Online Geld verdienen – Teil 2

Im ersten Teil der Reihe „Online Geld verdienen“ habe ich euch Möglichkeiten verraten, wie ihr online neben eurem Job etwas Geld nebenbei verdienen könnt. Nachdem ich mich dort auf aktive Arten der Einkünfte konzentriert habe, möchte ich euch heute zeigen, wie ihr ein passives Einkommen nebenbei aufbauen könnt. Auch hier gibt es einige Möglichkeiten, welche allerdings ganz andere Vorteile und Nachteile haben als die aktiven Möglichkeiten. Interessiert ihr euch besonders für passives Einkommen lest auf jeden Fall weiter!

Definition

Schon in der Einleitung habe ich von passivem Einkommen gesprochen. Um anschließende Missverständnissen vorzubeugen möchte ich dieses kurz näher definieren. Bei passiven Einkommen denken die meisten daran Geld zu verdienen ohne etwas dafür tun zu müssen. Passives Einkommen nach dieser Definition ist meiner Meinung nach nicht möglich. Wenn es möglich wäre, dann würde jeder Mensch auf der Welt nur noch auf diese Weise sein Geld verdienen. Viel mehr gehe ich im Folgenden davon aus, dass passives Einkommen Einkommen ist, welches von dem Arbeitsaufwand bis zu einem gewissen Grad entkoppelt ist. Sprich wie viel Geld ihr verdient hängt nicht weiter fix davon ab wie viele Stunden ihr arbeitet. Grundlage für passives Einkommen ist nichtsdestrotrotz Zeit, entweder in Form von Arbeitszeit oder Kapital.

Vor- und Nachteile

Der große Vorteil liegt auf der Hand. Besonders für die meisten Angestellten ist es ein Graus Selbstständig zu sein. Selbstständig bedeutet für die meisten „selbst“ und „ständig“. Erfüllt ihr gerade Kundenaufträge und könnt diese anschließend abrechnen, so habt ihr Geld verdient. Tut ihr es nicht, so habt ihr keine Geld verdient. Seid ihr zum Beispiel krank oder möchtet Urlaub machen, dann müsst ihr euer Geld vorher verdienen und darauf zurückgreifen oder euch versichern. Bei passiven Einkommen verdient ihr auch dann Geld, wenn ihr mal einen Tag nicht arbeitet, die Buchhaltung machen müsst oder krank seid.

Dieser enorme Vorteil kommt natürlich nicht ohne einen enormen Nachteil. Dieser ist beim passiven Einkommen, dass man nicht sofort Geld verdient. Dies macht einen sofortigen Wechsel vom Angestelltenverhältnis hin zur Selbstständig mit rein passiven Einkommen schwierig. Bei jeder passiven Einkommensquelle muss man sich nach und nach erstmal den Geldstrom erschließen. Läuft er einmal stoppt er dafür nicht sofort, wenn man ihn mal einen gewissen Zeitraum nicht pflegt.

Passives Einkommen durch Arbeitseinsatz

Kommen wir zunächst einmal zu Möglichkeiten sich passives Einkommen durch Arbeitseinsatz aufzubauen. Meist ist der Verlauf so, dass ihr anfänglich sehr viel Zeit investieren müsst ohne dafür entlohnt zu werden. Anschließend generiert euer aufgebauter Geldstrom auch Einkommen trotz vergleichsweise geringem Aufwand.

T-Shirts designen

Genau wie beim aktiven Einkommen könnt ihr als Designer arbeiten. Anstatt für andere Leute in Auftrag Designs zu erstellen, könnt ihr diese allerdings auch für euch selbst nutzen. Auf diversen Plattformen wie Spreadshirt oder Amazon könnt ihr eure Designs hochladen. Anschließend können Kunden Produkte mit euren Designs kaufen, wie z.B. T-Shirts. Jedes mal, wenn ein Produkt mit eurem Design verkauft wird erhaltet ihr Lizenzgebühren. Ihr müsst also erstmal Zeit aufbringen, indem ihr diese Designs erstellt. Habt ihr eine gewisse Anzahl geuploaded verkaufen sich diese natürlich auch ohne, dass ihr jeden Tag weiterdesignt.

Bücher schreiben

Bist du begnadeter Autor und willst nicht nur Texter für andere sein? Dann kannst du dir durch ein Buch sehr gut ein passives Einkommen aufbauen. Hier ist der anfängliche Arbeitsaufwand bevor überhaupt Geld reinkommen kann natürlich extrem. Ein Buch zu schreiben dauerte eine Zeit von mehreren Wochen bis Monaten, ohne dass ihr in dieser Zeit dafür entlohnt werdet. Danach könnt ihr euer Buch aber veröffentlicht und je nachdem wie zeitlos es ist, wird es euch mit einer guten Marketingstrategie auch gutes Geld in die Kasse spülen.

Musik produzieren

Musiker haben wohl das offensichtlichste passive Einkommen, ohne dass sich die Menschen darüber Gedanken machen. Produzieren Musiker Lieder erhalten sie jedes Mal, wenn dieses gespielt wird ebenfalls Lizenzgebühren. In Deutschland können sich Musiker z.B. der GEMA anschließen, welche dafür sorgt, dass die Musiker ihre Gebühren erhalten. Seid ihr also musikalisch oder habt sogar bereits eine Band, könnt ihr optimal dieses passive Einkommen nutzen. Seid ihr bisher nur gegen Entgelt aufgetreten, so produziert doch mal eigene Musik und verkauft dieses Album. Dies könnt ihr mittlerweile nämlich auch elektronisch und online tun.

Stockfotografie

Wenn ihr Fotografen seid oder einfach nur eine Spiegelreflex im Schrank habt, dann ist dieser Punkt eventuell etwas für euch. Mittlerweile reicht auf manchen Plattformen auch bereits die Qualität eines neueren Smartphones. Auf Plattformen wie shutterstock könnt ihr eure Urlaubsbilder oder sonstiges anbieten und verschlagworten. Wenn jemand z.B. über euer Urlaubsziel, die Rasse eures Hundes, den ihr fotografiert habt oder ähnliches online schreibt und dafür ein Foto braucht, so kann er gegen Gebühr eure Fotos nutzen. Ich kann euch aus Erfahrung allerdings sagen, dass Urlaubsbilder aufgrund der sehr großen Konkurrenz nicht gut gehen. Lieber solltet ihr beliebte Themen recherchieren und gezielt hierfür Shootings betreiben oder passende Dinge fotografieren.

Digitale Infoprodukte

Kennt ihr euch besonders gut mit einem Thema aus? Dann sind vielleicht digitale Infoprodukte etwas für euch. Diese können mehrere Formen annehmen. Ihr könnt Videokurse anbieten oder auch E-Books schreiben. Die Möglichkeiten sind hier vielfältig. Wie aber auch bei einem richtigen Buch geht hier enormer Arbeitsaufwand voraus, kann euch danach allerdings auch lange Zeit ein passives Einkommen bescheren und es gibt aus diesem Grund auch nicht unendlich viel Konkurrenz.

Nischenseiten (Affiliate Marketing)

Affiliate Marketing meint, dass ihr jemand über euren personalisierten Link auf eine andere Seite weiterleitet. Erwirbt er dort ein Produkt, so erhaltet ihr einen Teil des Erlöses als Provision für die Weiterleitung. Mit Nischenseiten sind Seiten gemeint, die sich einer bestimmten thematischen Nische widmen und nur als reines Affiliate-Marketing-Tool funktionieren. Ihr kümmert euch um ein selteneres Thema, behandelt es durch diverse Beiträge, rankt dadurch schnell und gut in der Googlesuche und generiert so Traffic auf eurer Seite. Wenn diese Menschen über die Links auf eurer Seite anschließend Produkte erwerben habt ihr euer passives Einkommen. Der Arbeitsaufwand ist hier bis zur Fertigstellung der Website allerdings auch nicht zu verachten und kann bis in den hohen zweistelligen Stundenbereich gehen.

Software

Genau wie beim aktiven Einkommen denke ich, dass ihr hiermit die besten Karten auf ein gutes Einkommen habt. Egal, ob es um Spiele geht oder ihr etwas programmiert, das Menschen bei ihren Problemen hilft. Allein dadurch, dass die breite Masse der Bevölkerung eher weniger programmieren kann, sorgt für einen gewissen Burggraben bei eurer Unternehmung. Dadurch kann nicht jeder eure Idee kopieren und ihr bleibt länger der Platzhirsch bei eurer Idee. Das sorgt dafür, dass der Einkommensstrom länger fließt. Erstellt einfach ein Programm oder eine App und stellt diese zur Verfügung. Entweder verlangt ihr direkt einen Preis oder ihr bietet im Programm kostenpflichtige Upgrades an.

Passives Einkommen durch Kapital

Jetzt kommen wir du den passiven Einkunftsarten, welche nicht Zeit sondern Kapital als anfängliches Investment voraussetzen. Zeit ist zwar in gewisser Maßen Geld, hier geht es anschließend jedoch wirklich, um Geld welches ihr investieren müsst.

Zinsen

Egal ob über Anleihen, P2P-Kredite, Festgeld oder auf dem guten alten Sparbuch. Durch eurer investiertes Kapital erhaltet ihr hier vorher festgelegte Zinsen. Auch eine vereinbarte Laufzeit kann hier vereinbart werden und eure Rendite steigern. Zinsen resultieren aus Finanzwerte. Bei längerfristigen Investitionen in Finanzwerten müsst ihr besonders die Inflation im Blick haben. Diese vermindert den Wert eures Geldes und macht auch eure erhaltenen Zinszahlungen weniger wert. Zinszahlung sind natürlich absolut passiv, nachdem ihr einmal Geld investiert habt.

Online ein passives Einkommen aufbauen
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Dividende

Dagegen sind Aktien Sachwerte. Aktien sind nämlich Anteile an Unternehmen. Diese Unternehmen bestehen aus Gebäuden und Maschinen und haben oft ein Lager mit Vorräten. Hier steigert die Inflation meist den Wert der produzierten Produkte und des Unternehmens. Schüttet ein Unternehmen Gewinn aus, so tut es dies meist in einem gewissenen prozentualen Anteil am Kurswert der Aktie. Steigt der Wert der Aktie also aufgrund der Inflation und der damit verbundenen Preissteigerung der Sachwerte, so steigt in der Regel auch die Dividende. Auch hier müsst ihr natürlich erstmal Kapital investieren, indem ihr die Aktien kauft. Danach sind die Dividenden auch absolut passiv verdient.

Mieteinnahmen

Immobilien sind ebenso wie Aktien Sachwerte und sind deshalb auch wie oben beschrieben inflationsgesichert. Erwerbt ihr für Kapital eine Immobilie und vermietet diese, so erhaltet ihr Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung. Bei der Passivität der Mieteinnahmen gibt es viele Diskussionen. Objektiv muss man sagen, dass die Mieteinnahmen verglichen mit Zinsen oder Dividenden nicht komplett passiv sind. Allerdings sind Geschichten von ständigen Mietnomaden oder alle 3 Monate Mieterwechsel genauso übertrieben, wie die Geschichten von Menschen, die mit Aktieninvestments alles verloren haben. Natürlich gibt es diese Pechvögel. Sie sind aber genauso selten, wie teilweise dann auch selber Schuld gewesen. Was die Passivität angeht muss man als Vermieter hauptsächlich 2 Dinge tun. Diese sind 1. Mieter suchen bei Mieterwechsel und 2. laufende Verwaltung und Reparatur der Immobilie. Beide Dinge, die wohl die meisten Zeit als Vermieter fressen, können komplett geoutsourct werden. So erhaltet ihr dann auch mit Vermietung ein passives Einkommen.

Schlusswort

Für passives Einkommen habe ich euch nun also viele Möglichkeiten genannt. Viele Möglichkeiten setzen Arbeit voraus und andere setzen Kapital voraus. Ohne Gegenleistung gibt es nicht nur kein passives Einkommen, sondern gar kein Einkommen (außer vielleicht Sozialleistungen). Passives Einkommen eignet sich gut, um sich neben dem Hauptjob einen zweiten Einkommensstrom aufzubauen. Auch wenn ihr langsam nebenberuflich in die Selbstständigkeit starten wollt, ist passives Einkommen eine Überlegung wert. Weniger geeignet ist es, wenn ihr gerade in die Selbstständigkeit starten wollt und dringend sofort Umsätze generieren müsst, da es meist etwas Anlaufzeit braucht.

Ich hoffe ich konnte euch mit diesem Beitrag ein paar Ideen geben, sodass ihr für euch weiter überlegen könnt, womit ihr euch am besten weitere Einkommensquellen aufbauen könnt.

Erlangt finanzielle Freiheit durch finanzielle Bildung!

In diesem Sinne bis bald!

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