McDonald’s Aktienanalyse – Profitabler Wandel beim Dividendenaristokraten

Hallo und herzlich willkommen auf dem Finanzplaneten! Mein Name ist Kai und heute kümmere ich mich um einen waschechten Klassiker unter den Dividenden Aristokraten. Ähnlich wie Coca-Cola eine sehr starke Marke und Coca-Cola spielt dort ebenfalls eine Rolle. Die Rede ist von McDonald’s. Jeder kennt das Restaurant zur goldenen Möwe. Hier und heute soll es aber nicht darum gehen, ob einem die Burger schmecken, sondern, ob der Preis der Aktie gerechtfertigt ist. Aktuell ist das Unternehmen etwas im Umbruch. Ist das Unternehmen nun gut aufgestellt? Wie profitabel arbeitet das Unternehmen und wie wird sich das in Zukunft vielleicht verändern? Diese und weitere Fragen kläre ich in dieser Analyse. Viel Spaß mit der McDonald’s Aktienanalyse!

Grundlagen

Auch, wenn es bei McDonald’s klar sein sollte, möchte ich vorab nochmal das Geschäftsmodell und die Historie erläutern.

Geschäftsmodell

McDonald’s sind selbstverständlich die Restaurants, die man auch hier zulande überall sieht. Es ist allerdings so, dass es sich bei McDonald’s um einen Franchisegeber handelt. Das heißt, dass McDonald’s seine Restaurants zum größten Teil nicht selber verwaltet. Sie vergeben die Lizenz und bieten im Zuge dessen gemeinschaftliche Benefits für den Franchisenehmer an, welcher das operative Geschäft im Restaurant verwaltet.

Historische Eckdaten

Vorab, wer sehr anschaulich und spannend aufbereitet die Geschichte des Unternehmens kennenlernen möchte, dem empfehle ich den Film The Founder* mit Michael Keaton in der Hauptrolle. Hier wird die Gründung, die Entwicklung des Konzepts und die feindliche Übernahme durch Geschäftspartner Ray Kroc in einem tollen Film sehr anschaulich dargestellt. Nebenbei lernt man einiges über Durchhaltevermögen und Problemlösung.

Für alle, die das nicht interessiert, hier der Schnelldurchlauf. Gegründet wurde das Unternehmen 1940 von den McDonald’s Brüdern. Nach anfänglich anderen Geschäftsmodellen kam es dann dazu, dass sie das Konzept des Fast Foods erfunden haben. Damals war das ganz neu, eigentlich gab es nämlich nur Restaurants, bei denen man entsprechend Zeit mitbringen musste. 1955 ging es dann los, dass sich McDonald’s zu dem wandelte, was wir heute kennen. Hier stieg nämlich Ray Kroc ein. Er sah das Fast Food System der beiden Brüder und machte daraus ein Franchise System und verdrängte wiederum die McDonald’s Brüder aus dem Geschäft. 1965 war dann der Börsengang des Unternehmens. Heute hat McDonald’s einige Produkte mehr und ist in sehr vielen Ländern auf der Welt vertreten.

Produktanalyse

Die Produktanalyse der McDonald’s Aktienanalyse ist relativ simpel. Dennoch steckt hier einiges an Erklärungsbedarf in den Zahlen, denn die Verteilung nach Umsatz erzeugt ein verzerrtes Bild der Realität.

Geschäftsgebiete

McDonald’s teilt seine Geschäftssegmente nach Franchise Restaurants und Restaurants im Eigenbetrieb auf. Mit 55% des Umsatzes aus Franchise Filialen und 45% aus Filialen, die selbst bewirtschaftet werden, wird der Umsatz also ungefähr Fifty-Fifty generiert. Der Knackpunkt ist jedoch, dass nicht etwa die Hälfte der Filialen selbst und fremd gemanagt ist. Lediglich 7% der Filialen sind wirklich selbst gemanagt. Der trotzdem hohe Anteil am Umsatz rührt daher, dass selbst gemanagte Filialen über die ganzen Burger und Co. natürlich viel mehr Umsatz einspielen als die Franchisegebühren und Mieten aus fremd gemanagten Filialen. Man sieht außerdem den Trend zum Franchise. Dies ist absichtlich, da dieser Bereich wesentlich profitabler ist und eine höhere Marge bietet. Ähnliche Überlegungen hat ja zum Beispiel ebenfalls Coca-Cola.

McDonald's Aktien Analyse
Alles hängt von McDonald’s Filialen ab

Absatzmärkte

Da McDonald’s in so vielen Ländern aktiv ist, macht es in den Umsätzen nur eine Unterscheidung nach den USA und der restlichen Welt. Während man im Heimatmarkt USA 37% des Umsatzes macht, wird der restliche Umsatz, also 63% auf der ganzen Welt erzeugt.

McDonald's Aktienanalyse
Weltweite Diversifikation

Auswertung

Natürlich hat McDonald’s innerhalb seiner Filialen viele Produkte im Angebot. Mir geht es aber um die generelle Diversifikation des Unternehmens nach den Umsätzen. Und hier fällt auf es hängt doch alles mit den McDonald’s Filialen zusammen. McDonald’s ist keine Holding vieler verschiedener Ketten und hat auch sonst keine Geschäftsfelder. Man hat quasi nur die eigenen Filialen, die Franchisegebühren und die Miete aus den Filialen. Das heißt der Erfolg hängt zu 100% von McDonald’s Filialen ab. Auf der anderen Seite sind Länderrisiken jedoch so gar kein Schreckgespenst mehr. Mit über 120 Ländern ist McDonald’s geografisch top diversifiziert. Aus diesen Gründen gibt es von mir allerdings nur einen von zwei möglichen Punkten in der Produktanalyse der McDonald’s Aktienanalyse.

Branchenanalyse

Was würde man denn insgesamt vermuten wie sich der Verkauf von Fast Food auf der Welt entwickelt? Bei uns denkt man, doch sicher, dass alle im Gesundheitswahn kaum noch zu McDonald’s und Co. gehen, oder? Schauen wir uns die Branche mal im Details an.

Attraktivität der Branche

Die Branche wächst voraussichtlich jährlich mit 5%. Für so eine relativ etablierte Branche ist das ganz ordentlich. Vom Gesundheitstrend der westlichen Welt ist hier also nicht zu verspüren. Sicherlich liegt der Umsatzwachstum aber auch mit an den Emerging Markets, die auch in anderen ungesünderen Bereichen wie Tabak, Alkohol und Soft Drinks etwas den Industrieländern hinterherhinken.

Wettbewerber

Unter den Fast Food Riesen gibt es einiges an Konkurrenz. Jeder kennt ja aus eigener Erfahrung die verschiedenen Ketten wie Burger King, KFC, Subway und natürlich auch McDonald’s.

Kunden

Die Kunden sind komplett privat, was sehr begrüßenswert ist. So kann man Preise viel freier festsetzen als mit gewerblichen Kunden.

Zulieferer

Die Zulieferer der Restaurants sind regional bedingt. Sie liefern die Lebensmittel an die jeweiligen Restaurants. Allerdings muss man hier auf die Franchisestruktur achten. McDonald’s selbst kauft die Lebensmittel ja nicht ein, sondern die Franchisenehmer. Richtig ist aber natürlich, dass der Erfolg von Franchiseketten, von dem der Franchisenehmer abhängt und deswegen auch dessen Zulieferer wichtig sind.

Ersatzprodukte

Alternativ zu Fast Food, kann man entweder ins richtige Restaurants gehen oder privat selbst kochen. Besonders letzteres ist ja aktuell im Trend, allerdings muss man für beide Alternativen deutlich mehr Zeit mitbringen und vor allem für Geschäftsreisende fallen eigentlich beide Alternativen weg. Das ist wohl mit ein Grund warum man an Bahnhöfen so häufig Filialen der Fast-Food-Ketten sieht.

Markteintrittsbarrieren

Hier muss man darauf achten, nicht zu bewerten wie schwierig es ist als Franchisenehmer eine Filiale zu eröffnen, sondern wie schwer es ist als Franchisegeber eine international erfolgreiche Kette aufzubauen. Regional kann man vielleicht noch eigene Konzepte entwickeln und durchsetzen. International Konkurrenz zu schaffen, sollte aber vor allem aufgrund der Bekanntheit der aktuellen Marken extrem kapitalintensiv sein.

Auswertung

Lediglich die Anzahl an Wettbewerbern ist mir hier zu groß. Deswegen gibt es 5 von 6 Punkten für die Fast Food Branche. Ich hätte nichts gedacht, dass die Branche für die etablierten Unternehmen so attraktiv ist. Gut, dass ich mir die Branchen immer im Details anschaue und mich nicht auf mein subjektives Bauchgefühl verlasse.

Marktstellung

Nachdem wir jetzt wissen wie attraktiv die Fast Food Branche insgesamt ist, wollen wir mal schauen wie sich McDonald’s in dieser Branche positioniert hat.

Produktentwicklung

Die Produktentwicklung bei McDonald’s sieht echt gut aus. Je nach Land hat das Unternehmen eine spezifische Produktpalette. So gibt es in Indien kein Rindfleisch, da die Kuh dort heilig ist. Auch in Asien gibt es Unterschiede zu Deutschland. So kann man hier auch Reisgerichte kaufen. Aber auch in Deutschland wird der gesundheitlichen Aspekt immer mehr angesprochen. So gibt es hier den vermeidlich gesünderen Veggieburger und Apfelschnitten statt Pommes im Happy Meal.

Möglichkeit einzukaufen

Auf der einen Seite hat man als Großunternehmen gute Möglichkeiten regional einzukaufen und im Großeinkauf für alle Restaurants auch noch die eigenen Preise durchzusetzen. Auf der anderen Seite ist es wichtig wie McDonald’s neue Immobilien für seine Restaurants findet. Auch hier hat McDonald’s ein geschicktes System entwickelt. Zum einen suchen sie natürlich selbst nach lukrativen Standorten, auf der anderen Seite kann man aber auch als Franchisenehmer Standorte vorschlagen. So haben sie viele kostenlose Mitarbeiter, die für McDonald’s den Markt auskundschaften. Im Zweifel tragen die Franchisenehmer auch noch selbst das Risiko, da McDonald’s im Rahmen einer Entwicklungslizenz die Immobilie erst kauft, wenn sie sich bewährt hat.

Einflüsse auf das Geschäft

Auch, wenn es die Schwellenländer nicht so trifft, dann ist doch der Gesundheitstrend maßgeblich für die künftige Ausrichtung des Unternehmens. Aktuell lebt dieser Trend hauptsächlich in den Industrieländern auf, nach und nach werden die Schwellenländer aber auch nachziehen.

Aktuell zeigt sich auch was Corona für ein großes Problem für das Unternehmen ist. Man ist natürlich auf Essen zum Mitnehmen spezialisiert und kann sicherlich auch Lieferdienste auf die Beine stellen, allerdings ist es doch sehr umständlich und zumindest ein gewisser Teil des Umsatzes geht hier verloren. Wie viel Umsatz hier wirklich verloren geht ist schwer zu sagen, da der Umsatz von McDonald’s aktuell aufgrund der Umstrukturierung sowieso im Wandel ist.

Marketing

McDonald’s hat wahrscheinlich mit den größten Wiedererkennungswert auf der ganzen Welt. Die goldenen Bögen kennt man überall auf der Welt. Besondere Werbemaßnahmen sind tatsächlich nur nötig, wenn neue Produkte eingeführt werden. Ansonsten spricht die Marke für sich.

Wachstumsmöglichkeiten

Dafür, dass die Branche so alteingesessen ist, sind die 5% Branchenwachstum echt ganz ordentlich. Darüber hinaus sieht man in den Jahresberichten von McDonald’s, dass jedes Jahr Unmengen an neuen Restaurants eröffnet werden. Besonders die Schwellenländer dürften hier noch relativ ungesättigt sein und aufgrund des nicht so strengen Gesundheitswahns auch eher in die Fast Food Filiale gehen. Wie sehr das Unternehmen wachsen kann, nachdem es sich nun nur noch auf Franchise konzentriert, bleibt abzuwarten.

Unternehmensführung

Relativ frisch im Amt ist der CEO von McDonald’s. Nachdem Christopher Kempczinski 2019 ins Amt kam musste er nun also direkt seine erste Feuertaufe bestehen. Bisher kann er auf eine sehr diversifizierte und interessante Karriere zurückblicken. Er konnte bereits Eindrücke im Management von vielen verschiedenen Unternehmen sammeln. Marketing ist sein Steckenpferd und er war bereits Manager bei Procter & Gamble, Kraft Heinz und PepsiCo. Er hat also viele Strategien mitbekommen, die ihn zusammen mit seinem MBA aus Harvard zu einem top CEO machen. Der einzige Wermuttropfen ist, dass er noch nicht so lang im Unternehmen ist. Es bleibt abzuwarten wie viel Herzblut er in die Umgestaltung des Unternehmen steckt. Die nötigen Fähigkeiten hat er allemal.

McDonald's Aktienanalyse
Der noch frischgebackene CEO Christopher Kempczinski

Gesetzliche Rahmenbedingungen

Im Lebensmittelbereich sieht besonders Hygieneregeln ein Thema. Zudem sind die Regelungen hierzu in jedem Land andere. Bezüglich der Franchisenehmer sehe ich McDonald’s hier in der stärkeren Position. Ansonsten ist die Lebensmittelbranche allerdings keine allzu stark regulierte wie Banken oder ähnliches.

Auswertung

Bis auf den höchstwahrscheinlich zukunftsträchtigen Gesundheitswahn der westlichen Bevölkerung, der nach und nach wahrscheinlich auch in den Schwellenländern eintrudeln wird, sind hier alle Punkte begrüßenswert. Aus diesem Grund gibt es von mir 6 von 7 möglichen Punkten in der Marktstellungsanalyse der McDonald’s Aktienanalyse.

Unternehmensbewertung

Bei Unternehmen wie McDonald’s oder Coca-Cola ist die Analyse der Finanzkennzahlen immer besonders interessant, da diese aktuell im Umbruch sind. Ich finde es immer spannend zu sehen, wie die Umstrukturierung dann im besten Fall nach und nach die Zahlen genau dahingehend ändert wo man sie hinhaben möchte. Aber schauen wir uns erstmal die Finanzkennzahlen im 5-Jahres-Durchschnitt an, bevor ich diese dann vor dem Hintergrund der Restrukturierung erläutere.

Finanzkennzahlen 5-Jahres-Durchschnitt

  • Operative Nettobetriebsvermögen +1,8%
  • Umsatz negativ
  • Operativer Gewinn +2,2%
  • Operative Marge 34,8% (aktuell 41,8%)
  • Free Cash Flow +9,6%
  • Operativer FCF +5,2%
  • Eigenkapitalquote negativ
  • Fremdkapitalkosten +19,6%
  • Dividendenwachstum 8,8%
  • Dividendenrendite 2,7% (aktuell 2,3%)
  • Ausschüttung des FCF 73,4%
  • Übergewinn 0,0%
McDonald's Umsatz EBIT Free Cash Flow
Umsatz sinkt, EBIT steigt

Erläuterung der Zahlen

Diese Zahlen sehen ja erstmal sehr seltsam aus und haben größeren Erklärungsbedarf. Im Grunde sind hier zwei Sachverhalte ausschlaggebend.

Zum einen befindet sich McDonald’s in der Umstrukturierung. Sie wollen weg von selbst betrieben Restaurants und sich gänzlich auf das Franchising konzentrieren, da beim Franchise die Marge viel höher ist. In der Produktanalyse der McDonald’s Aktienanalyse konnten wir ja bereits sehen, dass die 7% eigenen Restaurants fast die Hälfte des gesamten Umsatzes machen. Das liegt daran, dass hier der gesamte Verkauf von Speisen und Getränken als Umsatz erfasst wird. Bei den Franchise-Filialen wird nur die Franchisegebühr und die Miete erfasst und die Gebühr ist ja nur ein kleiner Prozentsatz des Umsatzes der Franchiserestaurants. Wenn nun die Zahl der eigenen Restaurants sinkt und die Zahl der Franchisenehmer steigt, hat das zur Folge, dass der Umsatz sinkt. Auf der anderen Seite wird aber eine Steigerung der Marge und des EBITs erreicht und genau das ist es worauf McDonald’s abzielt.

Der andere Punkt, der sich in den Zahlen bemerkbar macht, ist das große Aktienrückkaufprogramm auf Pump. McDonald’s hat einiges an Fremdkapital aufgenommen, um Aktienpakete zurückzukaufen. Mittlerweile stehen eigene Aktien von 67,1 Milliarden Dollar in der Bilanz des Unternehmens. Infolgedessen erfolgt eine Bilanzverkürzung um diese Summe und das Eigenkapital wird gemindert. Wenn der Aktienrückkauf dann noch auf Kredit geschieht, kommt man ganz schnell zum negativen Eigenkapital, welches wir bei McDonald’s sehen.

Aus dem gleichen Grund sind natürlich die Fremdkapitalkosten explodiert, auch, wenn hierfür auf der anderen Seite Dividende eingespart wird, weil weniger Aktien ausgegeben sind. Insgesamt hat McDonald’s nach wie vor eine gute Ertragskraft. Das Risiko was ich hier mit Blick auf Corona sehe ist, dass hier eventuell noch mehr Schulden gemacht werden müssen, das Kreditrating des Unternehmens dadurch leidet und die Fremdkapitalzinsen weiter steigen. Für Investoren ist diese Thematik aktuell auf jeden Fall noch attraktiv, da durch Aktienrückkäufe der Kurs steigt und die Dividende ebenfalls mehr Steigerungspotenzial erhält.

Fair Value

Da der Umsatz von McDonald’s nicht repräsentativ ist, habe ich hier die 5% Branchenwachstum angesetzt. Wie immer möchte ich mein Eigenkapital mit 10% verzinst bekommen und die Fremdkapitalkosten auf Grundlage der aktuellen Anleihen von McDonald’s betragen langfristig ca. 5,5% Prozent. Wer regelmäßig meine Analysen schaut, weiß, dass das schon etwas mehr als üblich ist. Das liegt einfach an der hohen Verschuldungsquote. Diese wird hier einfach mit eingepreist im Kreditrating, auch, wenn McDonald’s natürlich locker die Anleihen bedienen kann. Die Zahlen ergaben in meinen Berechnungsmodellen einen Unternehmenswert von rund 148 Milliarden Dollar. Je Aktie bedeutet das im Mittelwert mit dem mittleren Kursziel der Analysten einen fairen Wert von 211$ oder 178€.

Chancen und Risiken

Im Chancen- und Risiko-Profil von McDonald’s gibt es einiges zu beachten. Zudem sehe ich hier langfristig einige Risiken. Zum einen der Gesundheitstrend der deutlich entgegen Fast Food und eher Richtung Super Food geht. Es gibt aufgrund dessen auch immer mehr Vegetarier. Auf der anderen Seite wurden für Aktienrückkäufe enorme Schuldenberge angehäuft, sodass sogar das Eigenkapital negativ ist. An sich noch alles im Rahmen, allerdings muss in Zeiten von Corona eventuell noch mehr Geld aufgenommen werden. So steht man zwar im Vergleich zu anderen Unternehmen noch nicht mit dem Rücken an der Wand aber schon deutlich näher dran.

Auf der anderen Seite sehen wir bei McDonald’s die Umgestaltung bzw. Konzentration auf das deutliche effizientere Franchisegeschäft. Im Zuge dessen stieg die operative Marge zuletzt deutlich an. Es bleibt abzuwarten, wie sich der Umsatz im neuen Geschäftsmodell verhält und wie das Unternehmen so langfristig wachsen kann.

Investmententscheidung

Aufgrund des Chancen-Risiko-Profils möchte ich für die McDonald’s Aktie einen Sicherheitsabschlag von 30% auf den fairen Wert nehmen. Mit diesem komme ich zu einen Kauflimit von ca. 124€. Verkaufen würde ich als Aktionär momentan bei einem Kurswert, der 125% des Fair Values entspricht. Das wären in diesem Fall dann 222€. Bei einem aktuellen Kurs von 179€ ist somit meiner Meinung nach der Fair Value bereits erreicht. Aus diesem Grund ist McDonald’s für mich kein Investment Case. Hier müsste der Kurs erst um einiges fallen bevor ich investiere.

McDonald's Aktienanalyse Logo
Das war die Analyse der Fast-Food-Kette!

Fazit

Selten komme ich in meinen Berechnungen zu dem Schluss, dass der Kurs der Aktie dem Fair Value entspricht. Sowohl ich als auch die Analysten der Banken und Fondsmanager bestimmen den Wert von Aktien auf Grundlage der zu erwartenden künftigen Erträge des Unternehmens. Da das mittlere Kursziel aktuell deutlich über dem von mir ermittelten Wert liegt, scheint es so als ob die Branchenkenner dem neuen Geschäftsmodell deutlich mehr Potenzial beimessen als ich. Zusätzlich kann es sein, dass die Analysten das negative Eigenkapital nicht so negativ beurteilen wie ich.

An diesem Punkt wir klar, dass diese McDonald’s Aktienanalyse auch mit von meiner persönlichen Meinung abhängt. Deswegen appelliere ich auch immer an euch, euch noch eine eigene Meinung zu bilden. McDonald’s ist ein gutes Beispiel für ein Unternehmen, bei dem eure Meinung ganz anders ausfallen kann. Mir sind es hier aber zu viele Risiken und zu unsicherer künftiger Ertrag, weshalb ich diesmal dankend ablehne.

Aber wie ist denn nun eure Meinung zu dem Unternehmen? Habt ihr es im Depot? Falls ja, dann würde mich sehr interessieren, was euch bei McDonald’s am meisten überzeugt hat! Lasst es mich gern in den Kommentaren wissen. Ansonsten bedanke ich mich wie immer fürs Zusehen und sage bis bald!

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