Mehr Netto vom Brutto – 7 Spartipps

Um monatlich mehr Geld zur Verfügung zu haben, muss man nicht zwingend auch immer mehr Geld verdienen. Heute gebe ich dir in diesem Post 7 Spartipps mit denen du jeden Monat mehr Netto vom Brutto erhältst. Einige Tipps zielen außerdem darauf ab, dass du auch mehr von deinem Netto behältst, indem du deine Fixkosten ganz leicht reduzierst. Die Sparpotenziale führe ich hier einzeln auf und zeige am Schluss welche Opportunitätskosten du hast, welches Geld dir also durch die Lappen geht, wenn du die Tipps nicht befolgst.

Mehr Netto vom Brutto

Als erstes kommen die Tipps, die darauf abzielen von deinem Bruttolohn mehr Nettolohn überwiesen zu bekommen. Diese Tipps sind also eher Steuerspartipps.

Lohnsteuerermäßigung beantragen

Eine Lohnsteuererklärung zu machen sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Im Schnitt kusieren Zahlen, dass ein lediger Angestellter, der sonst keine Einkünfte hat, im Schnitt ca. 1000€ erstattet. Gerade wenn du rechtlich gesehen keine Steuererklärung machen musst solltest du eine machen. Denn, dass du keine machen musst bedeutet, dass der Staat davon ausgeht dir etwas erstatten zu müssen.

Nehmen wir an du hast nun eine Steuererklärung gemacht. Du hattest viele Kosten im Zusammenhang mit deiner Arbeit wie z.B. deinen Arbeitsweg. Deswegen hast du durch die Steuererklärung eine hohe Erstattung bekommen. Die Erstattung erfolgt in der Regel jährlich mit deiner Steuererklärung. Allerdings hast du die Möglichkeit, diese Rückzahlung monatlich zu erhalten. Genauer gesagt wird dir vom Fiskus ein höherer Freibetrag auf deine Lohnsteuer zugewiesen. Durch die Umlage deiner jährlichen Steuererstattung auf monatliche Freibeträge kannst du deinen Nettolohn merklich erhöhen. Sparpotenzial: bei 600€ Steuererstattung p.a. 50€ monatlich.

Krankenkasse wechseln

Durch einen Wechsel der Krankenkasse kannst du monatlich Geld sparen. Zwar erheben alle gesetzlichen Krankenkasse ihren Einzahlern gegenüber mit 14,6% des Bruttolohns den gleichen Satz, allerdings gibt es auch noch den Zusatzbeitrag. Dieser variiert meist innerhalb eines halben Prozentpunktes. Hier kannst du also einen halben Prozent mehr Netto vom Brutto rausholen.

Das Problem ist, dass viele Menschen Angst davor haben die Krankenkasse zu wechseln. So auch ich. Ich dachte immer, dass ich gerade beim Thema Gesundheit nicht sparen dürfe. Als ich mich dann aber auch doch mal an den Wechsel gewagt habe, habe ich etwas ganz tolles recherchieren können. Und zwar unterscheiden sich die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherungen nur minimal. Zum Großteil sind ihre Leistungen in den Sozialgesetzbüchern festgeschrieben. Sie unterscheiden sich meist nur durch Prämienprogramme, Vergünstigungen bei Vereinen oder Zuzahlungen bei Homöopathie oder Zahnersatz.

Es gibt also absolut nichts was man befürchten muss, wenn man die Krankenversicherung wechselt. Selbst der Wechsel an sich ist über die Assistenten der Vergleichsportale so einfach wie den Stromanbieter zu wechseln. Sparpotenzial: Bei 3.000 €brutto und 0,5% Ersparnis beim Zusatzbeitrag spart man 15€ monatlich.

Kirchenaustritt

Wer in der katholischen oder evangelischen Kirche ist zahlt in Deutschland Kirchensteuer. Diese Kirchensteuer beträgt 8% bzw. 9% in Bayern. Aufgeschlagen wird die Kirchensteuer auf euren Lohn- und Kapitalertragssteuer. Sprich bei 30% Lohnsteuer kommen zum Beispiel nochmal 2,4/2,7% Kirchensteuer oben drauf.

Umgehen kannst du diese Steuer indem du aus der Kirche austrittst. Dies kostet einmalig eine geringe Gebühr für den Verwaltungsaufwand, den du bei einer Vollzeitstelle sofort bei der nächsten Abrechnung wieder reingeholt hast. Natürlich will ich niemanden dazu raten aus der Kirche auszutreten, genauso wenig wie aus dem Sportverein oder Leseclub auszutreten. Jedoch kenne ich – und du wahrscheinlich auch – genug Mensch, die mit der Kirchen gar nichts anfangen können und nur aus Bequemlichkeit in der Kirche sind. Diese Menschen können hier bares Geld sparen. Sparpotenzial: Bei 3.000 €brutto, Lohnsteuerklasse I und 8% Kirchensteuer spart man gut 35€ monatlich.

Mehr Netto vom Brutto
Spare bei den Ausgaben, um Einnahmen zu generieren!

Mehr zur Verfügung haben vom Netto

Nachdem wir jetzt besprochen haben wie du von deinem Brutto merklich mehr Netto zur Verfügung haben kannst, kommen wir nun zum nächsten Punkt. Wenn du deine Steuerlast und deine Sozialabgaben optimiert hast, wie schaffst du es deine Fixkosten so zu senken, sodass du mehr freien Cashflow monatlich zur Verfügung hast?

Aboleichen kündigen

Als erstes ein ganz leichter Trick, ganz ähnlich wie bei der Kirche. Hast du alte Zeitungsabonnements, die du gar nicht nutzt? Bist du Mitglied in Vereinen, die du nie besuchst? Vielleicht hast sogar 2 Handyverträge, wovon du nur einen nutzt? Dann solltest du diese Aboleichen kündigen, denn hier schlummert monatlich bares Geld. Sparpotenzial: Nehmen wir nur mal den Klassiker das Fitnessstudio. Allein damit wären es monatlich 20€.

Versicherungen prüfen und kündigen oder anpassen

Versicherungen sind absolut wichtig und wie bei der Kfz-Haftpflicht gesetzlich vorgeschrieben. Eine Versicherung sollte immer dafür Sorge tragen, dass du abgesichert bist. Sie soll dich allerdings nicht gegen eine kleine Unannehmlichkeit absichern, sondern gegen deinen finanziellen Ruin. Jedoch sind die meisten Menschen überversichert. Das heißt du bist gegen Eventualitäten abgesichert, die extrem unwahrscheinlich oder irrelevant sind. Ein extremes Beispiel für eine unwahrscheinliche und im Falle der Fälle nicht finanziell notwendige Versicherung ist die Reisegepäckversicherung. Wenn du also deine Versicherungen prüfst, überprüfe zunächst mal, ob du deine Versicherung unter diesem Gesichtspunkt brauchst. Du brauchst zum Beispiel als lediger junger Mensch ohne Verpflichtungen keine Lebensversicherung, weil du niemanden hinterlässt, der darauf angewiesen ist. Sobald du eine Ausbildung oder Studium plus ein paar Jahre Berufserfahrung hast finde ich heutzutage auch eine private Arbeitslosenversicherung unnötig. Sparpotenzial: Jeder hat bestimmt eine unnötige Versicherung. Ich gehe auch hier einfach mal von 30€ aus.

Hast du die Versicherungen entfernt, die du nicht benötigst, kommt es dazu die anderen Versicherungen in Höhe zu prüfen. Meiner Meinung nach brauch man wirklich nur Haftpflicht-, Hausrat-, Kfz- und eventuell Berufsunfähigkeitsversicherung. Gerade bei letzterer ist die Höhe oft falsch gewählt. Viele schließen sie in der Ausbildung ab und passen sie danach nicht an. Andere haben oft eine Hausratversicherung über 200.000, obwohl sie nicht annähernd diesen Wert an Hausrat besitzen. Prüft eure Versicherungen also nicht nur auf Notwendigkeit, sondern auch auf richtige Versicherungssumme. Sparpotenzial: 0€. Zwar spart ihr bei einer Versicherung, solltet diese Ersparnis aber an passender Stelle für ausreichenden Versicherungsschutz aufwenden. Die Versicherungssumme der Hausratversicherung bspw. sollte mit der Zeit und euren Wertgegenständen steigen.

Regelmäßige Verträge vergleichen

Genau wie Versicherungen sollte man auch seine anderen notwendigen Verträge vergleichen. Hierbei meine ich Versorgungsverträge, sowie Internet- und Handytarif. Grundsätzlich aber alle Verträge, die ihr wirklich braucht, nutzt und vergleichen könnt. Sparpotenzial: Allein bei den oben genannten Verträgen, kann man einiges Sparen. Davon ausgehend, dass ihr vorher durchschnittliche Verträge habt, könnt ihr sicher 100€ im Monat sparen.

Kredite abzahlen

Mit Krediten leiht ihr euch Geld aus eurer Zukunft. Du ziehst deine Belohnung vor den Aufwand. Kredite aufzunehmen ist sozusagen das Gegenteil von sparen. Eine Selbstverständlichkeit also für uns diese abzuzahlen und in Zukunft darauf zu verzichten. Die monatlichen Kreditraten berauben dich deiner Liquidität und die enthaltenen Zinsen sind unnötige Ausgaben. Sparpotenzial: 25€ Zinsen und zusätzlich die Tilgung in der Kreditrate als Liquidität (bei 10.000€ zu 2,99% p.a.).

Opportunitätskosten – Beispielrechnung

Jetzt habe ich dir meine Tricks verraten, womit ich selber mit meiner Partnerin eine Sparquote von über 40% schaffe. Einfach nur dadurch, dass ich mir mehr Netto vom Brutto hole und weniger abgebe, von dem was ich verdiene. Aber wofür das ganze? Was bringt es dir monatlich bei oben genannten Sachen zu sparen.

In den oben genannten Beispielen, die manche Menschen sehr wahrscheinlich übertreffen, spart man schon 275 € im Monat. Legst du dieses Geld für 40 Jahre zu 7% über einen Aktiensparplan an, so hast du nach den 40 Jahren nur dadurch ein Vermögen von 464.718,19 € nach Steuern. Wahnsinn! Wenn es sich dafür nicht mal lohnt sich einen Tag hinzusetzen und sich um seine Verträge zu kümmern. Tools um deine Finanzen zu organisieren und zu sparen und zu investieren findest du hier.

Ich hoffe dieser Beitrag brachte dir Mehrwert und einen Anreiz deine Finanzen aufzuräumen. Du siehst was dann möglich ist, ohne dass du dein jetziges Budget kürzen musst. Folge mir auch auf Social Media, um regelmäßig über neue Posts informiert zu sein. Links findest du ganz unten auf der Seite.

Erlange finanzielle Freiheit durch finanzielle Bildung!

In diesem Sinne bis bald!

Inhalte werden geladen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.