Coca-Cola Aktienanalyse – Coca-Cola oder Pepsi? Das Duell inkl. Aktienbewertung – Teil 1

Hallo und herzlich willkommen auf dem Finanzplaneten und hallo zur nächsten Aktienanalyse. Nachdem es mir in der Vorwoche so viel Spaß gemacht hat Aktien nicht nur alleine für sich, sondern auch im gegenseitigen Bezug zu analysieren, möchte ich es diesmal gerne wieder so machen. Letzte Mal habe ich ja Visa und Mastercard verglichen. Dabei bin ich auch die Unterschiede der Unternehmen eingegangen, haben jeweils mein Kauflimit bestimmt und dann verglichen bei welcher der Aktien es sozusagen mehr Prozente Rabatt auf das Kauflimit gibt. Dieses Mal möchte ich es wieder genauso handhaben. Diesmal geht es um die Konkurrenten Coca-Cola und Pepsi. Ich kümmere mich als erstes um Coca-Cola und werde dann im zweiten Teil Pepsi analysieren und jeweils auf die Unterschiede zu Coca-Cola hinweisen. Jetzt aber erstmal zurück zu heutigen Aktienanalyse von Coca-Cola. Diese Aktie ist aktuell meiner Meinung nach absolut eine Aktienanalyse wert. Das Unternehmen hat ein enormes Marktvertrauen und ist außerdem ein Dividendenaristokrat. Eine interne Umstrukturierung bietet neue Möglichkeiten im Wachstum und der Marge und durch den Kursrutsch durch Corona könnte die Aktie aktuell günstig bewertet sein. Schauen wir uns das mal genauer an, viel Spaß mit der Coca-Cola Aktienanalyse!

Grundlagen

Damit wir die späteren Abschnitte besser einordnen können, kümmern wir uns an dieser Stelle erstmal um die grundlegenden Dinge des Unternehmens. Wie sieht das Geschäftsmodell aus und wie kam es dazu?

Geschäftsmodell

Jedem sollte klar sein, dass Coca-Cola sein Geld irgendwie mit Getränken verdient. Wie macht es das Unternehmen aber genau? Also grundsätzlich gibt es zwei Methoden. Zum einen kann das Unternehmen die Getränke so verkaufen wie sie am Ende beim Konsumenten ankommen oder es verkauft Konzentrat. Auf den letzteren Punkt kommen viele im ersten Moment nicht, dabei wirft er gar nicht viele Fragen auf. Konzentrat begegnet uns nämlich sehr häufig. Jeder kennt den klassischen Softdrinkspender bei McDonald’s. Auch, wenn ihr euch bisher keine Gedanken darüber gemacht habt, aber denkt ihr unter der Zapfanlage lagern zig 100 Liter Cola, Fanta und Co.? Nein. Dort lagert das hochkonzentrierte Konzentrat und die Maschine ist an Leitungswasser angeschlossen. So wird es beim Zapfen wieder verdünnt und es entsteht das fertige Getränk. Konzentrat wird neben dem Gastrobereich aber auch noch an lizensierte Abfüllbetriebe verkauft. Diese machen das gleiche wie der Softdrinkspender, füllen das fertige Getränk ab und verkaufen es weiter. So muss Coca-Cola wesentlich weniger Kapital in Fabriken und Lastwagen binden, als wenn sie alle Getränke selbst produzieren.

Historische Eckdaten

Um die 140 Jahre Unternehmensgeschichte von Coca-Cola im Details wiederzugeben reicht hier wohl die Zeit nicht aus. Ich möchte aber im Schnelldurchlauf einen Rahmen um das Unternehmen ziehen. Alles fing 1886 an als der Apotheker John Pemberton auf der Suche nach einem Sirup gegen Kopfschmerzen und Müdigkeit die Rezeptur des zuckerhaltigen Getränks entwickelte. Sein Buchhalter tauchte es Coca-Cola der Grundstein war gelegt. Asa Candler, ein Vertriebler von Coca-Cola, kauft dem Erfinder das Rezept ab und gründet 1892 die Coca-Cola Company. Alles nimmt seinen gewohnten Lauf und in den 1910er Jahren wird das Unternehmen von einer Investorengruppe übernommen.  Marketing liegt dem Unternehmen und so steigen die Verkaufszahlen u.a. mit Hilfe des Weihnachtsmanns ab den 30er Jahren immer weiter. In den 50ern wird Fanta ins Produktportfolio aufgenommen und in den 60er Jahren dann Sprite. Nachdem das Unternehmen schon seit Anfang an viel mit Sportvereinen zusammenarbeitet, kommen in den 1980er Jahren erst Light-Getränke auf den Markt. Jüngst wurde das Portfolio erneut mit Kaffee und Tee erweitert. So vertreibt Coca-Cola neben seinen bekannten Hauptmarken auch Costa Coffee, Bio-Tee über die Marke Honest und hierzulande besonders bekannt der Fuze Tea.

Produktanalyse

So jetzt geht es direkt mal mit den ersten Zahlen zum Unternehmen weiter. Schauen wir uns das wichtigste zuerst an. Wie verdient Coca-Cola Geld, wo kommt der Umsatz her?

Geschäftsgebiete

Grundsätzlich kann man die Umsätze schon nach Konzentrat und nach fertigen Produkten unterscheiden, so wie ich es gerade getan habe. Auf diese Weise kommt dazu, dass Coca-Cola 55% seines Umsatzes mit Konzentrat macht und 45% mit fertigen Produkten. Hier kommt aber ein Teil der Umstrukturierung zu tragen, die ich eingangs erwähnt habe, denn der Anteil der fertigen Produkte stieg im Vergleich zum Vorjahr um 9% Punkte. Dies liegt daran, dass Coca-Cola die Abfüller fusioniert und teils mehr im eigenen Unternehmen abfertigt. So hat man letzten Endes eine höhere Marge mit den fertigen Produkten und es fallen Ineffizienzen bei vielen kleinen Abfüllern weg.

Die andere Seite der Umstrukturierung entfällt auf das Produktportfolio an sich. Es wird aktuell entschlackt und es soll sich auf die rentabelsten Produkte konzentrieren. So soll langfristig der notwendige Wachstum gesteigert werden. Ansonsten will ich euch auch die genaue Aufteilung nicht vorenthalten. Sparkling Soft Drinks machen rund 55% aus, Säfte 10%, Wasser & Sportgetränke sowie Kaffee & Tees jeweils 15% und weitere 5% gehen an die Energy-Sparte.

Coca-Cola Aktienanalyse

Absatzmärkte

Grundsätzlich liefert Coca-Cola in jedes Land der Welt bis auf Nordkorea und Kuba. Genauer gesagt machen die USA 32% aus, Europa, der mittlere Osten und Afrika als eine Position 17%, der Asien-Pazifik-Raum 13%, Lateinamerika 11% und die restliche Welt 27%.

Coca Cola Aktienanalyse

Auswertung

Bei der Produktanalyse der Coca-Cola Aktienanalyse muss ich leider einen halben Punkt abziehen. Über die Regionen ist das Unternehmen bis zum Maximum diversifiziert. Bei der Produktpalette bin ich aber zwiegespalten. Zum einen hat man hier natürlich eine enorme Bandbreite an etablierten Marken im Portfolio, allerdings schlagen fast alle davon in die gleiche Kerbe. Wenn man grundsätzlich Getränke als Branche sieht, dann ist Coca-Cola sogar nur in dieser heimisch, auch, wenn es innerhalb mehrere Nischen gibt. Deswegen nur ein halber Punkt Abzug.

Branchenanalyse

Da wir jetzt wissen woran wir bei Coca-Cola sind, können wir uns ja mal überlegen wie attraktiv es ist in diesem Bereich in Zukunft Geld verdienen zu wollen.

Wachstum der Branche

Meinen Recherchen zufolge gibt es zwei grundsätzliche Tendenzen in der Getränkebranche. Es gibt zwei Arten von Getränken, kommerziell und nicht-kommerziell. Kommerziell bedeutet, dass die Getränke im Laden gekauft werden, nicht-kommerziell bedeutet, dass es sich um frei zugängliches Trinkwasser handelt. Zum einen wird in den Industrieländern, bei hohen 70%igen Anteil an kommerziellen Getränken, immer mehr auf Gesundheit geachtet und zuckerhaltige Getränke gemieden. In Deutschland ist der Konsum von Softdrinks insgesamt z.B. ähnlich hoch wie 2012, allerdings verschiebt sich das Gleichgewicht hin zu Light-Getränken und Energy Drinks, wobei letztere durch ihre Inhaltsstoffe eigentlich gar nicht in den gesunden Zeitgeist passen. In den Schwellenländern, in denen die meisten potenziellen Kunden sitzen, ist der Anteil der kommerziellen Getränke allerdings erst bei 31%. Hier erhofft sich das Unternehmen in Zukunft noch Wachstumschancen. Ein anderer Aspekt ist, dass Getränke ein Grundbedürfnis abdecken und wahrscheinlich immer ein Teil der Gesamtheit an Getränken aus kommerziellen Getränken bestehen wird. Ich denke die Wachstumsraten werden aber eher moderat sein.

Wettbewerber

Der Getränkemarkt ist hart umkämpft. Alles was über Supermärkte verkauft wird ist ein harter Wettkampf. Jedes Getränk und jede Marke, die man platzieren möchte, bedeutet, dass eine Konkurrenzmarke keinen oder weniger Platz findet. Dass einer der großen Marktteilnehmer aus dem Regal fliegt ist aktuell nicht denkbar für mich, allerdings besteht ständig die Gefahr Marktanteile an die anderen großen Player wie Pepsi, Nestlé oder National Beverage zu verlieren.

Kunden

Die Kunden sind gewerblich. Zwar ist das Produkt am Ende für den Endverbraucher, jedoch wird es von Unternehmen im ersten Schritt an Abfüller oder den Einzelhandel verkauft.

Zulieferer

Die Zulieferer sind regional und durch das Produkt bedingt. Die Zutaten der verschiedenen Produkte sind so divers wie die Zulieferer.

Ersatzprodukte

Das größte Problem ist, dass es im Trend ist sich gesund zu ernähren. Deswegen ist das Substitut Wasser im Kommen. Wenn dieses dann noch aus dem Hahn kommt, dann geht der Umsatz für die Getränkeindustrie komplett flöten. Außerdem ist das Ersatzprodukt für den Endverbraucher fast kostenlos.

Markteintrittsbarrieren

Zusätzlich zu dem notwendigen Kapital, was nötig ist, um eine Abfüllanlage aufzuziehen, braucht man noch Marktmacht und sieht sich natürlich riesiger Konkurrenz entgegengestellt. Das erstere Problem lässt sich noch dadurch beheben, dass man die Abfüllung, also die Produktion outsourct. Den Burggraben, den eine Marke wie Pepsi oder Coca-Cola hat, muss man aber erstmal überwinden, um neben ihnen im Supermarktregal zu bestehen.

Auswertung

Eigentlich ist die Branche sehr unattraktiv und nur die diversifizierten Zulieferer sind positiv zu sehen. Aus Sicht von Coca-Cola ist aber auch der große Wettbewerb und die Markteintrittsbarriere ein großer Vorteil, da die Konkurrenz mitunter dominiert wird. So erhält die Branche in diesem speziellen Fall 3 von 6 Punkten.

Marktstellung

Für neue Marken ist die Getränkebranche also eher wenig aussichtsreich. Für Coca-Cola sieht es als etablierte Marke schon besser aus, wenn sich auch eher durchschnittliches Bild ergibt.

Produktentwicklung

Die Produktentwicklung von Coca-Cola stützt sich auf zwei Säulen. Zum einen soll über M&A, also Unternehmenszukäufen im Konzern, Mehrwert geschaffen werden. Auf der anderen Seite wird auch immer weiter an Produkten geforscht, die den Markt aufmischen könnte. Beispiele für beides sind zum einen der Erwerb eines Anteils an Monster Energy oder die Markteinführung von Coca-Cola Energy mit erhöhten Koffeingehalt. Beides konzentriert sich auf die Nische der Energy Drinks, deren Umsatz im letzten Jahrzehnt stark gewachsen ist.

Möglichkeit einzukaufen

Als globalisierter Konzern hat Coca-Cola genügend Möglichkeiten einzukaufen und kann bei Streitigkeiten bzgl. Preis oder Qualität gut den Zulieferer wechseln, da es ohnehin einige gibt. Zudem hat Coca-Cola mit seiner Größe gegenüber jeden Zulieferer eine sehr gute Verhandlungsposition. Im 10-K Bericht schreibt das Unternehmen außerdem, dass in Zukunft in manchen Ländern Trinkwassermangel die Produktion behindern könnte. Ich denke das betrifft aber jeden Getränkehersteller.

Einflüsse auf das Geschäft

Der größte Einfluss auf das Geschäft von Coca-Cola ist wohl der Zeitwandel. Aktuell sind besonders nachhaltige Ströme zu verzeichnen, die insbesondere Tabak, Öl und insgesamt ungesunden Dingen zu schaffen machen. Hier kann man auch zuckerhaltige Lebensmittel wie Softdrinks zählen. Gegenläufig könnte sich die Urbanisierung der Schwellen- und Entwicklungsländer auswirken, da diese mit höheren Wohlstand dem westlichen Beispiel folgen und immer mehr kommerzielle Getränke konsumieren könnten.

Marketing

Tja, was soll man zum Marketing sagen. Coca-Cola halt. Die Marke ist eine der weltweit bekanntesten und wertvollsten. Im Jahr 2020 gehört zu den Top 20. Besonders der Weihnachtsmann war ein Geniestreich von Coca-Cola, sodass allein dadurch jährlich positive Publicity in der westlichen Welt sicher ist. Das Unternehmen versteht es nicht nur die Produkte, sondern auch einen Lifestyle und ein Lebensgefühl zu vermarkten. Erfrischend, traditionsreich und familiär sind Schlagworte, die man beispielsweise mit der Marke in Verbindung bringt.

Wachstumsmöglichkeiten

Coca-Cola ist aktuell in einer Umstrukturierungsphase. Hieraus ergeben sich wohl die größten Wachstumschancen. Der Fokus soll auf ohnehin gut laufende Produkte gestellt werden. Zudem sollen Lücken durch neue Produkte aufgefüllt werden, was entweder über eigene Entwicklung oder Zukäufe geschieht. Der Markt insgesamt wächst zwar durch die Emerging Markets ebenfalls, allerdings bin ich hier nicht zuversichtlich, dass langfristig ein rasantes Wachstum erreicht wird.

Unternehmensführung

Seit 2016 hört der CEO der Coca-Cola Company auf den Namen James Quincey. Bevor er CEO wurde hat er schon viel Berufserfahrung sammeln können. Er startete seine Karriere als Unternehmensberater. Hier bekommt man über verschiedene Projekte direkt am Anfang der Karriere einen guten Allround-Blick für Unternehmerische. Scheinbar haben ihn dort Unternehmenskäufe sehr begeistert, denn besonders diese sind sein Steckenpferd seitdem er bei Coca-Cola ist. Dort wurde er zunächst als Fortbildungsleiter eigenstellt, führte dann aber schnell als Mexikoleiter eine dortige Übernahme durch und forcierte später auch den Kauf der Innocent Smoothies. Danach ging es für ihn weiter als COO und dann weiter zu CEO. Heute geht er über die Umstrukturierung den Weg der Effizienz, um so freigewordene Mittel für Wachstum über Akquisitionen und Marketing zu betreiben. Er strebt ein Wachstum von regelmäßig 6% an.

Coca-Cola Aktienanalyse
James Quincey, CEO

Gesetzliche Rahmenbedingungen

Besondere gesetzliche Restriktionen gibt es meines Erachtens nicht.

Auswertung

Die Marktstellung von Coca-Cola ist, wie für ein etabliertes Unternehmen zu erwarten, ganz ordentlich. Lediglich der Gesundheitstrend und das damit verbundene schwierige Wachstum sind negativ. Deswegen gibt es hier 5 von 7 Punkten.

Unternehmensbewertung

Nach den Softskills kommen wir jetzt mal wieder zu harten Zahlen und leiten danach den Fair Value und das Kauflimit ab. Hierzu gibt jetzt vorab erstmal die 5-Jahres-Durchschnitte. Diese werde ich dann auch in der nächsten Aktienanalyse mit Pepsi vergleichen.

Finanzkennzahlen 5-Jahres-Durchschnitt

  • Umsatz negatives Wachstum
  • EBIT negatives Wachstum
  • Operative Marge 25,8%
  • Free Cash Flow +2,9%
  • Operativer FCF +0,5%
  • Eigenkapitalquote 23,3%
  • Fremdkapitalkosten negatives Wachstum
  • Dividendenrendite 3,2% (aktuell 3,3%)
  • Dividendenwachstum +5,6%
  • Proz. Ausschüttung des FCF 83,2%
  • Übergewinn negatives Wachstum

Hier habe ich nun die wichtigsten Finanzdaten nochmal grafisch aufbereitet. Man sieht deutlich den Umsatzrückgang, den Einbruch durch die neue Struktur und die anschließend beginnende Erholung.

Coca-Cola Aktien Analyse

Erläuterung der Zahlen

Coca-Cola ist strukturell im Umbruch und so sind es die Zahlen auch. Bis auf ein paar Ausnahmen sind die Zahlen leider wenig brauchbar, um einen Vergleich zu ziehen. Das EBIT und der Umsatz sind negativ aufgrund des Aufwands der Restrukturierung. In den letzten beiden Jahren stiegen beide Werte jedoch wieder an. Gleiches gilt für den Cashflow, der auch im 5-Jahres-Durchschnitt leicht positiv ist. Die Dividendenrendite war immer ungefähr auf durchschnittlichem Wert und das Dividendenwachstum nahm nur leicht ab. Der Anteil der Ausschüttung am FCF ist etwas Besorgnis erregend. Eigentlich gibt es hier immer gesunde Ausschüttung im Bereich 60-80%, allerdings wurde während der Umstrukturierung Geld aufgenommen, um die Dividende zahlen zu können. Hier bleibt weiter zu beobachten, ob nach Restrukturierung die Dividende langfristig aus der FCF gezahlt werden kann.

Fair Value

Für meinen Fair Value muss ich nun einige Annahmen treffen, da ich die historischen Wachstumswerte nicht verwenden kann. Der neue CEO möchte ja jedes Jahr um 6% wachsen. Nach der Branchenanalyse in der Coca-Cola Aktienanalyse finde ich das sportlich, könnte mich aber mit 5% anfreunden und habe diese deswegen zugrunde gelegt. Zusätzlich betragen die durchschnittlichen Kapitalkosten mit 10% Eigenkapitalkosten und 2,75% langfristigen Fremdkapitalkosten 4,44%. Über meine Berechnungsmodelle und das mittlere Kursziel der Analysten komme ich somit auf einen fairen Wert von 63$ bzw. 53,50€ je Aktie. Hierbei fehlt natürlich noch der Sicherheitsabschlag, auf den ich jetzt näher eingehe.

Chancen und Risiken

Natürlich zeigt Coca-Cola solang wie sonst kaum ein anderes Unternehmen, dass es Geld verdienen kann. Wahrscheinlich wird das Unternehmen das auch noch weitere 140 Jahren tun. Die Marke ist auch die größte Chance des Unternehmens. Durch Vertrauen und Marketing kann man den Umsatz steigern und neue Unternehmenskäufe tätigen.

Allerdings muss man auch die Risiken in der Prognose sehen. Wie sich der Absatz der Softdrinks entwickelt ist ganz stark von den Emerging Markets abhängig. Genau wie bei Tabak ist es so, dass die Menschen hier noch weniger auf ihre Gesundheit achten als in den Industrieländern. Außerdem gibt es hier noch einen größeren Markt zu erobern, da die meisten Menschen in diesen Ländern strukturell bedingt einfach Wasser trinken. Zudem weiß man nicht wirklich wie gut der Plan mit der Restrukturierung aufgeht. Es stimmt aktuell zwar, dass die Marge steigt, wie viel Wachstum allerdings nachhaltig über die neue Struktur und die dazugewonnene Effizienz erzeugt werden kann ist fraglich. Hier fehlen einfach Erfahrungswerte.

Investmententscheidung

Aufgrund des Chancen- und Risiko-Profils möchte ich einen Sicherheitsabschlag von 25% nehmen. Hiermit sollte Risiken und Ungewissheiten genug nachgekommen sein. Für mein Kauflimit heißt das, dass es bei rund 47$ oder 40€ liegt. Verkaufen würde ich bei 125% vom fairen Wert, sprich bei 78,50$ oder 67€. Dazwischen würde ich die Aktien halten, wenn ich schon welche hätte. Aktuell habe ich allerdings keine Coca-Cola Aktien und bei einem aktuellen Kurs von gut 41€ werde ich auch keine Aktien in mein Depots legen. Vielleicht macht der Kurs ja noch einen kleinen Rücksetzer und ich werde doch noch Coca-Cola Aktionär. An sich ist die Marke nämlich nachhaltig wertvoll und gerade die Dividendenpolitik ist interessant als einkommensorientierter Investor. Um aber möglichst breit zu diversifizieren, werde ich mir ohnehin vorher noch Pepsi anschauen, um zu schauen, ob sie nicht das bessere Investment wären.

Aktienanalyse von Coca-Cola
Eines der ältesten und bekanntesten Logos der Welt

Fazit

Coca-Cola hätten wir also jetzt schon analysiert. Ein Unternehmen im Umbruch in einer Branche, die Chancen aber auch Risiken bzgl. des Umsatzes birgt. Am Sonntag schauen wir uns dann Pepsi an und vielleicht finde ich hier dann ja ein lohnenderes Investment. An diesem Punkt weiß ich es allerdings noch nicht und ich hoffe Coca-Cola macht mir jetzt nicht mit einem Kursrutsch das Leben schwer, weil es mir dann doch in den Fingern jucken würde.

Diese Analyse ist ja nur meine Meinung zur Coca-Cola Aktie als Investment. Wie seht ihr denn das Unternehmen und vor allem den Umbau? Vielleicht hat sich jemand von euch ja im Details damit beschäftigt. Ansonsten könnt ihr auch gerne schon erste Prognosen zu Pepsi abgeben. Vor allem aber würde ich mich freuen, wenn ihr einen Daumen nach oben dalasst, wenn euch die Coca-Cola Aktienanalyse gefallen hat!

Ansonsten bedanke ich mich fürs Zusehen und sage mal bis Sonntag, wenn ich Pepsi analysiere! Bis dann!

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