Mehrkontenmodell – Geld sparen mit System

Die meisten Menschen besitzen ein Girokonto auf dem ihr Gehalt eingeht und ihre Ausgaben abgehen. In diesem Post werde ich dir die Grundidee von einem Mehrkontenmodell erklären und wie du mit ihnen Geld sparen kannst. Ich zeige dir welche Vorteile sich dir auf diesem Weg bieten und wie Sparpotenzial aufgedeckt wird. Darüber hinaus zeige ich dir, wie viele Kontenarten und wie viele Konten insgesamt ich verwende.

Das Mehrkontenmodell

Die nachfolgenden Ausführungen sind natürlich meine Ansicht der Dinge. Vielleicht und hoffentlich hast du dich zu diesem Thema schon umgehört und bist dann wahrscheinlich schon auf andere Artikel zu diesem Thema gestoßen. Andere Menschen handhaben diese Modelle taktisch eventuell etwas anders. Ein allgemeingültiges Modell gibt es nicht. Nimm am besten von allen Menschen Ratschläge an und finde den besten Weg für dich selbst. Ich zeige dir hier wie ich die ganze Sache handhabe und freue mich, wenn ich dir damit weiterhelfen kann.

Warum sollte man mehr als ein Konto besitzen?

Wie oben erwähnt haben die meisten Menschen nur ein Konto für alles. Hier wird meistens wenn überhaupt das gespart, was am Ende des Monats übrig bleibt. Wenn es nicht sogar bei dir selbst so ist, kennst du sicher Personen, die ihr ganzes Geld jeden Monat ausgeben. „Warum ist am Ende des Geldes noch so viel Monat übrig?“. Solche Sprüche hört man dann oft, womit das Ganze noch ins lächerliche gezogen wird.

Dabei kann man ganz leicht sein Sparen automatisieren und genau wie bisher sein Geld bis auf den letzten Euro ausgeben. Wenn du von dem Konto, auf das dein Gehalt eingeht, direkt am gleichen Tag deine Sparrate wegüberweist, kannst du den Rest ohne schlechtes Gewissen auf den Kopf hauen. Und ich verspreche dir, nein, wu wirst die Sparrate schon im ersten Monat nicht vermissen. Man weiß einfach automatisch wie viel Geld man noch zur Verfügung hat und wie man haushalten muss. Zudem gibt es genug Bücher rund um Geldanlage & Vermögensaufbau mit Hilfe derer du dir Wissen aneignen und umsetzen kannst.

2-Konten-Modell

Das oben erwähnte Vorgehen wäre dann das 2-Konten-Modell. Du hast ein Konto auf das dein Einkommen eingeht und deine Ausgaben abgehen. Zusätzlich überweist du sobald dein Einkommen eingegangen ist sofort eine fixe Sparrate auf dein zweites Konto. Dieses ist dann dein Sparkonto. Das Sparkonto steht hier für alles worauf man sparen kann, egal ob Sparbuch, Tagesgeld oder Depot. Natürlich kann man diese Herangehensweise immer weiter verfeinern, was ich zum Beispiel auch getan habe, um noch mehr Geld zu sparen. So hast du bereits dein erstes simples Mehrkontenmodell.

3-Konten-Modell inkl. Budgetierung

Bei dem 3-Konten-Modell wird noch eine Zutat hinzugefügt. Diese Zutat ist die Budgetierung. Wie der Name schon sagt wird diesem Modell außerdem noch ein Konto hinzugefügt. Dieses Konto ist euer Alltagskonto. Von diesem Konto zahlt ihr eure täglichen Ausgaben. Das Alltagskonto ist also für eure variablen Kosten. Hierhin überweist du vom Gehaltskonto (wie beim 2-Konten-Modell) sobald der Geldeingang erfolgt einen fixen Betrag. Wie hoch dieser ist hängt davon ab wie viel Geld du selber bereit bist auszugeben. Überlege dir eventuell wie viel du für Dinge wie Mobilität, Kleidung, Nahrung etc. im Monat brauchst.

Jetzt geht es noch darum wie hoch deine Sparrate sein sollte. So hoch wie möglich natürlich. Doch wie viel ist möglich? Naja du hast ein Einkommen wovon nur schon eine Rate auf dein Alltagskonto geht, welche du verlebst. Von dem was übrig bleibt zahlst du ja jetzt noch auf dem Gehaltskonto deine Fixkosten. Was dann am Ende übrig bleibt kannst du auf dein Sparkonto überweisen. Hast du alles einmal so eingerichtet, musst du dich fast gar nicht mehr um dein Sparverhalten kümmern und kannst dich ums Investieren kümmern. Das ist die Magie des Mehrkontenmodells.

Unser 11-Konten-Mehrkontenmodell

Mehrkontenmodell und Kontenmodell
Mit der richtigen Taktik kann man ganz automatisch viel Geld sparen!

Im Grunde handhaben meine Partnerin und ich das genau so, wie ich es dir oben beschrieben habe. Das heißt wir sparen im 3-Konten-Modell. Allerdings haben wir über die Zeit natürlich einige Modifikation vorgenommen, sodass wir nun zusammen auf stattliche 11 Konten kommen.

Es fängt mit unserem Gehaltskonto bei ING an auf das unser beider Gehalt eingeht. Von diesem geht anschließend noch unser monatliches Budget jeweils auf zwei Einzelnkonten, wie bei N26 eröffnet haben, da wir mit den Alltagskonten am häufigsten bezahlen und N26 einen hohen Komfort diesbezüglich bietet. Bei der ING haben wir noch ein Tagesgeldkonto auf dem monatlich Fixkosten angespart werden, welche nur einmal im Jahr abgebucht werden. Bei N26, also unseren Alltagskonten haben wir noch jeweils einen Space erstellt auf dem wir jeden Monat etwas Geld parken, damit wir uns vom monatlichen Budget auch mal größere Dinge leisten können.

Und wohin geht die Sparrate? Die Sparraten muss man sagen. Wir investieren regelmäßig in Aktien, P2P-Kredite und Eigenkapital für Immobilien. Für die Aktien haben wir ein Depot bei der comdirect für Sparpläne, da dieses hier prozentual bepreist werden und somit auch kleinere Raten möglich sind. Über Traderepublic tätigen wir Einmalkäufe, da hier die 1€ pro Trade einfach super günstig sind. Bei den P2P-Krediten nutzen wir Mintos und Bondora, weil es einfach die größten Plattformen sind. Diese beiden Accounts habe ich hier auch mal als Konten mitgezählt. Für unser Eigenkapital für Immobilien haben wir ein Tagesgeld bei der comdirect. Hier wollen wir sobald wir eine Anlageimmobilie besitzen auch ein Girokonto eröffnen, worüber die Zahlungen der Wohnungen gehen sollen.

Zusammenfassung

Du siehst deine Finanzplanung und deine Taktik um Geld zu sparen kann sehr detailreich werden, muss sie aber nicht. Bei mir spielt auch viel mit, dass mir diese Art der Finanzplanung Spaß macht. Mit dem kommenden Girokonto bei der Comdirect wären wir dann schon beim 12-Konten-Modell. An den 3 Kontenarten ändert sich allerdings nichts. Hier noch mal eine kurze Übersicht für das Mehrkontenmodell:

  1. Gehaltskonto (Geldeingang, Fixkosten & Sparrate)
  2. Alltagskonto (Budget & variable Kosten)
  3. Sparkonto

Wenn du noch Fragen hast bezüglich der Strukturierung oder Hilfe brauchst, dann kontaktiere mich gern über Social Media. Dort helfe ich dir gern weiter. Ansonsten hoffe ich, dass ich dir schon eine erste Übersicht geben konnte, wie du deine Finanzen in den Griff bekommst.

Ansonsten bis bald!

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