Hallo und herzlich willkommen auf dem Finanzplaneten! Mein Name ist Kai und heute kümmern wir uns um einen Titel, den meistens eigentlich nur passive Investoren kennen. Die Rede ist von MSCI. Die meisten unter euch kennen das Unternehmen nämlich vom berühmten MSCI World oder Emerging Markets Index. Wir kümmern uns in der heutigen Analyse aber natürlich nicht um das Investment in diese Indizes, sondern um ein Investment in die MSCI Aktie. Wenn dich dieses Unternehmen interessiert, dann wünsche ich dir viel Spaß mit der MSCI Aktienanalyse!

Grundlagen

Eine grundlegende Idee was das Unternehmen macht haben wir ja schon. Wie es damit Geld verdient, ist vielleicht schon nicht mehr ganz so klar und wie sich so ein Unternehmen entwickelt schon gar nicht. Deswegen schauen wir uns jetzt mal das Geschäftsmodell sowie den Werdegang des Unternehmens an. So können wir vielleicht auch schon erkennen, was die nächsten Taten des Unternehmens werden könnten.

Geschäftsmodell

Grundlegend stellt MSCI Daten und Analysen bereit, um Anlegern beim Portfolio Management zu helfen. Das kann zum Beispiel über die bekannten Indizes geschehen oder auch Marktanalysen. Für die Bereitstellung der Zusammenstellung eines Indizes wird dann beispielsweise eine Gebühr erhoben, die BlackRock oder Vanguard dann zahlen müssen, wenn sie entsprechend des Index einen Fonds aufsetzen wollen.

Historische Eckdaten

Die Geschichte des Unternehmens beginnt schon 1968. Damals fing Capital International an Indizes für die Nicht-US-Märkte zu veröffentlichen. 1986 wurde Capital International Teil von Morgan Stanley und somit war das Kürzel MSCI geboren. Nachdem man in den 80ern zum wichtigsten Herausgeber von internationalen Indizes avancierte, fing der Konkurrent Dow Jones an seine Indizes nach dem Free Float zu gewichten. Das ist genau die Gewichtung, die wir heute auch von den MSCI-Indizes kennen. MSCI folgte diesem Beispiel nämlich schon kurz darauf.

Auch, wenn das Unternehmen bis heute MSCI heißt, so stieg die ehemalige Mutter 2007 aus dem Unternehmen aus, indem es das Unternehmen an die Börse brachte. Seit 2010 akquirierte MSCI einige Unternehmen. So zum Beispiel RiskMetrics, Measurisk  und GMI Rating, die alle Risiken an Unternehmen und Märkten bewerten. Daneben wird über Unternehmen auch die eigene Datenbank erweitert. So kaufte man 2012 beispielsweise die Investment Property Databank und 2013 folgte Investor Force. Jüngst in 2019 kaufte man noch das Unternehmen Carbon Delta, das Analysen zum Klimawandel anstellt.

Produktanalyse

Als nächstes schauen wir uns an, wie sich die Umsätze des Unternehmens verteilen. Uns interessiert dabei, insbesondere wie groß die Diversifikation unter den Produktkategorien ist und wo auf der Welt die Umsatzerlöse erzielt werden.

Geschäftsgebiete

Mit Abstand den meisten Umsatz macht MSCI mit ihren Indizes. Das war ja auch das ursprüngliche Geschäftsmodell. Hier werden 60% der Umsatzerlöse generiert. Weitergehend gibt es heute aber alle Hand weitere Analysetätigkeit des Unternehmens. Man analysiert Unternehmen, Strukturen, Märkte und den Klimawandel nach Risikogesichtspunkten. Mit der Bereitstellung dieser Analysen macht MSCI noch weitere 30% seiner Umsätze. 10% werden nicht weiter aufgegliedert.

MSCI Aktienanalyse

Absatzmärkte

Zusammengefasst nach Kontinenten kann man sagen, dass der Großteil mit 47% von den amerikanischen Kontinenten kommt. Die USA sind hier natürlich der ausschlaggebende Punkt. In Europa, dem mittleren Osten und Afrika werden weitere 37% eingespielt. Hier ist insbesondere das Vereinigte Königreich als Schwerpunkt zu nennen, da hier die Finanzindustrie Europas liegt. 16% kommen dann noch aus dem Asien-Pazifik-Raum, wobei allein Japan hier wieder ein Drittel dieser Umsätze ausmacht.

MSCI Aktie Analyse

Auswertung

Die Produktgruppen von MSCI sind in sich sehr verschiedenen und auch die Absatzmärkte sind über die ganze Welt verteilt. Von daher kann man hier ruhigen Gewissens zwei von zwei Punkten geben.

Branchenanalyse

Neben MSCI gibt es ja noch einige weitere Anbieter von Daten und Analysen. Schauen wir uns doch mal an wie attraktiv die Branche ist. Man hört ja immer wieder, dass Daten die neue Währung sind. Wollen wir mal schauen, ob man zumindest mit Daten viel der Währung einnehmen kann.

Attraktivität der Branche

Auf dieser Grafik seht ihr, dass es in der Big Data Branche ein ziemlich starkes, solides und lineares Wachstum gibt. Das jährliche Wachstum ab 2021 wird hier mit gut 8% prognostiziert. Also wirklich ein richtig starker Wachstumsmarkt. Und das macht auch Sinn. Es gibt nämlich einfach keinen Bereich des täglichen Lebens, den man mit einer größeren Datengrundlage nicht besser meistern kann.

MSCI Branche

Zum einen wächst die Branche natürlich über die großen Datenkraken wie MSCI, Dow Jones oder FTSE. Hierunter fallen aber auch soziale Medien, die indirekt mit den Nutzerdaten Geld über Werbung verdienen. Aber selbst Bäckereien und ähnlich können von mehr Daten profitieren. Ich erinnere mich noch an einen Pitch bei „Die Höhle der Löwen“. Dort hatte ein IT’ler gegründet und stellte fortan eine App für Bäckereien zur Verfügung. Über diese App konnte man zuverlässig ablesen wie viele Kunden in der kommenden Woche wohl erscheinen werden. Hierfür wertete er alle möglichen Daten wie Jahreszeit, Wettervorhersage und ähnliches aus. Das ist aber natürlich nur ein Beispiel.

Wettbewerber

MSCI ist natürlich ziemlich stark auf den Finanzmarkt spezialisiert. Dieser ist insgesamt hart umkämpft und so gibt es auch unter den Daten-Unternehmen hier große Konkurrenz. Neben MSCI gibt es noch FTSE, BlackRock, FactSet und ähnliche. Weiter gibt es in diesem Bereich natürlich unendlich viele Unternehmen, von denen man noch nie was gehört hat, weil man hier eher nicht die Zielgruppe ist.

Kunden

Die Zielgruppe sind nämlich gewerbliche Unternehmen. Gerade im Finanzbereich sind die Kunden große Unternehmen. Es sind Vermögensverwalter, Banken, Versicherungen, Family Offices und eigentlich alle, die mit Statistiken ihr Geld verdienen oder ein möglichst attraktives Rendite-Risiko-Verhältnis für ihre Fonds anstreben.

Zulieferer

Wie immer kommt den Zulieferern bei Dienstleistungen eine relativ untergeordnete Rolle zu. So auch hier. Sobald die IT-Infrastruktur steht, braucht man für das tägliche Geschäft maximal einen IT-Support, wobei die großen Unternehmen wohl eine interne IT-Abteilung haben.

Ersatzprodukte

Alternativ zur Bereitstellung von Daten über entsprechende Dienstleister, können die Abnehmer entweder keine Daten zur Analyse heranziehen oder selbst Daten erheben. Beides sind meiner Meinung nach keine wirklichen Alternativen. Keine Datenanalysen für das eigene Geschäft zu erstellen kann fatal sein. Man kann die besten Handlungsalternativen sowohl bei Geschäfts- als auch bei Anlageentscheidungen nicht mehr richtig treffen. Versicherungen können zudem die Prämie nicht mehr richtig bestimmen. Selbst Daten zu erheben ist eine Möglichkeit aber extrem aufwendig, wenn man nicht darauf spezialisiert ist. Für kleinere Unternehmen ist es oft gar nicht zu bewerkstelligen.

Markteintrittsbarrieren

Der größte Burggraben der Datenunternehmen ist zum einen der Datenpool, der mitunter über Jahrzehnte aufgebaut wurde, sowie die entwickelte Software. Analyseprogramme, die über KI aus erhobenen Daten auch Aussagen treffen können, sind ungemein viel wert. Analog dazu ist KI aber auch schwer zu entwickeln. Da kommen wir auch zum nächsten Burggraben, und zwar dem Personal. Man muss nicht aus der Branche sein, um zu wissen, wie schwierig es ist IT’ler zu finden. Ich war mal kurz in einer Personalberatung tätig und da war das IT-Team wirklich nicht zu beneiden. Zusammengefasst: Sie hatten die meisten Suchanfragen von Unternehmen aber gar keine Kandidaten, um sie zu vermitteln. So konnte man die Unternehmen nur vertrösten.

Auswertung

Wie in den meisten Wachstumsbranchen gibt es auch hier eine Vielzahl von Konkurrenten. Das mindert neben den gewerblichen Kunden, die einen professionellen Einkauf haben, die Freiheit bei der Preisgestaltung. Deswegen gibt es zwei Punkte weniger und wir landen somit noch bei 4 von 6 möglichen Punkten.

Marktstellung

Nun wollen wir uns etwas spezieller um MSCI selbst kümmern. Wie schafft es das Unternehmen in der umkämpften Branche eine der führenden Kräfte zu bleiben? Ist das auch nachhaltig weiterhin möglich? Das schauen wir uns jetzt an.

Produktentwicklung

Um zu beurteilen, ob ein Unternehmen darum bemüht ist seine Produkte und damit auch das Unternehmen selbst regelmäßig zu erneuern, schaue ich mir immer zwei Dinge an. Zum einen haben wir hier den Aufkauf anderer Unternehmen. So wird deren Produktportfolio übernommen und man erweitert das eigene Geschäftsmodell. Den Punkt kann man MSCI mit der kürzlichen Übernahme in der Klimawandelanalyse durchaus zusprechen. Womit wir direkt zum zweiten Punkt kommen. Man sieht hier schon, dass das Unternehmen bemüht ist seine Analysen aktuellen Trends anzupassen. Das kann zum einen sein, dass man Analysen zum Klimawandel erstellt, auf der anderen Seite werden auch immer mehr Indizes erstellt, die nachgefragte Themen abbilden. So gibt es diverse Branchenindizes oder nachhaltige ESG-Indizes.

Möglichkeit einzukaufen

Als digitales Dienstleistungsunternehmen muss man für sein tägliches Geschäft gar nicht viel einkaufen. Lediglich die IT muss gewartet werden und bei Expansion müssen auch die neuen Mitarbeiter mit Rechenleistung versorgt werden. Insgesamt aber kein Vergleich zu produzierenden Unternehmen. Sollte man doch man einen größeren Auftrag vergeben, wird man aufgrund der Größe allerdings gut an Lieferanten kommen.

Einflüsse auf das Geschäft

Ich sehe aktuell eigentlich nur positive Trends auf das Geschäftsmodell von MSCI. Die Menschen wollen passiv investieren und die Vermögensverwalter brauchen dafür Indizes. Daneben wollen alle nachhaltiger sein und den Klimawandel bekämpfen und auch hier macht das Unternehmen Risikoanalysen. Außerdem geht der Trend immer weiter zu KI und Automatisierung. Künstliche Intelligenz ist an sich ja nur ein Algorithmus, der mit Unmengen an Daten gefüttert wird. Diese Daten werden von Unternehmen wie MSCI geliefert.

Marketing

Im Vergleich zu kleineren Unternehmen dürfte das Marketing für MSCI relativ gering ausfallen. Man ist ein fester Player in der Branche. Braucht man Analysen oder Indizes wird man als Bank, Vermögensverwalter oder Versicherung sicher auf MSCI zukommen.

Wachstumsmöglichkeiten

Analog zur Branche und der führenden Rolle von MSCI in dieser sind die Wachstumschancen sehr gut. Wenn man es schafft das eigenommene Kapital weiterhin zusätzlich zum organischen Wachstum in Unternehmen zu investieren, die das Geschäftsmodell ergänzen, dann dürfte man sogar noch mehr als die Branche wachsen.

Unternehmensführung

Bereits seit über zwei Jahrzehnten heißt der CEO von MSCI Henry Fernandez. Akademisch gesehen hat er aber auch schon davor viel geleistet. Nach seinem Bachelor in Wirtschaftswissenschaften in Georgetown, hat er einen MBA in Standford absolviert und in Princeton promoviert. Einfach mal alle Eliteunis abgeklappert. Nach der Uni gründete und leitete er eine Private Equity Firma in Mexiko und wurde anschließend einer größeren Private Equity Firma CEO. Mit diesem Background wurde er Managing Director bei Morgan Stanley, wo er die Geschäftsstrategie bezüglich einiger Assetklassen innehatte. Ich würde also sagen, Investieren kann er. So passte es gut, dass er schon 1998 CEO von MSCI wurde. Neben seiner CEO-Tätigkeit ist er aber sogar noch in vielen weitere Gremien und Räten. Allein seine MSCI Aktien sind mittlerweile knapp 1,3 Mrd. USD wert.

Gesetzliche Rahmenbedingungen

Bei der Datenerhebung muss man auf den Datenschutz achten. Man darf nicht einfach ohne Zustimmung von Personen oder Unternehmen deren Daten verarbeiten. Bezüglich der Ausgestaltung der Indizes und Analysen gibt es aber keine Grenzen. So ist man dann doch relativ frei in seiner Produktgestaltung, zumal der Datenschutz auch nur gegenüber Privatpersonen so richtig streng ist.

Auswertung

Hier haben wir eine perfekte Marktstellung. Ich wüsste nicht an welcher Stelle es für MSCI schwierig werden könnte. Mit Recht ist das Unternehmen einer der großen Player am Markt. Hier gibt es also 7 von 7 Punkten.

Unternehmensbewertung

Nach den Soft-Skills kümmern wir uns jetzt um die Hard-Skills. Genauer gesagt heißt das, nachdem wir jetzt festgestellt haben, dass das Unternehmen eine starke Stellung innerhalb einer wachsenden Branche hat, gucken wir uns an, wie es diese PS in den letzten Jahren auf die Straße bringen konnte. Dafür betrachten wir diverse Finanzkennzahlen im 5-Jahres-Durchschnitt.

Finanzkennzahlen 5-Jahres-Durchschnitt

  • Operative Nettobetriebsvermögen -4,0%
  • Umsatz +7,9%
  • Operativer Gewinn +14,0%
  • Operative Marge 45,7%
  • Free Cash Flow +20,5%
  • Operativer CF +18,2%
  • Eigenkapitalquote 8,5%
  • Fremdkapitalkosten +16,6%
  • Dividendenwachstum +18,8% (+24,1% je Aktie)
  • Dividendenrendite 1,2% (aktuell 0,6%)
  • Ausschüttung des FCF 30,0%
  • Übergewinn +11,3%
  • Kurs-Buchwert-Verhältnis n/a
MSCI Umsatz

Erläuterung der Zahlen

In den meisten Zahlen erkennt man schon das enorme Wachstum des Unternehmens und der Branche insgesamt. Aufgrund massiver Aktienrückkaufe ist das Eigenkapital von MSCI allerdings zuletzt negativ geworden. Im Eigenkapital sind allerdings rund 4,5 Mrd. USD Treasury Stock enthalten, die sich mindernd auswirken. Würde man diese wieder ausgeben, so hätte man also ca. 4 Mrd. USD Eigenkapital und eine Bilanzsumme von 8,5 Mrd. USD, was einer Eigenkapitalquote von ca. 47% entspräche. Also alles gut an dieser Front. Das KBV ist so allerdings nicht aussagekräftig.

MSCI Cash Flow

Aussagekräftig ist allerdings die Dividende. Je nach Strategie kann die Aktie für Dividendeninvestoren durchaus interessant sein. Zwar ist die Dividendenrendite nicht allzu hoch, dafür aber die Wachstumsrate. Befeuert durch den Aktienrückkauf ist das Dividendenwachstum bei starken 24% je Aktie. Aber auch insgesamt stieg die ausgeschüttete Dividende um 19%. Zu guter Letzt kann man sich die Dividende auch wirklich leisten. Trotz der hohen Steigerung, wird nur 30% des Free Cash Flow ausgeschüttet und der Übergewinn stieg über die letzten Jahre trotzdem noch durchschnittlich um 11%. Für diese Finanzen kann ich nur zwei von zwei Punkten geben.

Fair Value

Als Wachstumsrate möchte ich die historischen 7,9% etwas anheben. Allein das Branchenwachstum lag ja schon bei über 8% und, wenn man sich die anderen Wachstumswerte im Unternehmen anschaut, wirken 7,9% auch zu niedrig. Deswegen hebe ich das prognostizierte Wachstum auf 10% an. Aufgrund meiner Renditewünsche habe ich kalkulatorische Eigenkapitalkosten von 10% angesetzt. Langfristige Anleihen von MSCI dotieren aktuell bei ca. 3,5%, weshalb ich diesen Prozentsatz auch als Fremdkapitalkosten ansetze. Trage ich alles in mein Discounted Cash Flow- und Übergewinnmodell ein und glätte das Ergebnis durch das aktuelle durchschnittliche Kursziel der Analysten, so lande ich bei einem Fair Value von 430,18€ je Aktie.

Chancen und Risiken

Die Chancen von MSCI liegen auf der Hand. Während man in der Analyse kaum negative Punkte feststellen konnte, befindet man sich in einer stark wachsenden Branche. Auch die Branchen, die damit zusammenhängen wachsen, so etwa KI und Vermögensverwaltung. So scheint das aktuelle Wachstum auch nachhaltig zu sein. Das Unternehmen passt sich außerdem gut an neue Trends an und kann durch das Geschäftsmodell auch schnell auf nachgefragte Themen reagieren.

Das einzige wirkliche Risiko, das mir einfällt, ist, dass wenn die Zinsen langfristig wieder steigen, wieder weniger Anleger auf passive Indexfonds zurückgreifen werden und somit das große Standbein von MSCI schwächeln könnte. Ob, die Zinsen aber wieder so stark steigen wage ich zu bezweifeln, zumal die anderen Kundenbranchen ja ebenfalls wachsen und einen Rückgang in der Vermögensverwaltung ausgleichen könnten. Außerdem würden die Menschen dann ja auch Anleihen kaufen, die man auch indizieren und analysieren kann. Ihr merkt schon man muss schon echt kreativ werden bei den Risiken.

Investmententscheidung

Aufgrund der grundsätzlich positiven Analyse ergaben sich nur zwei Minuspunkte für MSCI in der Branchenanalyse. Insgesamt setze ich also auch nur einen Sicherheitsabschlag von 10% an, was 5% für jeden Minuspunkt entspricht. Ziehe ich die 10% vom fairen Wert ab, so lande ich bei einem Kauflimit von 387,16€. Um auf meine Verkaufsschwelle zu kommen, ziehe ich die Sicherheitsmarge von 150% des fairen Wertes ab. Danach würde ich ab 602,25€ verkaufen.

MSCI Kurs

Aktuell befindet sich der Preis für eine Aktie bei 553,77€. Danach befindet sich MSCI meiner Meinung und meiner Berechnung nach auf „Halten“. Dass der aktuelle Kurs deutlich stärker gestiegen ist als die Ertragskraft, seht ihr sehr schön auf dieser Grafik.

MSCI Logo

Fazit

Selten hatte ich Unternehmen in der Analyse, die nur zwei Minuspunkte bekommen haben. Insofern ist MSCI schon ein Ausnahmeunternehmen, dass höchstwahrscheinlich eine große Zukunft vor sich hat. Das Problem ist aber, dass gerade diese Aktien von jedem gekauft werden, wenn es doch so offensichtlich ist, dass man hier wenig falsch machen kann. Zumindest die Umsätze und der Cash Flow werden sicher weiter steigen. Wenn der Einstiegskurs nicht so relevant ist, dann können Dividendeninvestoren hier vielleicht gut mit einer Wachstumsstrategie einsteigen. Aber ich will meinen Gewinn ja beim Kauf machen. Auch die Branche insgesamt schätze ich aber sehr zukunftsträchtig ein, falls ihr hier noch andere Unternehmen auf dem Schirm habt.

Aber jetzt lasst mir erstmal eure Meinung zu MSCI selbst da. Was haltet ihr denn vom Unternehmen? Also, dass jetzt jemand sagt, dass das Unternehmen abschmieren wird, denke ich mal nicht. Aber findet ihr es gerade günstig oder auch eher teuer? Lasst mir und der Community gern eure Prognose da. Bitte denkt aber immer dran eure Meinung zu begründen. Nur so kann man sich nachvollziehen und hat einen Mehrwert. Ansonsten bedanke ich mich wie immer fürs Reinschauen und sage bis bald!

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4 Responses

  1. Hallo,

    danke für die Analyse.
    Ich hatte msci Anfang 2021 gekauft… Damals natürlich zu einem deutlich niedrigeren Kurs als jetzt.
    Dummerweise habe ich ihn aber wieder rausgeschmissen… Wahrscheinlich werde ich in Kürze wieder kaufen… Dieses Mal langfristig. Die Risiken sind sehr überschaubar, ich frage mich, so da der Haken ist ????

    • Hallo Steve ??‍♂️ Einen Haken gibt es meiner Meinung nach nicht, außer, dass der Kurs den Fundamentals entlaufen ist und langfristig wird sich der Kurs aber wieder angleichen, was man aktuell ja auch schon sieht. Für mich ist die Aktie trotz Kursrutsch auf halten ☺️?? LG Kai

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