Fondsarten – Die 7 bekanntesten Vertreter

Wie viele Fondsarten kennst du? Und vor allem, wie genau weißt du was sicht hinter den Begriffen versteckt? Momentan sind ETFs natürlich in aller Munde und extrem im Trend. ETFs bzw. Indexfonds sind allerdings nur eine Art von Fonds. Diese und 6 weitere Varianten werde ich dir in diesem Blogpost näher erläutern. Wenn du etwas zu Fonds dazulernen möchtest, dann lies gern diesen Artikel. Viel Spaß!

Was ist ein Fonds?

Ein Fonds ist grob gesagt ein Kochtopf. Der Herausgeber des Fonds ist sozusagen der Koch. Er sammelt Geld, um damit Zutaten für eine Fondssuppe zu kaufen. Diese Zutaten sind Vermögenswerte. Bist du einer seiner Geldgeber und finanzierst eine Zutat, so gehört dir jedoch nicht mehr die Zutat, sondern ein Teller der Fondssuppe. Dies hat zur Folge, dass dir im Umkehrschluss von allen Vermögenswerten im Fonds ein kleiner Teil gehört und du viel besser diversifizieren kannst, als du nur mit deinem eigenen Budgets sein könntest.

Grundsätzlich gibt es mehrere Arten Fondsarten zu klassifizieren. Meiner Meinung nach macht eine Kategorie besonders Sinn, denn am meisten unterscheiden sich Fonds nach deren Inhalt. Ich gebe als erstes einen Überblick über die möglichen Vermögenswerte in die ein Fonds investieren kann und zeige anschließend noch zwei Sonderformen.

Fondsarten sortiert nach Inhalt

Als erstes gehe ich folgenden auf den Inhalt der verschiedenen Fonds ein. Grundsätzlich gibt es hier endlos viele Mischvarianten der folgende Fonds. Ich konzentriere mich aber auf die Reinformen der nachfolgenden Fonds.

Aktienfonds

Wie der Name schon sagt investiert diese Fonds grundsätzlich in Aktien. Er kann in Aktien aus verschiedenen Ländern, Branchen und in verschiedenen Währungen investieren. Lediglich das gekaufte Assets bleibt immer eine Aktie. Durch die breite Streuung kann der Aktienfonds sein Risiko sehr gut wegdiversifizieren.

Rentenfonds

Der Rentenfonds kauft keine Aktien. Hier wird ein Bündel voll von Anleihen geschnürt. Anleihen sind anders als Aktien keine Sachwerte, sondern Finanzwerte, da du über sie nicht in Unternehmen investierst, sondern Kredite an Unternehmen vergibst. Deswegen ist es hier auch besonders wichtig, dass der Fonds in verschiedene Währungen investiert, um eine Währungsrisiko zu minimieren. Die restlichen Risiken können genau wie beim Aktienfonds sehr gut geografisch und branchentechnisch diversifiziert werden.

Geldmarktfonds

Wenn du neben Rentenpapieren und Aktien auch Vermögenswerte mit niedrigerer Volatilität in dein Portfolio streuen möchtest, dann sind Geldmarktfonds eine gute Beimischung für dich. Geldmarktkonto ist ein anderes Wort für das Tagesgeldkonto. So verhält es sich auch bei diesem Fonds. Er investiert in verschiedene Sichteinlagen und Festgeldkonten mit kurzer Laufzeit. So ist der Fonds schnell liquidierbar und relativ schwankungsfrei. Du bekommst aber im Vergleich zum Sparbuch noch etwas Rendite, wobei du auf der Suche nach Rendite diesen Fonds eher überspringen solltest.

Fondsarten
Geldmarktfonds können eine Alternative für einen Teil deines Notgroschen sein!

Offene Immobilienfonds

Offene Immobilienfonds sind Fonds, welche den Geldtopf in Immobilien investieren. Hältst du Anteile an diesem Fonds gehört dir ein Teil der Immobilien und du hast Anspruch auf einen Teil der Rendite. Wichtig ist hier zu erwähnen, dass sich diese Fonds absolut von geschlossenen Immobilienfonds unterscheiden. Letztere haben in der Finanzkrise versagt, wurden geschlossen und die Leute kamen nicht an ihr Geld. Deswegen werfen sie auf ihren Bruder dem offenen Immobilienfonds noch immer ein schlechtes Licht. Der Unterschied ist, dass bei den geschlossenen Fonds nur eine bestimmte Immobilie oder ähnliches Großprojekt finanziert wurde. Dies macht die Fonds sehr illiquide. In der Finanzkrise, wollten alle ihre Anteile verkaufen, was zur Folge hatte, dass die Fonds geschlossen und abgewickelt wurden und während dieser Dauer niemand an sein Geld konnte. Die Anteile an offenen Immobilienfonds sind allerdings frei handelbar.

Sonderformen

Anders als die Reinformen, die wir nun kennengelernt haben, gibt es sowohl bei Vermögenswerten im Fonds, als auch bei seinem Aufbau und seiner Struktur Sonderformen.

Mischfonds

Mischfonds ist eine Sonderform unter den Fondsarten nach Inhalt. Dieser Form hat seinen Namen aufgrunddessen, dass er viele der oben genannten Assets in sich vereint. Vorteil hieran ist sicher die noch höhere Diversifikation. Nachteile sind die möglicher Weise höhere Intransparenz und höhere Kosten durch mehrere Transaktionen.

Nachdem wir nun gesehen habe, was ein Fonds für verschiedene Inhalte haben kann, schauen wir uns nun an, wie er strukturiert sein kann. Auch nach diesem Kriterium gibt es mehrere Fondsarten.

Dachfonds

Dachfonds investieren nicht in Assets, sondern investieren wiederum in andere Fonds. Die Vorteile und Nachteile sind die gleichen wie bei Mischfonds. Du erreichst über einen Dachfonds natürlich eine ernorme Streuung deines Risikos, allerdings trägst du auch die Kosten von allen Fonds, die der Dachfonds unter sich vereint.

Indexfonds (ETFs)

Und jetzt der aktuelle Publikumsliebling. Zugegeben, auch mein Liebling. Der ETF oder Indexfonds kann in alle Dinge investieren, die oben auch aufgezählt waren. Im anfänglichen Erklärbeispiel ausgedrückt gibt es hier allerdings keinen Koch, der den Fonds zusammenstellt. Indexfonds haben ihren Namen, da sie ohne wenn und aber den ihnen zugrundeliegenden Fonds möglichst getreu nachstellen. Der Vorteil ist du hast deutlich weniger Kosten durch die Kaufautomatismen, als bei einem Fondsmanager, der sein Gehalt bekommen möchte. Ist der Nachteil dann weniger Rendite? Nein! Das tolle ist, dass empirisch bewiesen ist, dass 95% der gemanagten Fonds nach Kosten schlechter performen als vergleichbare ETFs.

Trotzdem möchte ich sagen, dass auch ich mich trotzdem für Einzelaktien und Aktienanalyse interessiere. Es ist einfach interessant Unternehmen zu verstehen und wirtschaftliche Abläufe hautnah über die Geschäftsberichte mitzuerleben. Von der Renditesicht her ist es aber schlichtweg nicht nötig bzw. sogar meistens die schlechtere Herangehensweise.

Also so viel zu den Fonds. Ich hoffe ich konnte dir einen kleinen Überblick über die verschiedenen Fondsarten geben. Gerade aktuell hört man meist nur von ETFs und sonst nichts, dabei gibt es viele mehr.

Gib Vollgas und erlange finanzielle Freiheit durch finanzielle Bildung!

In diesem Sinne, bis bald!

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