden sind als sonst in meinen Analysen. Trotzdem möchte ich mal grob umreißen wie sich das Unternehmen gegründet hat, damit wir besser einordnen können an welcher Stelle das Unternehmen jetzt gerade steht. Ursprünglich gegründet wurde bpost 1830. Damals hieß das Unternehmen De Post-La Post und stand unter staatlicher Kontrolle. So ging es dann ähnlich wie bei der Deutschen Post erstmal fast zwei Jahrhunderte weiter und man erbrachte die Postzustellung als eine der wichtigsten Aufgaben für die belgische Bevölkerung.

2000 wurde das Unternehmen dann als bpost privatisiert und die Hälfte der Anteile ging an private Investoren raus. Der belgische Staat bleibt bis heute zu 51% Eigentümer. Nach dem Ausstieg von zwei Großaktionären sind die restlichen 49% heute in Streubesitz. Wichtige jüngste Ereignisse sind die Expansionsbestrebungen. So ist man bereits seit 2015 auf Einkaufstour und übernahm in 2017 mit als größte Akquisition auch das Unternehmen Radial aus den USA. Ende 2020 wurde dann auch ein Plan zur künftigen Umstrukturierung inklusive Expansion veröffentlicht. Auf diesen Plan gehe ich dann gleich noch weiter ein.

Produktanalyse

Zuerst kümmern wir uns an dieser Stelle aber erstmal um die Dienstleistungen von bpost. Genauer gesagt wollen wir darauf hinaus wie diversifiziert die Umsätze der belgischen Post sind, zum einen regional und zum anderen je nach Dienstleistung.

Geschäftsgebiete

Die Umsätze teilen sich bei den Dienstleistungen etwa Fifty-Fifty auf Pakete und Briefe oder ähnliches auf.

bpost Aktienanalyse

Absatzmärkte

Selbstverständlich erwirtschaftet das Unternehmen den Großteil seiner Umsätze in Belgien. Gerade weil das Land so winzig ist, ist es natürlich relativ riskant zum Großteil hier zu operieren. Zum Glück gab es aber die gerade genannte Akquisitionen in den USA. So erwirtschaftet man neben den 60% Umsätzen in Belgien auch weitere 31% aus den USA. 7% kommen aus dem übrigen Europa und 2% werden nicht näher definiert.

bpost Aktie Analyse

Auswertung

Bezogen auf die Dienstleistungen sehe ich hier ausreichende Diversifikation, da ja aus den verschiedensten Gründen Pakete und Briefe verschickt werden können. Bezogen auf die Länder sehe ich die Verteilung aber kritisch. 60% Europa und 30% USA wäre ja noch in Ordnung aber der extreme Fokus auf Belgien gefällt mir nicht. Dafür gibt es einen Punkt Abzug, sodass wir bei einem von zwei möglichen Punkten landen.

Branchenanalyse

In der Branche wollen wir uns jetzt auf Logistikunternehmen ähnlich zu bpost spezialisieren. Wir untersuchen Zulieferer, die insbesondere Post und kleinere Pakete liefern. Es geht explizit nicht um Frachtcontainer oder ähnliches.

Attraktivität der Branche

Bisher ist der Logistikmarkt insgesamt jährlich ca. mit 3% gewachsen. Hierbei geht es allerdings zum einen insbesondere auch um große Fracht und zum anderen ist Corona nicht eingemünzt. Zusteller von Paketen in Größen wie sie von Onlineshops geliefert werden, sind absolute Coronagewinner. Während große Fracht aufgrund schwächelnder Wirtschaftsleistung zurückgeht, konnte beispielsweise die Deutsche Post aufgrund des Lockdowns ein neues Rekordjahr verzeichnen. Anders dürfte es beim belgischen Pendant und anderen Konkurrenten auch nicht sein. Da der Trend auch ohne Corona schon lange Richtung Onlinehandel geht, sehe ich hier großes Potenzial für die Branche. Insbesondere durch den aber insgesamt noch kleinen Anteil am gesamten Einzelhandel, kann der Onlineversand noch deutlich zulegen. Die Briefzustellung schwächelt allerdings.

Wettbewerber

Bereits mehr als einmal habe ich in dieser Analyse erwähnt, dass bpost analog zu DHL in Deutschland existiert. Da verwundert es nicht, dass Pakete und Briefe, die mit DHL von Deutschland nach Belgien geschickt werden, dort von bpost ausgeliefert werden. Konkurrenten sind ähnlich wie in Deutschland zum Beispiel DPD, GLS und UPS.

Kunden

Da die Versandhäuser die Pakete in Auftrag geben, sind die Kunden Großteils gewerblich. Auch Privatleute versenden Pakete und Briefe, im Vergleich zum Aufkommen bei Amazon oder dem Briefversand von Behörden oder Banken und Versicherungen, dürften die Privatkunden allerdings nur eine Minderheit ausmachen.

Zulieferer

Für die Branche wie wir sie untersuchen, sind vor allem die Flotten wichtig. Diese bestehen aus Fahrzeugen und Flugzeugen. Künftig sind auch Drohnen immer öfter im Gespräch. Automobilhersteller gibt es viele, die sich wohl die Finger danach lecken, eine Flotte einem der größten Paketzulieferer zu bauen. Haben sie hier Lieferprobleme wirkt sich das sofort auf den Umsatz aus.

Ersatzprodukte

Selbst Pakete zu Kunden zu fahren ist natürlich an sich keine Alternative. Lediglich Amazon führte bisher einen eigenen Lieferdienst ein. Wenn selbst der größte Onlineshop der Welt erst vor nicht allzu langer Zeit einen eigenen Zustelldienst einführte, dann kann man sich schon denken, dass sich dieser Schritt erst ab einer enormen Paketmenge lohnt.

Markteintrittsbarrieren

Örtlich oder regional kann mit einer kleinen Flotte an Transportern vielleicht noch Marktanteile abringen, insbesondere, wenn man sich bzgl. der Kunden auf eine kleine Nische konzentriert. Über ganz Belgien und insbesondere mit dem Marktanteil in den USA ist bpost aber so gut aufgestellt, dass neue Marktteilnehmer es schwer haben. Neben der Flotte trägt auch das Filial- und Packstationennetz zum Burggraben bei.

Auswertung

Aufgrund der vielen Wettbewerber und der gewerblichen Kunden ziehe ich jeweils einen Punkt ab. Somit kommen wir bei 4 von 6 möglichen Punkten raus.

Marktstellung

Nachdem wir die Branche jetzt untersucht habe, werfen wir einen Blick auf bpost innerhalb der Branche. Wie gut konnte sich das Unternehmen etablieren und wie zukunftsträchtig ist der Zustelldienst.

Produktentwicklung

An dieser Stelle möchte ich nun genauer auf den aktuellen Wandel im Unternehmen eingehen. Wandel ist vielleicht das falsche Wort. Es ist eher ein Fokus auf Dienstleistung für E-Commerce Unternehmen. Dafür wird allerdings die Dividende auf 50% des Gewinns beschränkt. Diese Maßnahmen unter dem Projektnamen Connect 2026 sollen bis 2026 vollzogen werden und das abnehmende Geschäft im Briefverkehr durch speziellen Fokus auf die Paketzustellung mehr als ausgleichen. Die Maßnahmen sind aus meiner Sicht richtig und wichtig, um langanhaltenden Erfolg zu garantieren. Aufgrund des aktuell ausbleibenden Gewinns wegen dem zugehörigen Aufwand und der damit stark reduzierten Dividende ist der Kurs allerdings enorm unter die Räder gekommen.

Zusätzlich begann man wie eingangs aber bereits 2015 mit Akquisitionen, um einer der führenden Postdienstleister in Europa zu werden.

Möglichkeit einzukaufen

Bei den Fahrzeugen und künftig auch bei Drohnen gibt es diverse Hersteller, sodass man seine Flotten notfalls auf eine andere Marke umstellen kann. Auch bezüglich des Preises kann man hier viele Unternehmen vergleichen.

Einflüsse auf das Geschäft

Das Konsumverhalten hat großen Einfluss auf bpost. Die Briefe und kleineren Pakete reduzieren sich insbesondere, wenn weniger durch Endkonsumenten bestellt wird. Durch Corona und die boomenden Onlinebestellungen nahm die Anzahl der gelieferten Pakete deutlich zu. Da bpost als halbstaatliches Unternehmen aber die Briefversendungen verantwortet, die wiederum deutlich abgenommen haben, leidet das Unternehmen aktuell hierunter.

Marketing

Möchte man Pakete versenden und das vielleicht noch sehr häufig als Gewerbetreibender, dann wird man wohl zumindest die größten Anbieter mit dem größten Leistungsangebot vergleichen. Gut, dass man in Belgien ein solcher Anbieter ist. Aufgrund dessen ist der relative Marketingaufwand im Vergleich zu einem kleineren Unternehmen relativ gering. Zusätzlich zur Logistik ist bpost auch als beratender Geschäftspartner für E-Commerce Start-Ups interessant.

Wachstumsmöglichkeiten

Die Möglichkeit langfristig zu wachsen, hängt bei bpost insbesondere davon ab wie gut das Geschäft in den USA anläuft und wie gut der Connect 2026-Plan läuft. Aktuell ist das noch abzuwarten und schwer prognostizierbar. Als teilstaatliches Unternehmen denke ich jedoch, dass zumindest innerhalb Belgiens die Vormachtstellung erhalten bleibt.

Unternehmensführung

CEO der belgischen Post war ganz neu seit 2020 Jean-Paul van Avermaet. Nachdem zusätzlich zum drückenden Ergebnis aber bekannt wurde, dass gegen ihn aufgrund seiner vorherigen Tätigkeit als CEO eines Sicherheitsunternehmens ermittelt wird, trennte man sich von ihm. Verständlich auf der einen Seite, auf der anderen Seite fragwürdig zu sagen, dass er „es nicht geschafft hat das Unternehmen zukunftsfähig zu machen“, wie es Belgiens Verwaltungsministerin darstellte. Ich denke es war dann doch eher ein PR-Problem, denn der Plan Connect 2026 wurde ja erst Ende 2020 vorgestellt und jetzt hat er nach nicht mal einem Jahr das Unternehmen wieder verlassen müssen.

Im März 2021 hat Dirk Tirez interimsweise übernommen. Dieser war vorher Chief Legal & Regulatory Officer. Diesen Werdegang zum CEO hatte ich bisher bei noch keinem Unternehmen gesehen. Er hat einen Master in Recht fing dann auch als Anwalt an zu arbeiten. Auch wirtschaftliche Kompetenz kann man ihm allerdings zugestehen, denn er arbeitete mitunter beim belgischen Finanzminister und dem Europaableger der NASDAQ.

Gesetzliche Rahmenbedingungen

Gesetzliche Einschränkungen treffen das Unternehmen insbesondere durch sicherheitstechnische Einschränkungen bei neuen Liefermethoden. Dieser Punkt ist aktuell aber akzeptabel. Bzgl. der neuen Liefermethoden haben diverse Staaten in den USA bereits Gesetze erlassen, die die Lieferungen mit Robotern gestatten oder leichter machen. In Europa wird das nicht anders sein.

Auswertung

Für die Marktstellung gibt es 2 Punkte weniger. Die Punkte ziehe ich zum einen für den Rückgang des Briefgeschäfts ab und zum anderen, weil mir dieser Hickhack mit dem CEO nicht gefällt. Was auch passiert ist, der Staat als Hauptaktionär ist ohnehin schon nicht erstrebenswert und hier hat er zudem ebenfalls nicht geglänzt. In seiner Verantwortung lag es einen geeigneten CEO zu finden und er übersah mögliche Mankos, die zu einer Anzeige führten. Den CEO dann auch einfach wieder abzusägen, ohne, dass ich den Fall jetzt genau kenne, spricht auch Bände. Und dann jetzt einfach den Leiter der Rechtsabteilung als CEO einzusetzen, statt den CFO oder CIO, scheint für mich auch nur eine Strategie zu sein das Vertrauen ins Board wieder herzustellen. Der Markt sah das ähnlich und die Aktie fiel akut um 20%. Hier gibt es also 5 von 7 Punkten.

Support

Wenn euch meine Aktienanalysen gefallen und ihr mich gern etwas unterstützen möchtet, könnt ihr das sehr gern und vor allem auch ganz leichttun. Die einfachste Möglichkeit ist meine Analysen zu kommentieren, zu liken und zu teilen. So gewinne ich an Reichweite. Damit helft ihr mir schon enorm ohne, dass ihr Kosten habt. Eine weitere kostenlose Möglichkeit ist es Anschaffungen über meinen Amazon Affiliate Link zu kaufen, die ihr ohnehin kaufen wolltet. So erhalte ich von Amazon eine kleine Provision für die Weiterleitung ohne Extrakosten für euch. Wenn ihr aber Kosten nicht scheut, dann könnt ihr mir gern über PayPal eine kleine Aufmerksamkeit zukommen lassen. Auch über kleine Beträge freue ich mich sehr, da es hier auch viel um die Anerkennung an sich geht. Zusätzlich habe ich einige günstige Shirts für Investoren entworfen, die ihr ebenfalls kaufen könnt. Alle angesprochenen Links findet ihr unten in der Videobeschreibung. Vielen Dank vorab aber jetzt auch genug mit der Eigenwerbung und zurück zur bpost Aktienanalyse!

Unternehmensbewertung

Unter dem ausbleibenden Nettogewinn und den Querelen mit dem kurzzeitigen CEO litt der Aktienkurs in letzter Zeit enorm. Zusätzlich ist die bpost mit einer relativ geringen Marktkapitalisierung auch nicht auf dem Schirm aller möglichen Investoren, die dann direkt günstig einsteigen. Die nachfolgenden Wachstumswerte der letzten 5 Jahre sollen uns mal zeigen, wie gesund das Unternehmen nun wirklich ist und was es wert ist.

Umsatz
Umsatz

Finanzkennzahlen 5-Jahres-Durchschnitt

  • Operative Nettobetriebsvermögen +39,7%
  • Umsatz +9,5%
  • Operativer Gewinn -9,4%
  • Operative Marge 12,3%
  • Free Cash Flow +7,8%
  • Operativer CF +7,9%
  • Eigenkapitalquote 23,8%
  • Fremdkapitalkosten +43,3%
  • Dividendenwachstum -33,5%
  • Dividendenrendite 5,9% (aktuell 1,0%)
  • Ausschüttung des FCF 69,2%
  • Übergewinn +1,4%
Cash Flows
Cash Flows

Erläuterung der Zahlen

An sich sehen die Zahlen von bpost ja gar nicht so schlecht aus. Nur der Gewinn ist ein Dorn im Auge. Zudem verwundert es im ersten Moment ja, dass das Betriebsvermögen so stark steigt und auch der Umsatz ordentlich zulegt, der Gewinn allerdings sinkt. Das Ergebnis nach Steuern, das ich hier nicht aufführe, war zuletzt sogar negativ. Das geht dann ja betrieblich nur wegen hoher Aufwendungen, die bei bpost aus der Restrukturierung kommen werden. Für die nächsten Jahre ist deswegen auch wieder ein positives Ergebnis angestrebt.

Operatives Nettobetriebsvermögen
Operatives Nettobetriebsvermögen

Ob die Besserung wie geplant eintrifft ist jedoch fraglich. Alles hängt vom Projekt Connect 2026 ab, das auf verschiedene Weisen probiert das Unternehmen zukunftsfähig zu machen. Ein Interims-CEO schafft aktuell nicht wirklich mehr Sicherheit. Hier gibt es so aktuell nur einen von zwei möglichen Punkten.

Fair Value

Um jetzt auf einen fairen Wert zu kommen, muss ich noch das künftige Wachstum prognostizieren. Sicherheitshalber, da mir künftig weiteres Wachstum äußerst unsicher erscheint, setze ich das Wachstum auf 0%. Die kalkulatorischen Eigenkapitalkosten sind aufgrund meines eigenen Renditeanspruchs wie immer bei 10% und ich konnte Fremdkapitalkosten von 2,9% ausmachen. Spiele ich so alle Daten in meine Berechnungsmodelle ein, ziehe den Durchschnitt und glätte das Ergebnis mit dem aktuellen Kursziel, so komme ich auf einen fairen Wert von 34€.

Chancen und Risiken

Mit dem Staat im Rücken und der Position als traditionelles Postunternehmen von Belgien hat bpost wohl gute Chance am Markt zu bestehen. Unsicher ist allerdings völlig in welcher Größenordnung es die belgische Post schafft Umsätze und vor allem auch Gewinne zu generieren. Aktuell werden teure Restrukturierungen vollzogen, die erst 2026 ganz abgeschlossen sein sollen. Den Staat sehe ich zusätzlich zu seiner Funktion als Sicherheitengeber aber auch als Klotz am Bein. Schon zu oft haben sich wirtschaftlich ungebildete Politiker in die Machenschaften von Unternehmen eingemischt und auch die belgische Politik scheint es bei der bpost als Mehrheitsaktionär auch gern und unqualifiziert zu tun. Der offene CEO Posten macht die Sache nicht besser.

Investmententscheidung

In der Fundamentalanalyse habe ich 6 Punkte für bpost abgezogen, die nun jeweils 5% Sicherheitsmarge entsprechen. Diese 30% ziehe ich nun vom Fair Value ab, um auf ein Kauflimit zu kommen. Dieses liegt demnach bei 23,86€. Um auf eine Verkaufsschwelle zu kommen, ziehe ich die 30% von einer obligatorischen maximalen Verkaufsschwelle von 150% ab und komme somit auf 41€.

Trotz aller Risiken ist bpost meiner Meinung nach mit einem aktuellen Kurs von ca. 11€ also stark unterbewertet. Dies ist aber absolut ein Unternehmen in einer Lage, in der manche Investoren vielleicht noch einen größeren Sicherheitsabschlag nehmen wollen. Eine komplette Pleite kann ich mir hier allerdings aufgrund der postalischen Schlüsselfunktion nicht vorstellen.

bpost Logo

Fazit

Also hier hat ein Zuschauerwunsch nicht nur wieder seinen Weg in die Analyse gefunden, sondern wird mit einem Abschlag von über 50% wahrscheinlich auch nächsten Monat den Weg in mein Depot finden. Danke also an den Zuschauer für den Tipp. Ich hoffe du konntest auch etwas aus der Analyse mitnehmen und ihr anderen Besucher des Finanzplaneten natürlich auch. Ich denke die aktuellen Risiken habe ich hier gut dargestellt und auch ausreichend berücksichtigt.

Seht ihr das anders? Habe ich vielleicht Risiken vergessen oder seid ihr der Meinung sie sind schwerwiegender? Dann lasst es mich gern in den Kommentaren wissen. Wie ihr hier seht finden immer mal wieder eure Wünsche den Weg in die Analysen, deswegen lasst mir gern immer weitere Wünsche zukommen. Sollten diese nach erstem Vorabcheck vielversprechend sein, so dauert es nicht lang bis ich eurem Wunsch nachkomme! Ansonsten bedanke ich mich wie immer fürs Reinschauen und sage bis bald!

Inhalte werden geladen

2 Antworten auf „bpost Aktienanalyse – Die belgische Post auf Expansionskurs“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.