Nintendo Aktienanalyse – Spielend leicht zu riesiger Rendite?

Hallo und herzlich willkommen auf dem Finanzplaneten! Mein Name ist Kai und ihr habt wieder abgestimmt. Heute kümmern wir uns um Nintendo. Ohne sich im Details mit dem Unternehmen beschäftigt zu haben, sollte man mitbekommen haben, dass insbesondere die Nintendo Switch Konsole während Corona einen riesigen Absatz gemacht hat und ständig ausverkauft war. Aber auch so ist Gaming scheinbar auf dem Vormarsch. Schauen wir uns mal an, ob und, wenn ja, wie das Unternehmen vom Lockdown und dem Gaming-Hype partizipiert. Viel Spaß mit der Nintendo Aktienanalyse!

Grundlagen

Als erstes wollen wir uns mal wieder anschauen was Nintendo so alles treibt und wie sich das Unternehmen entwickelt hat. So können wir die aktuellen Entwicklungen später viel besser einordnen und bekommen schon vorab ein gutes Gefühl für das Unternehmen.

Geschäftsmodell

Nintendo entwickelt, produziert und vertreibt Unterhaltungsprodukte. Hierbei haben sie sich mittlerweile insbesondere auf Konsolen und Spiele dafür konzentriert. Neben den Spielekonsolen werden außerdem traditionell noch Spielekarten verkauft, was mittlerweile aber eine untergeordnete Rolle spielt.

Historische Eckdaten

Gegründet wurde Nintendo 1889 in Japan. Es handelt sich auch bei Nintendo also wieder um ein sehr altes japanisches Unternehmen, genau wie bei Itochu oder auch Toyota. Und es gibt auch eine weitere Parallele zu den anderen Unternehmen. Im Laufe der Zeit hat sich das Geschäftsmodell von Nintendo geändert. Zunächst stellte man nämlich Hanafuda-Karten her. Das sind traditionelle japanische Spielekarten. Man sieht also schon wie weit verankert Trading Card Games in der japanischen Kultur sind. Bis 1929 schaffte man es zum größten Spielekarten-Unternehmen der Welt. Zunächst litt man unter dem zweiten Weltkrieg, weil die Menschen so weniger Interesse, Zeit und Geld für Freizeitaktivitäten hatten. Später ließ das Interesse an den Erwachsenen-Spielkarten allerdings auch so nach, sodass man 1959 eine Kooperation mit Disney einging und Disney-Karten herstellte, die dann für Kinder gedacht waren. Nintendo musste sich wandeln und stellte deshalb ab den 70ern auch elektronische Spielwaren her.

Die Entwicklung von elektronischen Spielwaren mündete in der Herstellung von Videospielen. Während man anfangs noch Arcade-Automaten herstellte, ging man schnell auch zu Konsolen für zu Hause über. Im Arcade-Spiel Donkey Kong 1981 trat zum ersten Mal der Charakter Jumpman auf, heute sicherlich besser bekannt als Super Mario. 1985 kam dann die NES-Konsole und ebnete den Weg für Nintendos Erfolg auf dem Konsolen-Markt. 1990 folgte dann bereits der Game Boy, der als weiterer Verkaufsschlager in die Geschichte eingehen sollte. So ging es Konsole für Konsole und Spiel für Spiel weiter, bis 2012 die Wii U kam. Diese Konsole war ein absoluter Misserfolg. Es führte allerdings auch dazu, dass Nintendo anfing auf Smartphones zu expandieren und auch einen eigenen Themenpark eröffnete. 2017 folgte dann mit der Nintendo Switch sozusagen ein Mix aus Handheld und stationärer Konsole. Die Switch führte zu einem bis heute anhaltenden finanziellen Erfolg, der insbesondere durch die Lockdowns in der Corona-Pandemie verstärkt wurde.

Produktanalyse

In der Produktanalyse wollen wir jetzt mal schauen, wie abhängig das Unternehmen wirklich von der Nintendo Switch ist und wo wohl am meisten Umsatz gemacht wird.

Geschäftsgebiete

In der Tat ist man fast vollständig abhängig vom Erfolg der Nintendo Switch. In der Rubrik Nintendo Switch Plattform fasst das Unternehmen alle Umsätze durch den Verkauf der Konsole selbst oder Spielen hierfür zusammen, egal ob sie analog oder digital erworben werden. Hierein fallen satte 95% der Unternehmensumsätze. 3% kommen aus dem Smartphone-Bereich und nur 2% aus den sonstigen Spielekonsolen.

Nintendo Aktienanalyse
Quelle: Marketscreener.com

Absatzmärkte

Dafür macht man auf der ganzen Welt mit der Nintendo Switch Umsatz. Zu 36% wird die Konsole in den USA verkauft, zu 25% in Europa und zu 23% im Heimatmarkt Japan. Die restlichen 16% verteilen sich dann auf die restliche Welt.

Nintendo Aktie Analyse
Quelle: Marketscreener.com

Auswertung

Der aktuelle Erfolg von Nintendo, auf den wir später noch zu sprechen kommen, ist einzig und allein auf die Switch-Konsole zurückzuführen. Das führt im Umkehrschluss natürlich auch dazu, dass auch der weitere Erfolg bis zu einer neuen Konsole komplett von Kassenschlager abhängig ist. Vertrieben wird die Konsole allerdings überall auf der Welt, und zwar gleichermaßen erfolgreich. Somit gibt es hier nur einen von zwei möglichen Punkten in der Produktanalyse.

Branchenanalyse

In der Branchenanalyse wollen wir uns aufgrund der absoluten Abhängigkeit von Nintendo von der Switch-Konsole, die Gaming-Branche und dabei insbesondere stationäre Spielekonsolen und PCs anschauen.

Attraktivität der Branche

Während für die gesamten Gaming-Branche ein jährliches Wachstum von 9,3% vorhergesagt wird, schrumpft der Konsolen-Bereich allerdings um ca. 5% jährlich. Die Diskrepanz zwischen diesen Werten ist insbesondere auf die immer größeren Umsätze in den Spiele-Apps der Smartphones zurückzuführen. Hier ist insbesondere das Freemium-Modell sehr erfolgreich, bei dem ein Spiel kostenlos runtergeladen werden kann und dann Ingame-Käufe für den Umsatz sorgen. Zudem sorgen auch andere Entwicklung wie das Cloud Gaming für Sorgenfalten bei den Konsolenherstellern. Hier würde man nicht auf der heimischen Konsole spielen, sondern über eine Cloud, die die notwendige Rechenleistung bringt. In Zusammenhang damit wird dann oft über ein Abo-Modell wie bei Netflix nachgedacht. Besonders das immer schneller werdende Internet wie 5G macht solche Überlegung möglich und vor allem sinnvoll. Auf dieser Grafik seht ihr nochmal sehr gut, wie sich die Konsolenverkäufe über die Jahre änderten.

Nintendo Marktanteil Konsolen
Quelle: Statista.com

Wettbewerber

Die klassischen Wettbewerber im Konsolenbereich sind neben Nintendo noch Sony mit der PlayStation und Microsoft mit der Xbox. Letztere sind aktuell auch schon mit dem Cloud-Gaming in den Ring gestiegen. Daneben sind aber auch die Gaming-Unternehmen des Smartphone-Bereichs Konkurrenz, da Casual-Konsumenten, die nicht regelmäßig spielen, wohl eher beim Smartphone bleiben, statt extra Geld für die Konsole auszugeben.

Kunden

Die Kundschaft von Konsolenherstellern ist zweigeteilt. Auf der einen Seite hat man die gewerblichen Großhändler, die die Spielekonsolen und die analogen Spiele weiterverkaufen oder in ihren Geschäften an den Konsumenten bringen. Daneben gibt es auch immer mehr Verkäufe direkt über die Konsole in den Onlineshops der Hersteller. Hier geht man den Weg zum Endkonsumenten ohne Zwischenstopp beim Großhändler und so sind die Kunden hier privat.

Zulieferer

Alle Bestandteile von Konsolen können von diversen Herstellern geliefert werden. Nintendo soll teilweise sogar mehrere Zulieferer für einzelne Teile wählen, damit diese untereinander im Preiskampf stehen. Als Entwickler der Konsole mit einem solchen Absatz wie bei Nintendo oder Sony, hat man auf jeden Fall gute Ausweichmöglichkeiten, da es sich für alle Hersteller lohnt hierfür die Produktion umzustellen.

Ersatzprodukte

Auch, wenn wir ignorieren, dass Zocken nicht essentiell es, und auch, wenn wir Brettspiele als Alternative weglassen, gibt es insbesondere mit Gaming-Apps für Smartphones und künftig auch mit Cloud-Gaming enorme Konkurrenz für den Konsolenmarkt.

Markteintrittsbarrieren

Aus dem Stehgreif eine neue Konsole zu entwickeln ist schwierig. Neben den anfänglichen Kosten für die Entwicklung und auch für die Vorfinanzierung der Produktion, schafft man es auch nur genug Konsolen zu verkaufen, wenn man genug Entwickler dazu bekommt, Spiele für die eigene Konsole zu entwickeln. Diese machen das wiederum nur, wenn man genug Konsolen verkauft, sodass man sich hier als Entwickler viele Spieleverkäufe verspricht. Das ist so ein bisschen wie die Frage nach der Henne und dem Ei.

Auswertung

Für die rückläufigen Umsätze mit den Konsolen sowie für die teils gewerblichen Kunden und die zahlreichen Ersatzmöglichkeiten zum Zocken mit der Konsole, ziehe ich 2,5 Punkte ab, sodass wir bei insgesamt noch 3,5 von 6 Punkten landen.

Marktstellung

Nachdem es der Konsolenbranche isoliert betrachtet jetzt nicht so gut geht wie dem Gamingbereich insgesamt, wollen wir nun mal schauen, ob sich Nintendo denn von diesem kleiner werdenden Kuchen wenigstens ein großes Stück abschneiden kann.

Produktentwicklung

Auf der einen Seite kann man Nintendo zugute heißen, dass sie immer wieder neue Spielekonsolen entwickeln. Ganz aktuell soll wegen der neuen PlayStation und Xbox eine Pro-Version der Nintendo Switch auf den Markt kommen. Das ist schon mal gut. Es bringt aber leider nur was, wenn der Konsolenbereich auch wächst, und das tut er künftig wohl nicht mehr, sondern ganz im Gegenteil. Mir fehlt beim Unternehmen etwas der Fokus auf den Wechsel hin zu Mobile Gaming oder zum Cloud Gaming. Natürlich kann es sein, dass Nintendo hier längt neue Produktreihen in der Mache hat. Davon habe ich jetzt aber noch nichts gehört und der Umsatz im Mobile-Bereich ist aktuell noch keiner Rede wert.

Möglichkeit einzukaufen

Aufgrund der Größe von Nintendo und der Absatzzahlen ihrer Produkte, haben sie eine gute Verhandlungsposition. Hier sollte man immer gut den Preis beim Zulieferer drücken können. Spielt dieser nicht mit, hat man sicher auch immer noch andere Möglichkeiten produzieren zu lassen.

Einflüsse auf das Geschäft

Aktuell gibt es zwei große Einflüsse auf das Geschäft mit der Switch. Corona und die damit verbundenen Lockdowns haben dafür gesorgt, dass die Menschen zum einen mehr Geld übrighaben und zum anderen Langeweile. Das mündete nicht selten im Kauf einer Switch-Konsole. Den zweiten und wesentlichen nachhaltigeren Effekt habe ich aber bereits erläutert. Die Menschen spielen immer mehr auf ihren Smartphones und holen sich nicht mehr extra eine Spielekonsole. Cloud Gaming könnte die Konsolen in Zukunft komplett obsolet machen.

Marketing

Um diesem negativen Trend entgegenzuwirken, braucht man auch ein enormes Marketingbudget. Das stimmt so weit auch, allerdings hat Nintendo mit Pokémon und Mario zwei enorm starke Franchises, die beiden nur auf ihren Konsolen Spiele erhalten. Fans kommen also an einem Produkt von Nintendo nicht vorbei. Hier hat man bezogen auf die Konkurrenz auf jeden Fall einen kleinen Vorteil. Sony und Xbox müssen sich Exklusivtitel regelmäßig einkaufen.

Wachstumsmöglichkeiten

Im aktuellen Annual Report geht Nintendo selbst bereits von sinkenden Umsätzen aus. Auch der Hersteller selbst sieht die aktuelle Entwicklung wohl eher als Corona geschuldeten Peak. Nachhaltiges Wachstum sehe ich aufgrund der Veränderung des Nutzerverhaltens kritisch. Das Geschäftsvolumen dürfte wohl eher wieder etwas abnehmen. Vor allem sieht man in dieser Grafik aus der Branchenanalyse ja auch gut den Produktlebenszyklus, der meistens 7-10 Jahre geht. Auch danach dürfte die Switch bereits die Hälfte ihres Lebens hinter sich haben.

Unternehmensführung

Seit 2018 heißt der CEO von Nintendo Shuntaro Furukawa. Der 48-jährige studierte in Japan Politik- und Wirtschaftswissenschaften. Direkt nach seinem Abschluss fing er bei Nintendo in der Finanzabteilung an. Die Zahlen des Unternehmens kennt er also schon länger. Zwischenzeitlich war er im Vorstand der Europa-Tochter von Nintendo und wurde dann in den Vorstand der Pokémon-Tochter gewählt. 2015 wurde er dann Leiter der Unternehmensplanung und ging 2016 in den Gesamtvorstand, wo er 2018 seinen Vorgänger beerbte. Da er auch bei der Entwicklung der Switch beteiligt war, scheint er ein guter Nachfolger zu sein. Vielleicht kann er ja den nächsten Meilenstein aus dem Ärmeln schütteln.

Gesetzliche Rahmenbedingungen

Als Produzent einer Spielekonsole ist man wenig und vor allem keinen speziellen rechtlichen Restriktionen unterworfen.

Auswertung

Aufgrund der nachlassenden Nachfrage nach Konsolen, der fehlenden Weiterentwicklung in den Wachstumsmärkten, der deswegen schlechten Wachstumschancen sowie des deswegen steigenden Marketingaufwands, ziehe ich für die Marktstellung 4 Punkte ab. Somit landen wir noch bei 3 von 7 möglichen Punkten.

Unternehmensbewertung

Du den Push der Nintendo Switch sollten wir bei den Finanzkennzahlen eigentlich nur positive Vorzeichen sehen. Schauen wir mal wie die Wachstumswerte der Vergangenheit aussehen und was wir daraus im Discounted Cash Flow- und Übergewinnmodell für einen Fair Value ermitteln können.

Finanzkennzahlen 5-Jahres-Durchschnitt

  • Operative Nettobetriebsvermögen -9,5%
  • Umsatz +23,1%
  • Operativer Gewinn +64,0%
  • Operative Marge 18,9%
  • Free Cash Flow +51,3%
  • Operativer CF +49,3%
  • Eigenkapitalquote 80,3%
  • Fremdkapitalkosten n/a
  • Dividendenwachstum +56,5% (+56,7% je Aktie)
  • Dividendenrendite 2,1% (aktuell 3,0%)
  • Ausschüttung des FCF 48,5%
  • Übergewinn +71,3%
  • Kurs-Buchwert-Verhältnis 3,99
Nintendo Umsatz

Erläuterung der Zahlen

Solche Wachstumswerte wie bei Nintendo in den letzten Jahren, habe ich sonst noch nirgends gesehen. Selbst bei Facebook, die zumindest ein ähnliches Umsatzwachstum haben, sind die Werte insgesamt nicht so krass gewesen. Bei Nintendo kommt hinzu, dass nicht nur der Umsatz enorm gewachsen ist, sondern auch die Rentabilität des Umsatzes gewachsen ist. Durch die zahlreichen Switch-Konsolen im Umlauf, haben die Menschen scheinbar nun auch viel mehr angefangen die Spiele zu kaufen. Zudem verlagert sich der Verkauf immer mehr auf die digitalen Spiele im Onlineshop. Hier dürfte die Marge nochmal größer sein als bei den Spielen ohnehin.

Nintendo Free Cash Flow

Die Dividende ist analog zum Erfolg des Unternehmens mit angestiegen. Das ist kein Zufall. Nintendo hat eine sogenannte leistungsabhängige Dividende. Wenn es gut läuft, wie es aktuell der Fall ist, partizipiert man also auch komplett vom Geschäftserfolg. Andersrum wird die Dividende aber auch gestrichen, wenn es mal nicht so läuft. Das seht ihr ganz gut, wenn ihr nochmal einen Blick auf die Cash Flow-Übersicht vom Aktienfinder werft. Insgesamt muss man Nintendo hier aktuell aber einfach 2 von 2 Punkten geben.

Fair Value

Ihr könnt es euch schon denken. Das historische Wachstum von Nintendo muss ich aufgrund der Aussicht auf das Wachstum im Konsolenbereich drastisch reduzieren. Da Nintendo aber viel Geld zum Forschen angesammelt hat, bin ich mir sicher man schafft es hier umzuschwenken und nach der Switch die nächste Cash-Cow heranzuzüchten. Insofern gestehe ich dem Unternehmen ganz konservativ ein Wachstum von 5% zu. Daneben habe ich als Eigenkapitalkosten wie immer 10% angesetzt und Fremdkapitalkosten habe ich aufgrund der starken Ertragskraft in Kombination mit keinen aktuellen Anleihen mit 1,5% angesetzt. Aufgrund der starken Eigenkapitalquote hat Nintendo aber nichts von seinen günstigen Zinsen und die durchschnittlichen Kapitalkosten liegen deswegen bei 8,3%. Pflege ich alle Daten in meine Modelle ein und glätte das Ergebnis mit dem durchschnittlichen Kursziel der Analysten komme ich auf ein Ergebnis von 350,80€ je Aktie.

Chancen und Risiken

Die größte Chance bei Nintendo sehe ich aktuell bei dem unfassbaren Geldregen, den das Unternehmen durch die Switch-Konsole erfährt. Man sieht durch die stark angestiegene operative Marge auch sehr schön wie gut man das Geschäftsmodell insbesondere aufgrund der digitalen Spiele skalieren kann. Zudem hat Nintendo mit Pokémon das wertvollste Franchise der Welt im Unternehmen und mit Super Mario sogar noch eines, das relativ weit oben in der Rangliste rangiert.

Die große Herausforderung bei Nintendo sehe ich darin das Geschäftsmodell nachhaltig abzuändern. Das Konsolengeschäft scheint auf dem absteigenden Ast zu sein, während die Gamingbranche insgesamt noch stark wächst. Man muss sich also nicht komplett neu erfinden, sollte seinen Fokus allerdings auf die Teilbereiche lenken, die wirklich funktionieren und zukunftsträchtig sind, Stichwort Mobile und Cloud Gaming. Microsoft macht es mit der Xbox aktuell denke ich schon vor.

Investmententscheidung

Aufgrund der zahlreichen Minuspunkte bei Nintendo kam es in Summe zu einem ziemlich großen Sicherheitsabschlag. Für jeden Minuspunkt habe ich wieder 5% Sicherheitsmarge angesetzt und komme somit auf einen Gesamtabschlag von 37,5%. Diesen ziehe ich jetzt vom Fair Value ab, um auf mein Kauflimit zu kommen. Es liegt somit bei 219,25€. Für die Verkaufsschwelle ziehe ich die Sicherheitsmarge von 150% des fairen Wertes ab und komme somit auf 394,65€. Bei knapp 400€ würde ich Nintendo Aktien also verkaufen, wenn ich welche besäße.

Bei einem aktuellen Kurs von sogar 488€ während ich diese Analyse schreibe, ist genau dieser Fall eingetreten. Die Nintendo-Aktie ist für mich aktuell so teuer, dass ich meinen Bestand zumindest mal reduzieren würde.

Nintendo Logo
Quelle: Wikipedia.com

Fazit

Ich denke mir mal, dass ihr gehofft habt etwas anderes zu hören, als ihr für Nintendo in der Abstimmung gevotet habt, allerdings ist das Unternehmen meiner Meinung nach aktuell alles andere als günstig. Gründe dafür könnte zum einen der psychologische Effekt sein, dass Anleger denken die aktuelle Entwicklung bei Aktien wird auch immer so weiter gehen. Was hier nicht zutrifft, wenn man sich die Branchenperspektive und die eigene Vorhersage des Unternehmens anschaut. Daneben sind die kalkulatorischen Kapitalkosten des Unternehmens durch die hohen Eigenkapitalquote einfach sehr hoch.

Insbesondere, weil das Unternehmen so hoch gevotet und sich damit so dringend gewünscht wurde, lasst mir doch gern mal eure Meinung zu Nintendo da. Seht ihr die Entwicklung der Konsole vielleicht anders? Wisst ihr vielleicht schon von neuen Projekten, die die Japaner in der Röhre haben? Schreibt es mir unten in die Kommentare. Ansonsten bedanke ich mich wie immer fürs Reinschauen und sage bis bald.

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8 Antworten auf „Nintendo Aktienanalyse – Spielend leicht zu riesiger Rendite?“

  1. Nintendo baut die Freizeitparks ähnlich wie Disney auf. Hier sehe ich deutliches Potential, ein wenig die Zyklik herauszunehmen. Auch entwickeln sich Markenunternehmen besser als der Durchschnitt. Es handelt sich um ein seriöses Unternehmen mit einem zu verstehenden Geschäftsmodell.
    Ich bin daher längerfristig in Nintendo als konservativen Wert investiert, um Ruhe ins Depot zu bringen. Wichtig ist zu wissen, ob man dieses Unternehmen besitzen will.
    Und da der Hunger nach Vergnügen nach der Politikkrise von 2020/21 gewachsen ist, sehe ich hier die Zukunft nicht ganz so düster.

    1. Ich begrüße die zusätzliche Diversifikation durch die Themenparks ebenfalls, allerdings muss man sagen, dass die Parks bei den Umsätzen momentan noch gar keine Rolle spielen. Ich würde da wie gesagt eher auf Cloud- oder Mobile Gaming als nächsten Schritt setzen. Letzteres passt ja auch gut zu Nintendo und der Zielgruppe der Casual Gamer. Danke für dein Kommentar und LG!

      1. Deswegen investiere ich ja jetzt, da das in Zukunft eine Rolle spielen wird. Allerdings verliebe ich mich in meine Investments nicht. Depotleichen werden nach einer Weile aussortiert.

  2. Nintendo scheint vieles richtig zu machen, auch wenn die Aktie vielleicht etwas zu teuer ist und die Aussichten auf hohe Kurssprünge gering sind.
    Vielen Dank für die gute Analyse!

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