Facebook Aktienanalyse – Ist das soziale Netzwerk die günstigste FAANG-Aktie?

Hallo und herzlich willkommen auf dem Finanzplaneten! Mein Name ist Kai und meine Aktienanalysen mache ich ja nicht nur für euch Leser und Zuschauer, sondern möchte auch selbst möglichst günstige Aktien finden. Deswegen habe ich nun damit begonnen Vorabanalysen zu machen. Dies sind kleine abgespeckte Varianten der Analysen wie ihr sie kennt. Ich berechne lediglich den Fair Value mit dem historischen Wachstum. So kann ich tendenziell günstige Aktien erkennen und sicher überteuerte Kandidaten ausschließen. Für euch hat das den Vorteil, dass so mehr Analysen mit unterbewerteten Titeln erscheinen werden. Ich habe erstmal damit angefangen, die meistgesuchten Titel des Aktienfinders zu checken. Ein vielversprechender Kandidat nach dieser Methode ist Facebook. Also viel Spaß mit der Facebook Aktienanalyse.

Grundlagen

Facebook nutzt ja fast jeder und zumindest jeder weiß was Facebook ist. Was viel weniger Menschen wissen, ist wie Facebook Geld verdient und warum das Unternehmen mittlerweile so eine Macht ist.

Geschäftsmodell

Geld verdient Facebook mit Werbung. Bei Werbung verdient man umso mehr, je mehr Reichweite man hat und desto genauer man seine Zielgruppe eingrenzen kann. Deswegen ist Werbung auf Autos wenig rentabel und im Fernsehen schon besser. Fernsehwerbung kann man schon recht gut personalisieren, obwohl man nicht direkt weiß wer vorm Gerät sitzt. Ist euch nämlich z.B. schon mal aufgefallen, dass in Werbepausen bei Kinderserien Werbung für Spielzeug kommt und vormittags bei RTL viel Reinigungsmittel? Auf Nachrichtensendern kommt dagegen viel Werbung für Kredite oder Geldanlage. Alles auf das vermutete Klientel angepasst. Facebook hat neben der enormen Reichweite über seine diversen Plattformen durch die Nutzerdaten die ganze Geschichte auf eine neue Ebene gehoben. Hier kann man Werbung wirklich personalisieren.

Historische Eckdaten

Die Geschichte von Facebook ist sehr spannend. Wer sie mit guten Schauspielern illustriert haben möchte, dem kann ich den Film „The Social Network“ ans Herz legen. Lasst gern mal einen Daumen nach oben da, wenn ihr den Film schon kennt und gut findet. Für alle anderen fasse ich die Geschehnisse einmal kurz zusammen.

Nach ein paar kleineren vorherigen Projekten entwickelte Mark Zuckerberg in 2004 die Plattform Facebook, wie wir es heute kennen. Zunächst nur an seiner Uni Harvard und danach an weiteren amerikanischen Universitäten erhältlich, breitete es sich nach und nach immer mehr in der Welt aus. 2004 ist ebenfalls das Gründungsdatum der Facebook Inc. Facebook als Plattform wuchs bis 2011 auf über 800 Millionen Nutzer weltweit. 2012 ging das Unternehmen an die Börse und sammelte frisches Kapital. Schon in 2012 wurde dann auch Instagram gekauft und 2014 folgte dann der Kauf von WhatsApp und Oculus VR. Der nächstgrößere Kauf waren dann letztes Jahr 9,99% der Aktien von Jio Platforms, einem indischen Pendants zu den US-amerikanischen Tech-Riesen.

Produktanalyse

Jetzt wollen wir mal als erstes schauen, wie sich die Umsätze von Facebook aufteilen.

Geschäftsgebiete

Facebook macht eigentlich seinen kompletten Umsatz mit irgendeiner Art von Werbung. 98% der Umsätze kommen hieraus. Um hier vielleicht doch noch etwas Mehrwert zu bieten, möchte ich die Plattformen mal ins Verhältnis zueinander stellen. Facebook hat weltweit ca. 1,9 Milliarden Nutzer, Instagram 600 Millionen und über WhatsApp schreiben sogar 2 Milliarden Menschen miteinander. Die Schnittmenge ist zwar groß, trotzdem interessant, dass über die größte Plattform WhatsApp ja noch gar keine Werbung geschalten ist. Geplant ist sie aber.

Facebook Aktienanalyse

Absatzmärkte

Facebook ist auf der ganzen Welt beheimatet. 42% der Werbeeinnahmen werden in den USA generiert, 24% in Europa, 23% im Asien-Pazifik-Raum und 11% auf der restlichen Welt.

Facebook Aktie

Auswertung

Facebook bekommt hier trotz mehrere Plattformen einen Punkt Abzug für die fehlende Diversifikation bzgl. der Sparten. Der ganze Erfolg kommt aus Werbung. Hier sollte man sich vielleicht noch ein weiteres Standbein aufbauen, denn beim Fernsehen sieht man, auch Unternehmen, die mehrere Sender betreiben, sind vom Abschwung des Fernsehens bedroht.

Branchenanalyse

Nun wollen wir uns zunächst mal einen Überblick über die verschiedenen Social Media Plattformen und Messenger-Dienste schaffen, bevor wir auf das Angebot von Facebook im Speziellen eingehen.

Attraktivität der Branche

Die Anzahl der monatlich aktiven Nutzer von Social Media insgesamt steigt aktuell unaufhörlich. Im Vergleich zu 2015 haben sich die Nutzerzahlen von 2,1 Mrd. monatlichen Nutzern auf 4,2 Mrd. verdoppelt. Auch Messenger-Apps sind im Kommen. So sollen hier bis 2022 drei Milliarden Nutzer kommunizieren.

Wettbewerber

Social Networks gibt es wie Sand am Meer. Neben den hierzulande gängigen Plattformen wie Facebook, YouTube, Instagram, WhatsApp, Snapchat und Co. kommt immer mehr Konkurrenz aus Fernost. Insbesondere TikTok ist bei uns gerade so richtig auf dem Vormarsch. Viele ausländische Pendants sind aber einfach chinesische Abklatsche der anderen Plattformen, die ihren Sitz in China haben. Auf diese Weise hat die chinesische Diktatur mehr Kontrolle über die Plattformen und deren Inhalte. Die größten Plattformen könnt ihr dieser Grafik entnehmen:

Größten Social Media Plattformen
Quelle: Statista

Kunden

Die Kunden sind gewerblich. Kunden sind nämlich die Unternehmen, die auf Facebook Werbung schalten. An dieser Stelle geht es ja immer darum, dass bei gewerblichen Kunden die Preisverhandlungen schwieriger sind als bei privaten Kunden. Facebook hat da aber eine Sonderrolle. Ich habe selbst schon mal Werbung geschalten und durch den Prozess bekommt man bei Facebook eigentlich alles vorgegeben, ohne Chance auf Verhandlungen. Das ist wahrscheinlich nur bei den wirklichen Großkunden der Fall. Ich denke bei anderen Riesen der Branche sieht es ähnlich aus.

Zulieferer

Von Lieferanten ist man relativ unabhängig. Wie alle Dienstleistungsunternehmen, bekommt man kaum Dinge geliefert. Dieser Punkt beschränkt sich auf die IT-Infrastruktur.

Ersatzprodukte

In der aktuellen Zeit ist Social Media mit seiner personalisierten Werbung das Nonplusultra. Nirgends sonst kann man so effizient Werbung schalten. Egal, ob man alternativ das Fernsehen, Plakate oder Zeitschriften nutzt. Man kann zwar überall die Zielgruppe recht gut eingrenzen, allerdings hat man immer eine gewisse Anzahl an Menschen, die nicht dazu gehören. Hier geht dann wertvolles Werbebudget verloren.

Markteintrittsbarrieren

Um eine große erfolgreiche Social Media Plattform zu werden, sind die Hürden sehr groß. Sie sind nicht technischer Natur. Das Problem ist, dass man eine gewisse Größe braucht, um für die Menschen attraktiv zu werden. Man muss hier seine Freunde und Lieblings-Stars treffen. Die kommen allerdings nicht, wenn man keine Reichweite hat. Ein Teufelskreis, der erstmal mit viel Marketing und Vorleistung durchbrochen werden muss.

Auswertung

Für die Branchenanalyse gibt es insgesamt 5 von 6 möglichen Punkten. Hier stechen lediglich die vielen Wettbewerber ins Auge. Dagegen muss man sich behaupten. Ansonsten sind alle Punkte zufriedenstellend.

Marktstellung

Ab jetzt geht es nicht mehr um die gesamte Branche, sondern, um die Marktstellung insgesamt. Wie schlägt sich Facebook denn jetzt?

Produktentwicklung

An den bestehenden Plattformen Facebook, Instagram und WhatsApp wird regelmäßig gearbeitet und Neuerungen kommen am laufenden Band. Auch, wenn seit den Käufen von Instagram und WhatsApp keine so großen Plattformen mehr hinzukamen, sieht man doch, dass in letzter Zeit auch wieder strategisch eingekauft wird. Ich denke Facebook versucht aktuell mehr mit seiner Reichweite anzustellen als Werbung zu schalten. Zu meinen Gedanken zu den Möglichkeiten kommen wir gleich.

Möglichkeit einzukaufen

Da nicht viel benötigt wird außer IT-Infrastruktur, kann man diesen Punkt positiv sehen. Es gibt bspw. viele Hersteller von Servern und Laptops. Da kann man im Zweifel die gesamten Produkte auch umstellen und den Lieferanten wechseln.

Einflüsse auf das Geschäft

Für Facebook insbesondere sehr schwerwiegend ist der Datenschutz. Vor allem, wenn man hier mit chinesischen Wettbewerbern vergleicht, so ist dieser Punkt ein deutlicher Nachteil für Facebook. Hierzulande wird man haftbar gemacht für Dinge, die Nutzer online posten. So geschah es während der vorletzten US-Wahl als hier gezielt Fake News verbreitet wurden. Fake News sind auch weiterhin ein Thema. Die Konkurrenz aus China hat dieses Problem nicht, zumindest solange man die Fake News der offiziellen Propaganda verbreitet.

Ein anderes aktuelles Thema ist die Vergütung von Content Creatorn, die ihre Inhalte auf Facebook stellen bzw. deren Inhalte auf Facebook geteilt werden. Hier wird denke ich künftig auch kein Weg daran vorbeigehen die Verfasser irgendwie zu vergüten. Ähnliches Modell hat ja YouTube. Ein solches System würde denke ich aber nicht nur Nachteile bringen.

Die Gesamtentwicklung der Gesellschaft geht aber immer mehr in den Onlinebereich und Richtung Digitalisierung. Das spielt Facebook natürlich in die Karten. Hinzu kommt der immer größere weltweite Zugang zum Internet und das Bevölkerungswachstum insgesamt.

Marketing

Facebook muss kein Marketing machen, Facebook ist Marketing. Das Geschäftsmodell ist ja quasi Marketing für andere Firmen. Facebook ist mit seinen Plattformen und der damit verbundenen Reichweite so sehr in der Mitte der Gesellschaft angekommen, wie wohl kaum ein anderes Unternehmen. Vergleichbar wären Amazon oder Google. Alles Dinge an denen kein Weg vorbeigeht.

Wachstumsmöglichkeiten

Die Nutzerzahl von Social Media und Messenger Apps steigt aktuell immer noch. Auch, wenn schon jeder zweite Mensch auf dem Planeten damit versorgt ist. Ich denke der Wert ist allerdings rein statistisch, da die Schnittmenge der Nutzer recht groß ist. Für uns aber gut, denn sonst wäre bei 7 Mrd. Nutzern ja Schluss.

Speziell für Facebook sehe ich hier zwei große Wachstumschancen. Zum einen ist WhatsApp aktuell noch nicht monetarisiert. Das wird sich aber bald ändern und man hat somit quasi fast doppelt so viel Nutzer, denen man Werbung anzeigt. Zudem ist die Zielgruppe wahrscheinlich nochmal ganz anders, wenn man an die ältere Bevölkerung denkt. Auf der anderen Seite erlebt die Branche regelmäßig neue Shootingstars, sodass man ebenso regelmäßig potenzielle Übernahmekandidaten vorgesetzt bekommt. Genau so war es bei Instagram und WhatsApp ja auch.

Bei weiteren Übernahmen wird aber bestimmt nicht nur auf mehr Reichweite geschielt. Davon hat man ja bereits sehr viel und die Schnittmenge bei neuen Akquisitionen wäre groß. Ich denke es wird auch viel darum gehen seine Reichweite zu nutzen. Hier denke ich z.B. an die eigene Kryptowährung Libra oder jetzt Diem. Hier könnten Nutzer dann wie beim chinesischen Konkurrenten WeChat in den Apps mit dieser Währung Waren kaufen und überweisen. Auch ein eigenes Produktportfolio könnte mit der eigenen Reichweite gut vermarktet werden. Ähnlich macht es ja beispielsweise Google mit seinen Smartphones und Smart Watches.

Unternehmensführung

CEO ist nach wie vor der bekannte Mark Zuckerberg. Mit seinen nur 35 Jahren leitet er seit Gründung das Unternehmen. Gründer haben die Vorteile das Geschäftsmodell komplett zu verstehen und auch ohne viel eigenen Anteil am Unternehmen, einen hohen ideellen Wert zu sehen. Nichtsdestotrotz sind die Anteile von Zuckerberg an Facebook fast 100 Mrd. Dollar wert, was ihn zum aktuell fünftreichsten Menschen der Welt macht. Sein Studium in Harvard hat er aufgrund des Erfolgs von Facebook abgebrochen, erhielt 2017 aber die Ehrendoktorwürde. Vorerfahrung vor seinem Studium kann ich nicht ausmachen, sodass er insgesamt bis auf Facebook eigentlich keinen prächtigen Lebenslauf hat. Ich denke aber das der Erfolg ihm Recht gibt. Er ist ein visionärer Programmierer und für Finanzthemen hat er bereits seit 2014 seinen CFO David Wehner, der wiederum ausreichend Berufserfahrung vorweist.

CEO Markt Zuckerberg

Gesetzliche Rahmenbedingungen

Das Thema Datenschutz ist mit das am strengsten regulierte Thema, das es aktuell gibt. Hier muss Facebook allerhand neue Richtlinien und Gesetze beachten. Vor allem der schnelle Wandel der Gesetze und die regelmäßige Implementierung bindet Ressourcen. Ein weiteres aktuelles Thema ist geistiges Eigentum. Auch hier muss das Unternehmen Sorge dafür tragen, dass es nicht missbraucht wird. Insgesamt muss man als Social Media Plattform hier schon auf einiges achten.

Auswertung

Facebook unterliegt relativ vielen externen Einflüssen und ist in ein enges rechtliches Paket geschnurrt. Dafür ziehen wir in der Marktstellungsanalyse zwei Punkte ab. Insgesamt kommen wir so auf 5 von 7 möglichen Punkten.

Support

Auch jetzt mit meinen Vorabanalysen steckt in meinen Aktienanalysen weiterhin viel Arbeit. Wenn euch meine Analysen gefallen und ihr mich gern etwas unterstützen möchtet, könnt ihr das sehr gern und ganz leichttun. Die einfachste Möglichkeit ist meine Analysen zu kommentieren, zu liken und zu teilen. So gewinne ich an Reichweite. Damit helft ihr mir schon enorm ohne, dass ihr Kosten habt. Eine weitere kostenlose Möglichkeit ist es Anschaffungen über meinen Amazon Affiliate Link zu kaufen, die ihr ohnehin kaufen wolltet. So erhalte ich von Amazon eine kleine Provision für die Weiterleitung ohne Extrakosten für euch. Wenn ihr aber Kosten nicht scheut, dann könnt ihr mir gern über Paypal eine kleine Aufmerksamkeit zukommen lassen. Auch über kleine Beträge freue ich mich sehr, da es hier auch viel um die Anerkennung an sich geht. Zusätzlich habe ich einige günstige Shirts für Investoren entworfen, die ihr ebenfalls kaufen könnt. Alle angesprochenen Links findet ihr auf der Empfehlungsseite. Vielen Dank vorab aber jetzt auch genug mit der Eigenwerbung und zurück zur Facebook Aktienanalyse!

Unternehmensbewertung

Die Unternehmensbewertung bis hin zum Fair Value ist das, was ich im Rahmen meiner Vorabanalyse durchgeführt habe, um eine erste Einschätzung über das Unternehmen zu gewinnen. Daraufhin habe ich mich dann entschieden diese Analyse durchzuführen. Wie ihr an den nachfolgenden 5-Jahres-Werten seht, hat sich das Unternehmen zuletzt nämlich prächtig entwickelt. Für den fairen Wert muss ich dann gleich nur noch eventuell das Wachstum anpassen, da ich in der Vorabanalyse erstmal die historischen Durchschnitte angesetzt habe. Jetzt aber erstmal die Kennzahlen über letzten 5 Jahre.

Finanzkennzahlen 5-Jahres-Durchschnitt

  • Operative Nettobetriebsvermögen +24,7%
  • Umsatz +37,4%
  • Operativer Gewinn +42,5%
  • Operative Marge 42,3%
  • Free Cash Flow +35,8%
  • Operativer FCF +37,9%
  • Eigenkapitalquote 85,2%
  • Fremdkapitalkosten konstant
  • Keine Dividende
  • Übergewinn +42,6%
Finanzen von Facebook

Erläuterung der Zahlen

Das erste Jahr im betrachteten Zeitraum war 2015. Demzufolge sind Einmalsteigerungen in den Werten durch die großen Akquisitionen von Instagram und WhatsApp nicht mal mehr mit enthalten. Trotzdem ist das Wachstum von Facebook einfach riesig und sucht seines gleichen. Das alles schafft man bei gleichbleibend hoher Eigenkapitalquote und überdurchschnittlicher Marge. Bezüglich des künftigen Wachstums sehe ich hier auch keine Einschränkung. Bedenkt man, dass aktuell noch gar so nicht so viel zugekauft wurde, neue Ertragsmöglichkeiten wie eigene Produkte oder Währungen noch gar nicht ausgereift sind und, dass die Monetarisierung von WhatsApp gerade erst ausgerollt wird, sehe ich hier gleichbleibend hohes Potenzial. Selbstverständlich gibt es hier 2 von 2 Punkten in der Aktienanalyse.

Fair Value

Aufgrund des meiner Meinung nach immer noch großen Wachstumspotenzials setze ich den historischen Wert auch für die Zukunft an. In diesem Fall sind das 37,4% jährlich. Diesen Wert spiele ich nun zusammen mit den Finanzen, Eigenkapitalkosten von 10% sowie Fremdkapitalkosten von 1,5% in meinen Discounted Cash Flow- und mein Übergewinn-Modell ein. Das Ergebnis hieraus glätte ich außerdem mit dem durchschnittlichen Kursziel der Analysten. Bei Facebook komme ich somit auf einen Fair Value von 530,72$ oder 440,50€.

Chancen und Risiken

Die Chancen von Facebook sind offensichtlich. Man ist Marktführer in einem noch relativ neuen und sehr ertragsreichen Markt. Es ist als wäre man bei Erfindung des Fernsehens ein einzelner Sender auf der ganzen Welt mit der überall höchsten Einschaltquote. Zusätzlich sind die Möglichkeiten der vorhandenen Plattformen noch gar nicht ausgeschöpft und man kann mit der aktuellen Ertragskraft noch sehr gut weitere Unternehmen akquirieren.

Auf der Risikoseite stehen insbesondere strenger werdende Gesetze bzgl. Datenschutz und Urheberrecht. Diese können die Ertragskraft mindern. Daneben gibt es viel Konkurrenz auf dem Markt und man sollte schon aufpassen, dass sie nicht zu groß wird.

Investmententscheidung

Aufgrund der bisher abgezogenen Punkte ergibt sich ein Sicherheitsabschlag auf den Fair Value von 20%. Ziehen wir diese 20% für vom fairen Wert ab, so landen wir bei einem Kauflimit von 352€. Bezüglich der Verkaufsschwelle ziehen wir die 20% von einer maximalen Verkaufsschwelle von 150% des fairen Wertes ab. Somit kommen wir auf eine absolute Verkaufsschwelle von 573€.

Bei einem aktuellen Kurs von 212€ ist Facebook für mich also ein ganz deutlicher Kauf. Mit einem Abstand von rund 40% zum Kauflimit bietet das Unternehmen außerdem großes Renditepotenzial.

Fazit

Facebook ist meiner Meinung nach stark unterbewertet. Aktuell kann man davon ausgehen, dass das Unternehmen weiterhin so wächst, wie es das in der Vergangenheit getan hat. Ich bin mir ziemlich sicher, dass, wenn ich schon Möglichkeiten für weiteres Wachstum sehe, das Management rund um den visionären Mark Zuckerberg noch ganz andere Ideen hat. Am besten sieht man das ja auch an den Bestrebungen eine Kryptowährung einzuführen. Facebook stach aus meinen Vorabanalysen deutlich heraus und ich bin froh, dass ich bei der Fundamentalanalyse dann auch keine abschreckenden Dinge aufgedeckt habe und das Wachstum bestätigen konnte.

Wie hat euch denn die Analyse gefallen und wie findet ihr die Herangehensweise mit der Vorabanalyse? Ich denke so werde ich künftig weitaus mehr Titel in der Analyse haben, die auch wirklich für ein Investment in Betracht kommen. Und was sagt ihr zu Facebook? Seht ihr das Unternehmen ebenfalls so stark oder wie erklärt ihr euch die Unterbewertung? Lasst es mich gern in den Kommentaren wissen. Weitere Aktienanalysen zu anderen Tech-Aktien findet ihr hier. Ansonsten bedanke ich mich wie immer fürs Reinschauen und sage bis bald!

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