Die Reichtums-Formel – Wie wird man Multimillionär?

Ich bin im Netz bei über ein älteres Video der Kollegen von Finanzfluss gestoßen. In diesem berichten sie über den „Wealth-X World Ultra Wealth Report“. Dieser nennt Statistiken zu Superreichen. Ich habe mir die aktuelle Ausgabe des Reports geschnappt, mit anderen Reports abgeglichen und versucht herauszufinden, ob es eine allgemeine gültige Strategie gibt, um reich zu werden. Wenn du wissen willst, was bei meiner Recherche herauskam und wie die Reichen reich geworden sind, dann viel Spaß mit diesem Video!

Wie baut man grundsätzlich Vermögen auf?

Ganz grundsätzlich baut man Vermögen auf, indem man weniger ausgibt, als man einnimmt. Macht man dies langfristig jeden Monat, nimmt das Nettovermögen nach und nach zu. Je größer die Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben ist, desto schneller baut sich das eigene Vermögen auf. Um dieses Delta möglichst groß zu gestalten gibt es zwei Möglichkeiten.

Ausgaben senken

In der Gleichung Einnahmen – Ausgaben = Vermögensaufbau kann durch Senkung der Ausgaben der regelmäßige Vermögenszuwachs gesteigert werden. Dies ist simpel und klappt meist von einen auf den anderen Monat bzw. sehr kurzfristig.

Einnahmen erhöhen

Zum anderen besteht die Möglichkeit sein Einkommen zu erhöhen. Dies ist meist ein langwierigerer Prozess und erfordert viel Arbeit und Anstrengung. Dennoch hat dieser Punkt gegenüber der Senkung der Ausgaben den riesigen Vorteil, dass das Potenzial des Vermögensaufbaus über das Einkommen nicht begrenzt ist.

Für Reiche gelten die gleichen Regeln

Auch für reiche Menschen bis hin zu Multimillionären gelten die gleichen Prinzipien. Vor allen galten diese Prinzipien auch für Selfmade-Millionäre, als sie noch keine Millionäre waren. Hat also jeder Mensch (zumindest in den Industrieländern) die gleichen Chancen reich zu werden? Falls ja, gibt es denn dann eine Musterweg dafür reich zu werden? Dafür sollte man sich mal anschauen, wie die Menschen zu Multimillionären geworden sind.

Ursprung des Vermögens von Multimillionären

Stellt man die Schätzfrage, woher das Vermögen der Superreichen kommt, kommt meist die Antwort, dass sie bestimmt alles geerbt haben. Dem ist allerdings nicht so. Nimmt man als Grundlage den Wealth-X World Ultra Wealth Report haben mit 8,5% die wenigsten Multimillionäre ihr Vermögen komplett geerbt. Weitere 23,7% haben zwar geerbt, ihr Vermögen danach aber deutlich ausgebaut. Somit sind gut zwei Drittel der Reichen in der Studie Selfmade-Millionäre. Womit haben sie denn dann ihre Millionen verdient?

Wie die Reichen reich wurden
Wie wurden die Reichen reich?

Unternehmer müsste man sein

Der Großteil der Selfmade-Millionäre und auch der Millionäre insgesamt, sind Unternehmer. Hier hat man die Chance sehr viel mehr Geld zu verdienen als in einem Angestelltenverhältnis. Man verdient nicht etwa mehr Geld, wegen einer brillanten Geschäftsidee. Als Unternehmer entkoppelt man sein Einkommen von seiner Zeit, indem man andere Menschen anstellt und die Angestellten seine Arbeit machen lässt. Zwar muss man die Angestellten bezahlen, allerdings kalkuliert man so, dass ein Teil darüber hinaus erwirtschaftet wird.

Einkommen allein macht nicht reich

Das Unternehmertum deckt quasi perfekt die Einkommensseite ab, da man hier hohe Verdienstmöglichkeit ohne zeitliche Beschränkung erhält und man sich auch mit dem Unternehmen an sich schon einen Vermögensgegenstand aufbaut. Allerdings haben wir anfangs festgehalten, dass man auch seine Ausgaben im Blick haben muss. Egal wie viel Geld man verdient, davon wird man nicht reich, wenn man genauso viel Geld auf der anderen Seite ausgibt. Man muss also auch Geld behalten.

Sparsamkeit ist eine Tugend der Reichen

Auch hier erhält man in der Studie eine interessante Zahl. Während die breite Masse meist davon ausgeht, dass Reiche ein Leben in Saus und Braus wie die Geißens leben, stimmt dies nicht. Nur ein gutes Drittel der Multimillionäre hat überhaupt einen sichtbaren Hang zum Luxus. Besonderes sieht man, dass jüngere Millionäre noch sparsamer sind, wahrscheinlich, weil sie ihr Unternehmen noch aufbauen und das Geld hierfür nutzen. Während unter den Reichen der Studie unter 50 noch 35,8% der Menschen luxuriös leben, sind es bei der Gruppe über 70 schon 42,9%. Letztere wollen im Lebensabend vielleicht etwas mehr von deren Unternehmen partizipieren und das Unternehmen eventuell auch nicht mehr ausbauen.

Den Turbo im Vermögensaufbau einlegen

Besonders reich werden die Menschen allerdings, wenn sie ihren verdienten Überschuss anschließend auch anlegen. In dieser Studie habe ich zusätzlich noch die Assetklasse der vermögenden Menschen recherchiert. Aus dem Wealth Report der Boston Consulting geht deutlich hervor, dass Menschen mit steigenden Vermögen auch mehr investiert sind. Genau hier passiert auch die Magie. Sein Geld nicht in bar rumliegen zu lassen, sondern gewinnbringend zu investieren und den Zinseszins zu nutzen, sorgt für den Turbo. So können regelmäßig auch Menschen, die bei Null gestartet sind Vermögen über 30 Mio. $ aufbauen.

Vergleich mit dem Durchschnittsinvestor

Schon wenn man fürs Alter vorsorgen möchte, so muss man einen Teil seines Einkommens monatlich sparen und es für später möglichst rentabel anlegen. So hat man im Alter genug Vermögen, um die Rentenlücke schließen zu können. Es sind also die gleichen Maßstäbe wie beim Multimillionär. Sehr wohlhabend zu werden ist an sich nichts anderes als die breite Masse der Gesellschaft in irgendeiner Intensität sowieso schon macht. Was unterscheidet, dann die Superreichen vom Rest?

Der Masterplan, um reich zu werden

An sich ist es ganz simpel. Man macht das gleiche wie bei der Altersvorsorge. Man investiert einen Teil seiner Einkünfte. Der Unterschied ist, dass man es um frühzeitig reich zu werden, in einem viel größeren Maßstab tun muss. Während die Ausgaben konstant bleiben oder nur leicht ansteigen, so muss man sein Einkommen enorm steigern.

Einkommen steigern

Das Einkommen exponentiell zu steigern funktioniert nur als Unternehmer. Ansonsten ist das Gehalt egal wie gut der Stundenlohn ist an die 24 Stunden des Tages gekoppelt. Unternehmer zu sein scheint fast schon eine Grundvoraussetzung zu sein, um Selfmade-Multimillionär zu werden.

Plan ohne Unternehmertum

Das ist natürlich für jeden Menschen, der seinen Job liebt und/oder kein Unternehmer sein möchte, erstmal ernüchternd. Allerdings gibt es hier ein Schlupfloch, das den meisten Menschen zugänglicher sein müsste als das Unternehmertum. Und zwar ist die andere Möglichkeit Immobilien. Durch Immobilien und den Fremdkapitalhebel lassen sich ebenfalls Eigenkapitalrenditen von über 20% und somit im Laufe des Lebens auch riesige Vermögen erzielen. Eigentlich muss man aber eingestehen, dass auch Immobilien eine Art Unternehmertum sind.

Das Reinvestieren ist zudem sehr wichtig

Wenn man seine Einkommensquellen ausgebaut hat, geht das rum das erwirtschaftete Geld zu investieren und zu reinvestieren. So nutzt man den Zinseszins. Dieser steigert das Vermögen nochmal exponentiell. Gerade, wenn man gleichzeitig ein Unternehmen aufbaut, so baut man direkt doppelt Vermögen auf, durch das Unternehmen selbst und durch die Investierten Gewinne.

Beispielrechnung

Investiert man über 40 Jahre monatlich 1000€ in Immobilien bei einer Eigenkapitalrendite von 25% und einem Steuersatz von 15% über eine vermögenwaltende GmbH, so hat man danach gut 262 Mio. €. Alles vorausgesetzt man schafft es den eigenen Lebensstandard auf dem aktuellen Stand zu halten und den Fremdkapitalhebel im gleichen Verhältnis beizubehalten.

Fazit

Wenn du also vor hast Multimillionär zu werden, dann musst du eigentlich „nur“ ein erfolgreiches Unternehmen aufziehen, trotzdem sparsam leben und die Gewinne in dein Unternehmen oder in Immobilien reinvestieren. In der Theorie klingt dies natürlich immer leichter als gesagt und nicht jeder Mensch ist der Unternehmer-Typ. Aber auch als Angestellter kann man Karriere machen und immer mehr Geld investieren. Und wenn man als Investment ebenfalls Immobilien wählt zeigt die vorgenannte Beispielrechnung, dass auch ein Angestelltenjob reichen kann. Ich persönlich denke, dass dieser Lebensstil allerdings immer etwas romantisiert wird. Meist sind die Leben von so erfolgreichen Menschen auch voller Entbehrungen und harter Arbeit. Deswegen ist es auch völlig in Ordnung und wahrscheinlich auch systemrelevant, dass nicht jeder Mensch ein sparsamer Investor wird. Mache womit du dich wohl fühlst. Und, wenn du dich damit wohlfühlst Reichtümern nachzueifern, dann hoffe ich, dass ich dir Anregungen liefern konnte!

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