Die Dividendenstrategie ist unter Aktieninvestoren gerade voll im Trend. Auch ich bin ein großer Verfechter dieser Aktienstrategie. Gerade in der Entsparphase im Alter sehe ich hier große Vorteile. Grund genug die Dividendenstrategie und ihre verschiedenen Auslegungen näher zu beleuchten. Weißt du noch nicht was die Dividendenstrategie ist oder bist dir ihrer Variationen nicht bewusst, dann steigere deine finanzielle Bildung und lies weiter!

Was ist die Dividendenstrategie?

Die Dividendenstrategie ist eine Aktienstrategie. Die Rendite einer Aktie besteht immer aus Kursgewinn und Dividende. Dass einem Investor eine möglichst hohe Rendite interessiert ist klar. Für Dividendeninvestoren ist die Rendite in Form der Dividende oder damit zusammenhängenden Kennzahlen stärker gewichtet als die Gesamtrendite. Sie zielen auf kontinuierliche und steigende Gewinnausschüttungen ab.

Vorteile

Die Dividendenstrategie hat einige Vorteile. Zum einen kann man mit den Ausschüttungen sein Portfolio rebalancen, sofern es durch Kursentwicklungen nicht mehr die Proportionen hat, die man gerne hätte. Zum anderen ist man im Alter nicht gezwungen seine Aktien zu verkaufen, wenn man davon zehren möchte.

Nachteile

Der oben genannte Vorteil bei der Reallokation ist auch ein Nachteil. Als passiver Investor ist man gezwungen zumindest minimal mehr Aufwand zu betreiben als ein thesauriender Fonds. Außerdem kann es natürlich sein, dass Aktien mit höherer Dividende nicht dieselben Unternehmen sind, die sich insgesamt am besten entwickeln (was natürlich auch andersrum der Fall sein kann).

Drei Varianten der Dividendenstrategie

Oben habe ich schon angesprochen, dass es mit der Dividende verbundene Kennzahlen gibt. Dies liegt bereits nahe, dass es nicht nur auf die reine Dividendenrendite ankommt. Bei der Dividendenstrategie gibt es mehrere Dinge auf die man achten kann. So gibt es auch mehr als eine Form der Dividendenstrategie. Natürlich fließen die verschiedenen Formen meist ineinander über und wahrscheinlich verfolgt niemand zu 100% eine der drei allein.

Dividendenwachstum

Eine mögliche Herangehensweise an die Dividendenstrategie ist, dass man besonders auf das Dividendenwachstum achtet. Hier ist noch wichtiger als die absolute Dividendenrendite das Wachstum der Dividende. Hat ein Unternehmen also zum Beispiel seit Jahren eine Dividendenrendite von 1,5% wird sich hierfür niemand interessieren. Stieg die Dividendenrendite allerdings in den letzten Jahren von 0,5% auf 1,5% wäre diese Aktie für einen solchen Investor interessant. Der prozentuale Antieg der Dividende wäre bei sonst gleichen Kurs in diesem Beispiel 300%. Dies suggeriert, dass die Dividende auch in den nächsten Jahren steigt. Und im Vergleich zur Gehaltserhöhung von 3-5% im Job pro Jahr ist das ein ganz guter Schnitt.

Dividendenstrategie
Dividenden nutzen, um passives Einkommen aufzubauen!

Dividendenaristokraten

Hier geht es um Verlässlichkeit. Dividendenaristokraten sind Unternehmen, die über Jahrzehnte hinweg ihre Dividende nie gesenkt haben. Auch wo andere Unternehmen in Krisenzeiten die Dividende streichen mussten, haben die Aristokraten weiter fleißig an deren Aktionäre ausgeschüttet. Die Streichung der Dividende ist für Dividendeninvestoren schlecht, da sie hiervon irgendwann leben wollen. In Krisen kann sie gestrichen werden, weil die Gewinne sinken und auf das Cashpolster zurückgegriffen werden muss. Eine Kennzahl die man hier beachtet ist zum Beispiel die Ausschüttungsquote des Free Cashflows. Dieser ist der Geldfluss, der am Jahresende übrig bleibt, um ihn an die Aktionäre auszuschütten. Ist die Quote eines Unternehmens hier bei über 100% heißt es, dass das Unternehmen auf Geldreserven zurückgreift, um die Dividende zu zahlen. Für Dividendenaristokrateninvestoren ein No Go. Es könnte die nächsten Jahre bei weiter schlechten Zahlen also schon zur Streichung der Dividende kommen.

Hohe Dividendenrendite

Cash is King. Für manche Verfechter der Dividendenstrategie ist die Dividenderendite auch das absolut wichtigste. Diese Investoren setzen schlichtweg darauf eine möglichst hohe „Verzinsung“ für ihr Investment zu erhalten. Kritisiert wird diese Herangehensweise oft, da eine sehr hohe Dividendenrendite zum Beispiel an einem zuvor gefallen Kurs der Aktie liegen kann. Bei der Analyse einer Aktie sollte man unbedingt auch auf die Vitalität des Unternehmens achten. Wenn das Unternehmen Insolvenz anmeldet bringt einem auch die hohe Dividende nichts. Beachtet man diese Risiken jedoch, so kann man hier super passives Einkommen erzeugen.

Fazit

Ich würde also sagen die Dividendenstrategie ist für jeden etwas der Spaß an Aktien hat und gern etwas Zeit darin investiert, auch wenn sich diese im Rahmen hält. Besonders geeignet ist diese Herangehensweise für Menschen, die sich damit ein passives Einkommen aufbauen möchten, um ihre Rente abzusichern oder diese schon vor Renteneintrittalter anzutreten. Trifft vorgenanntes auf dich zu, so kannst du dich gern mehr mit dem Thema beschäftigen. Mit Büchern wie Cool bleiben und Dividenden kassieren: Mit Aktien raus aus der Nullzins-Falle oder Bargeld statt Buchgewinn: Mit Hochdividendenwerten zum passiven Monatseinkommen kannst du dich beispielsweise schon super einlesen.

Wenn du dich erstmal grundsätzlich organisieren und deine Finanzen strukturieren möchtest, nutze meine anderen Beiträge auf diesem Blog.

Ich hoffe ich konnte dir mit diesem Beitrag schon eine erste Idee geben, was es für mögliche Wege gibt in Aktien zu investieren. Es gibt unzählige mehr und auch die Dividendenstrategie habe ich hier nur angerissen. Bei Fragen schreibe gerne in die Kommentare oder eine E-Mail.

Erlange mit deiner finanziellen Bildung finanzielle Freiheit!

In diesem Sinne bis bald!

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