Monatsabschluss Januar 2020

Im April 2019 habe ich angefangen nach meinem Studium zu Vollzeit arbeiten und verdiente das erste Mal richtig gutes Geld. Zum Glück hatte ich mich über mein Studium hinweg schon sehr viel mit Finanzen und Geldanlage beschäftigt. Nun nachdem ich auch etwas Geld zu verwalten hatte wollte ich unbedingt loslegen. Ich fing mit einem Haushaltsbuch, in dem ich die Einkünfte und Ausgaben von mir und meiner Partnerin auflistete. Das war der Anfang meiner Monatsabschlüsse. Erweitert habe ich diese dann mit der Überwachung meines Nebengewerbes. Beides möchte ich euch heute aufgliedern und vorstellen. Ihr könnt sehen was auf jeden Fall als durchschnittlicher Mensch zu erreichen ist und könnt mich auf meinem Weg begleiten.

Vermögenswerte

Zu allererst möchte ich beschreiben wie wir momentan aufgestellt sind. Wir haben wenig bis nichts mit auf den Weg bekommen und bauen erst seit 6 Monaten unser Vermögen auf. Bitte geht deswegen nicht zu hart mit uns ins Gericht, vor allem die Altlasten belasten uns noch. Diese kommen aus einer Zeit, in der man sich noch nicht wirklich um seine Finanzen gekümmert hat. Dazu weiter unten mehr.

Sichteinlagen

Natürlich gehören zu unserem Portfolio auch Sichteinlagen auf Girokonto oder Tagesgeld. Diese dienen nur zur Erhaltung der Liquidität, falls unvorhergesehene Dinge passieren sollten. Es ist der sogenannte Notgroschen. Gehen Dinge im Haushalt kaputt oder gerät einer von uns mal ins Krankengeld, so wird hiervon gezerrt. Mit dem aktuellen Stand fühlen wir uns schon ganz gut aufgestellt, da wir ansonsten auch andere Vermögenswerte im Notfall liquidieren könnten. Aktueller Stand: 4.188,73 €.

Immobilien

Vorweg, wir besitzen noch keine Immobilien. Vor kurzem haben wir jedoch angefangen Eigenkapital zu diesem Zweck zu sammeln. Das vorhandene Eigenkapital weise ich bereits unter dieser Position aus. Auch faktisch ist es bereits bei einer neuen Bank auf einem Tagesgeld, über welche wir künftig auch alle Zahlungen im Rahmen der Immobilien laufen lassen werden. Hier sparen wir momentan monatlich variabel ein. Momentan etwas mehr, da wir aus unserer Studentenbude rauswollen. Entweder werden wir in der neuen Mietwohnung die Möbel hiervon bezahlen oder nehmen es als Anzahlung fürs Eigenheim. Aktueller Stand: 1.105,48 €.

Fuhrpark

Jährlich bewerte ich unseren Fuhrpark. Dies ist natürlich unser absolut schlechtestes Investment. Es verliert ständig an Wert und wir hätten es nicht, wenn wir nicht darauf angewiesen wären, um ins Büro zu kommen. Allerdings fände ich es falsch die Autos außer Acht zu lassen, da sie doch gerade am Anfang noch einen großen Teil des Vermögens binden. Und zu sagen, dass sie nichts wert sind, wäre genau so falsch wie den Neupreis in der Aufstellung aufzuführen. Ich bewerte unsere beiden Autos deswegen jährlich über Vergleichsportale, um zu wissen wie viel ich im Zweifelsfall liquidieren könnte. In Zukunft wird dieser Posten natürlich weiter sinken. Neuanschaffungen von Autos sind aktuell nicht notwendig in nächster Zeit auch nicht gewollt. Aktueller Stand: 16.000,00 €.

Wertpapiere

Jetzt kommen wir zum wahrscheinlich interessantesten für euch alle: unser Wertpapierportfolio. Ich bin passiver Investor und verfolge die Dividendenstrategie. Aktienanalysen schaue ich bei anderen gerne an, weil es mich auch (auch von Berufswegen her) interessiert wie Unternehmen funktionieren. Die Zeit der Aktienanalyse an sich stecke ich aber lieber ins Nebengewerbe oder Zeit mit meiner Partnerin. Ich bespare 3 weltweit aufgestellte Dividenden-ETFs mit insgesamt 150€. Ab dem nächsten Monat kommen weitere 150€ dazu (mehr dazu im Monatsabschluss Februar). Außerdem werden wir wieder mehr an der Börse investieren, sobald wir ein neues Heim gefunden haben und eingerichtet sind. Auf jeden Fall erreichen wir so eine gute Diversifikation über Branchen und Länder. Ein ETF zielt auf Dividendenwachstum ab, einer auf maximale Dividendenrendite und ein Fonds auf die Dividendenaristokraten. Im Schnitt liegt die Dividendenrendite hier bei ca. 3,5%. Aktueller Stand: 931,13 €.

P2P-Kredite

Als einkommensorientierter Investor sind P2P-Kredite natürlich ein besonderes Schmankerl. Ich weiß, dass sie sehr riskant sind, denke jedoch gerade auf den großen Plattformen ist die Diversifikation so enorm, dass man sein Risiko wirklich gut wegdiversifizieren kann. Genau wie beim MSCI-World, der über Länder und Unternehmen hinweg investiert. Bei P2P-Krediten investiert man halt in verschiedene Kreditnehmer, über verschiedene Kreditanbahner, in verschiedenen Ländern und auf verschiedenen Plattformen. Meiner Meinung nach kann man so auch das Einzelrisiko wegdiversifizieren und hat noch das übergreifende Marktrisiko. Das ist bei meiner Risikotoleranz 12% Rendite wert. Hier investieren wir monatlich variabel und nicht per Sparplan. Aktueller Stand: 5.368,11 €.

Schulden

Natürlich waren wir nicht von Anfang an vernünftig im Umgang mit Geld. Wie wahrscheinlich bei jedem ist dies ein schleichender Prozess. Im folgenden zeige ich euch die oben erwähnten Altlasten. In dieser Form kann ich davon abraten. Bitte lernt aus unseren Fehlern der Vergangenheit und begeht diese möglichst nicht.

Monatsabschluss Januar 2020
Lieber keine Schulden! Spart und genießt was ihr euch davon kauft ohne schlechtes Gewissen!

Autokredite

Dieser Punkt ist meiner Meinung nach der wirklich Schlimme. Man sieht für gewöhnlich nur die monatliche Belastung, die fast jeder tragen kann. Jedoch vergisst man meistens die Gesamtsumme der Verbindlichkeit, die man mit einem Autokredit eingeht. Wir hatten zwar an sich keine Wahl, weil wir ein Auto brauchten und nichts angespart hatten, allerdings hätten wir durchaus unseren Verhältnissen entsprechend sehr viel günstigere Autos kaufen sollen. Lernt daraus, denn heute freuen wir uns nicht mehr über die Autos, sondern ärgern uns über die monatlichen Rate, die uns in der Liquidität einschränken. Aktueller Stand: -15.780,86 €.

Studienkredit

Jetzt ein Beispiel für positive Schulden. Da es mir trotz Teilzeitjob während der Uni an Geld mangelte (womöglich auch wegen der Autokreditrate), habe ich monatlich Unterstützung erhalten. Diese zahle ich nun monatlich zurück. Jedoch wirft das Studium in Form meines Verdienstes auch eine super Rendite ab und Investments ins eigene Wissen und die Persönlichkeitsentwicklung bringen so oder so meistens den größten Gewinn. Zum Beispiel bin ich auch erst übers Studium zu den Videos von Finanzfluss auf Youtube gekommen, welche mich auf das ganze Thema Finanzen aufmerksam gemacht haben. So spielt das Leben. Aktueller Stand: -1.115,16 €.

Nettovermögen

Als Nettovermögen bezeichne ich hier alle Vermögenswerte abzüglich der Verbindlichkeiten. Da man bedenkt, dass wir dieses Vermögen in 6 Monaten aufgebaut haben, bin ich gespannt wohin die Reise führt. Monatlich könnt ihr die weiteren Entwicklungen auf dem Blog sehen. Dies dient mir selbst auch als Kontrolle weiter vernünftig mit Geld umzugehen und nicht schleifen zu lassen. Aktueller Stand: 10.697,43 € (vor 6 Monaten beim ersten Abschluss: 1.029,96 €).

Einnahmen-Ausgaben-Rechnung

Im Folgenden geht es nicht darum wie unser Vermögen verteilt ist, sondern woher es kommt. Vermögen aufbauen kann man nur indem man Geld verdient. Wie wir dies in welcher Höhe im Monat Januar getan haben könnt ihr nachfolgenden nachlesen.

Einkünfte aus nicht-selbstständiger Arbeit

Dieses ist unsere (hoffentlich nicht für immer) größte Einnahmequelle, wodurch wir noch ein großes Klumpenrisiko haben. Einer von uns könnte krank oder gekündigt werden und schon fällt die Hälfte dieser Einkünfte aus. Die Einkünfte aus nicht-selbstständiger Arbeit schwanken monatlich nur ein wenig. Zusammen haben wir im Januar netto 3.962,72 € verdient. Dies macht 98,65% unseres Einkommens aus.

Einkünfte aus Kapitalerträgen

Aus den oben genannten ETFs haben wir diese Monat brutto 2,16 € erhalten und aus den P2P-Krediten brutto 52,21 €. Summa summarum hat uns unser Portfolio also 54,37 € eingespielt, was 1,35% unseres Einkommens ausmacht.

Fixkosten

Die Fixkosten betragen bei uns im Monat Januar -788,73 €. Der größte Batzen von 600,81 € kommt aus der Miete und der Rest verteilt sich auf Kommunikation, Versorgung und Versicherungen. Das übliche also, was jeder so hat, um zu leben.

Variable Kosten

Bei den variablen Kosten haben wir den Fall, dass wir sie nicht einzeln nachhalten. Wie im Post zum Mehrkontenmodell beschrieben, überweisen wir uns von unserem Gemeinschaftskonto für tägliche Ausgaben einen fixen Betrag pro Monat auf separate Einzelkonten. Zusätzlichen schieben wir etwas Geld auf ein Tagesgeldkonto bei der gleichen Bank bei der wir auch das Gemeinschaftskonto haben, wovon wir zehren um monatliche Einkäufe und gemeinsame Restaurantbesuche zu bezahlen. Daraus ergeben sich variable Kosten von –1.510,00 €.

Monatsabschluss Januar 2020
Wir sind keine Minimalisten, auch wenn wir die Ausgaben wohl überdenken!

Kreditraten

Der unangenehmste Teil, weil man für etwas zahlt, was man schon längst bekommen hat, statt für etwas zu sparen auf das man sich noch freuen kann. Für die oben genannten Verbindlichkeiten zahlen wir monatliche Raten von -671,72 €.

Sparrate

Nimmt man die Einnahmen abzüglich der Ausgaben ergibt sich ein Überschuss bzw. eine Sparrate von 1.046,64 €. Diese verteilt sich dann zu 152,16 € auf den ETF-Sparplan (Sparrate + Dividende), zu 52,21 € auf P2P-Kredite (nur die Zinsen) und zu 842,27 € auf das Eigenkapital für die Immobilien. Dies macht eine Sparquote von 26,05% aus. Zählt man allerdings die Tilgung der Kredite hinzu, welche ja das Nettovermögen steigern, kommt man auf 1.718,36 € Sparrate bzw. 42,78 % Sparquote. Dies macht zusätzlich insofern Sinn, dass die Kreditraten, sobald sie wegfallen, bei uns auch auf die Sparrate draufgepackt werden.

Online-Business

Nachfolgend liste ich euch die Entwicklung meiner Onlinetätigkeit auf. Die Einnahmen zähle ich oben nicht mit hinzu, da ich sie komplett in das Business bzw. den Blog reinvestiere. Nichtsdestotrotz möchte ich euch darüber und über die Entwicklung insgesamt informieren. Ich bin seit Juni 2019 im T-Shirt Business tätig und habe so richtig seit Ende Dezember mit dem Blog und zugehöriger Social Media Präsenz gestartet.

T-Shirt Business

Das T-Shirt Business fand ich interessant, da ich relativ gut zeichnen kann und aus der Uni noch ein iPad plus Apple Pencil hatte, wodurch ich für den Start bereits war. Darauf gekommen bin ich über den YouTube-Kanal vom Homo Oeconomicus Aaron. Stand heute habe ich hauptsächlich auf 3 Plattformen hochgeladen: Spreadshirt.de, Spreadshirt.com und Merch by Amazon (MBA). Auf Spreadshirt.de habe ich 451 Designs online, auf Spreadshirt.com 120 und auf MBA bin ich auf T25, was heißt ich bin beschränkt 25 Designs und habe diese 25 Designs auch online. Verkäufe im Januar hatte ich 2 auf Spreadshirt.de und 1 auf Spreadshirt.com und 2 auf MBA. Der Sale auf Spreadshirt.com und einer der Verkäufe auf Amazon ging jedoch retour. Dadurch und meine komplett minimalen Preise bei MBA, um mehr Sales zu machen, habe ich also lediglich 14,22 € im Januar verdient. Fairerweise muss ich sagen, dass ich zur Zeit auch nicht designe und sehr wenig Zeit reinstecke.

Finanzplanet

Hier habe ich noch nichts verdient, lege es allerdings auch nicht wirklich darauf an. Ich möchte erstmal in den Austausch über Finanzen kommen, eine Community aufbauen und Reichweite gewinnen. Mir macht es unfassbar viel Spaß Menschen über finanzielle Möglichkeiten in ihrem Leben aufzuklären und ich habe das Gefühl damit wirklich etwas Gutes zu tun. Insofern kann ich erstmal nur die Reichweite auflisten, die ich im Januar erreicht habe, da es auch der erste Monat war. Auf Instagram habe ich am Ende Januar 358 Abonnenten gehabt, auf Facebook 65 Likes und auf Twitter 1 Follower. Seit Mitte des Monat tracke ich auch die Besucher auf dem Blog und konnte hier bereits 74 Leser in 104 Sitzungen ausmachen. Das finde ich bereits erstaunlich und es freut mich sehr, dass der Content so gut ankommt. Ich hätte nicht gedacht so einen guten Start vollbringen zu können und bin gespannt wie sich das ganze entwickelt.

Fazit

Mit dem Start ins Jahr im Monat Januar bin ich sehr zufrieden. Ich bin gespannt auf die weiteren Entwicklung meiner Onlinepräsenz und eventuell werde ich, wenn ich mit dem Blog routinierte bin auch wieder mehr designen. Aktuell macht mir das Thema Finanzen und der Finanzplanet allerdings wesentlich mehr Spaß und darum geht es ja in erster Linie! Ich hoffe ich schaffe es monatlich weiter diese Übersichten zu produzieren, sodass ich nach diesem Jahr einen schönen Jahresrückblick machen kann.

In dem Sinne hoffe ich ihr hattet auch Spaß beim Lesen und konntet wie immer etwas für euch mitnehmen. Ich bin überzeugt die hier gewonnene finanzielle Bildung hilft euch die finanzielle Freiheit zu erreichen! Schaffen kann es jeder!

Bis bald!

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