Private Finanzen organisieren – Kostenloser Finanzkurs Teil 1 – Richtiges Mindset und Vermögensaufstellung

Hallo und herzlich willkommen auf dem Finanzplanet! Mein Name ist Kai und heute gibt es den ersten Teil des versprochenen Kurses für die private Finanzplanung. Der Kurs ist in 10 Kapital unterteilt. Heute geht es um das richtige Mindset bzgl. Finanzen und darum, wie man für sich eine private Vermögensbilanz aufstellt. Ich weiß für viele Abonnenten sind die Themen ein alter Hut und ihr lernt nur vielleicht etwas Neues. Nichtsdestotrotz schadet es nicht, wenn auch die alten Hasen nochmal einen solchen Kurs schauen, um sich selbst und die eigenen Finanzen auf den Prüfstand zu stellen.

Ansonsten ist der Kurs perfekt für alle Zuschauer und Leser, die ihre Finanzen optimieren wollen, um so möglichst bewusst mit dem Geld umzugehen und im besten Fall die Sparquote deutlich zu erhöhen. Nach Umsetzung des Kurses sollte man finanziell auf jeden Fall strukturierter und besser dastehen. Mit organisierten privaten Finanzen und einer guten Finanzplanung kann man das Leben viel sorgenfreier genießen und auch freier Handeln. Wenn dich das anspricht, dann wünsche ich dir viel Spaß mit diesem Kurs!

1. Vorwort

Bevor wir richtig anfangen, möchte ich dir vorab gern einige Dinge mit auf den Weg geben. Dies dient dazu, dass du im weiteren Verlauf motivierter bist den Kurs durchzuziehen und vor allem auch umzusetzen.

1.1 Glückwunsch!

Zuallererst möchte ich dir meinen Glückwunsch aussprechen! Dass du dir diesen Kurs anschaust, zeigt ganz deutlich, dass du dich mit deinen Finanzen beschäftigst. Schon John D. Rockefeller, der erste Milliardär der Geschichte wusste: „Es ist wichtiger einen Tag im Monat über sein Geld nachzudenken, als einen ganzen Monat dafür zu arbeiten!“. Du legst mit diesem Kurs den Grundstein für deinen finanziellen Erfolg und deine finanzielle Freiheit.

Also nochmal Glückwunsch! Glückwunsch dazu, dass du dir in Zukunft weniger Sorgen machen musst. Glückwunsch dazu, dass Existenzängste bald der Vergangenheit angehören. Glückwunsch dazu, dass du deine private Rentenvorsorge bald schon abgehakt hast und im Alter nicht beim Rentenamt erfragen musst, wann du in Rente gehen darfst. Das kannst du dann selbst entscheiden. Glückwunsch dazu, dass du bald zum kleinen Teil der Deutschen gehörst, die ihr Geld investieren und für sich arbeiten lassen, um so Geld im Schlaf zu verdienen. Und das ist wichtig. Denn wie Warren Buffett, einer der aktuell reichsten Menschen der Welt, bereits sagte: „Wenn wir nicht lernen Geld im Schlaf zu verdienen, dann müssen wir arbeiten, bis wir sterben“. Und nach Umsetzung dieses Kurses wirst du genau dazu in der Lage sein.

1.2 Learnings im Kurs

Dies ist ein langfristiger Kurs. Auch, wenn er nicht ewig dauert, solltest du Kapitel für Kapitel umsetzen und dich langsam vorhangeln. Baue dir eine kleine Checkliste, auf der du die Lektionen aus diesem Kurs aufschreibst und abhakst, wenn du sie erfüllt oder umgesetzt hast. Einiges habe ich schon vorweggenommen, aber ich möchte dir nochmal genau auflisten, welche Learnings du aus diesem Kurs mitnehmen kannst:

  • Du wirst erkennen warum es sinnvoll und wichtig ist sich mit seinen Finanzen zu beschäftigen,
  • Du wirst eine andere Einstellung zu Geld, Reichtum und Konsum erreichen, wenn du siehst, was in deinem Leben möglich ist.
  • Du wirst wissen wie viel Vermögen du unterm Strich tatsächlich besitzt und kannst dir so diesbezüglich Ziele setzen.
  • Du wirst ohne Mühe automatisch jeden Monat sparen.
  • Du wirst deine Schulden konsequent abbauen und dich auf dem besten Weg befinden schuldenfrei zu sein.
  • Du wirst für Notfälle einen Notgroschen aufgebaut haben.
  • Du wirst verschiedene Möglichkeiten kennengelernt haben dein Geld zu investieren.
  • Du wirst dein Geld über Investitionen für dich arbeiten lassen, statt nur für dein Geld zu arbeiten.
  • Du wirst Möglichkeiten erkannt haben, deine Sparrate mühelos zu erhöhen.

1.3 Zusätzlicher kostenloser Content

Neben diesem Kurs bin ich ja auch regelmäßig mit Aktienanalysen, Wirtschaftsnews und ähnlichem in den sozialen Netzwerken unterwegs. Du brauchst nicht mehr Finanzen in deinem Leben als durch diesen Kurs. Falls du jedoch auf den Geschmack kommst, kannst du auf YouTube, Facebook, Instagram, Twitter und meinem Blog zusätzlich und aufbauend auf den Kurs kostenlosen Content finden. Die Links findest du über meinen YouTube-Kanal oder auf dem Blog. Über meine Facebook-Fanpage findest du auch eine Gruppe, der du beitreten kannst, damit du offene Fragen schnellstmöglich beantwortet bekommst. Natürlich kannst du auch mir persönlich am besten bei Instagram schreiben. Aber jetzt geht es dann erstmal mit dem Kurs los.

1.4 Tipps zur Bearbeitung

Vorweg möchte ich dir einige Tipps zur Bearbeitung geben. Am besten schaust du dir den gesamten Kurs einmal an. Die anderen beiden Teile kommen die nächsten beiden Donnerstage online. Danach weißt du was dich insgesamt erwartet. Wenn du nun Lektion für Lektion nochmal durchsiehst und auch probierst umzusetzen, so kannst du deine Taten leichter ins Gesamtbild einfügen. So verstehst du den Sinn hinter dem was du tust und lernst besser. Mache dir am Anfang bewusst, welche Learnings du mitnehmen solltest, und mache dir mache dir nach dem Kurs bewusst, welche Learnings du tatsächlich erreicht hast. Arbeite die fehlenden Learnings nach.

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Learning by Doing

2. Notwendiges Mindset

Bevor es zur ersten praktischen Lektion geht, müssen wir erstmal grundlegendes Mindset aufbauen. Warum solltest du überhaupt deine Finanzen regeln und nicht dein ganzes Geld ausgeben? Wahrscheinlich hast du selbst schon eine Idee hierzu, wenn auch nicht ganz ausgereift, da du auf diesen Kurs gestoßen bist. Am Ende dieser Lektion wirst du genau wissen warum es sich so unfassbar lohnt seine Finanzen im Griff zu haben. Du weißt was es wirklich heißt sein Geld zu verkonsumieren und weißt ebenso was möglich ist, wenn du unnötigen Konsum widerstehen kannst.

2.1 Geld ist gedruckte Freiheit

Zeit ist Geld. An diesem Spruch ist etwas Wahres dran. Hat jemand also mehr Geld, dann hat er auch mehr Zeit. Etwas weitergesponnen kann man auch sagen, wer mehr Zeit hat, der hat mehr Freiheiten. Und so ist es auch mit dem Geld. Geld schafft Freiheiten. Ich persönlich war schon öfter an Situationen gelangt, an denen ich freiere Entscheidungen treffen konnte, aufgrund eines finanziellen Polsters. So konnte ich beispielsweise einen ungeliebten Job kündigen, ohne mich weiter abquälen zu müssen, obwohl ich keine neue Stelle in der Hinterhand hatte. Für den Notfall hätte ich genug Geld auf der hohen Kante gehabt, um die Sperrfrist des Arbeitslosengeldes zu überstehen. Zudem reichten die etwaigen 60% Arbeitslosengeld I auch dauerhaft, um meine Lebenserhaltungskosten zu zahlen, da ich meine persönliche Finanzplanung schon erledigt hatte.

Es gibt allerdings noch andere, teilweise auch simplere, Beispiele für die Freiheit, die das Geld bietet. So kann man zum Beispiel nach Belieben bei einer Städtereise noch einen Tag dranhängen, unbezahlten Urlaub nehmen, wenn man ich nötig hat, oder auch leichter in die Selbstständigkeit starten. Egal um welche Entscheidung es geht. Alles ist leichter und man ist somit bei allem auch freier mit mehr Geld.

2.2 Jeder kann vermögend werden

Viele Menschen denken vermögende Menschen sind aufgrund eines glücklichen Zufalls an ihr Geld gekommen und man sei dazu verdammt in ähnlichen Verhältnissen aus dieser Welt zu gehen, wie man in sie hineingeboren wurde. Doch das ist absoluter Nonsens. Jeder Mensch in einem Industrieland wie Deutschland kann vermögend und reich werden! Dazu müssen wir aber erstmal besprechen was es heißt reich zu sein. Man kann reich an vielen Dingen sein, hier beschränken wir uns aber natürlich auf finanziellen Reichtum.

Reich sein heißt eigentlich nichts anderes wie ohne für seinen Unterhalt arbeiten zu gehen möglichst lange über die Runden kommen. Umso länger man ohne weiteres Einkommen durch aktive Arbeit übersteht, desto wohlhabender ist man. Jemand, der mit seinem Ersparten also einige Monate überbrücken kann ist wohlhabender als jemand der von der Hand in den Mund lebt. Wirklichen finanziellen Reichtum hat man dann erreicht, wenn die eigenen Kapitalerträge den Lebensunterhalt decken. Sprich man kann unendlich lang von seinem Kapital leben. Dies nennt man auch finanzielle Freiheit. Und ja das ist tatsächlich möglich.

Sparquote

Umso weniger man verdient, desto schwerer fällt es natürlich zusätzlich noch etwas zu sparen. Das ist richtig. Und jemand mit 1.200€ Nettoeinkommen kann auch mit großen Mühen wahrscheinlich maximal 200€ davon im Monat sparen. Jemand, der 2.000€ netto verdient, kann hingegen wahrscheinlich jeden Monat mühelos 500€ sparen. Die zweite Person sollte es doch also viel schneller in die finanzielle Freiheit schaffen, oder? Nur bedingt, denn die zweite Person hat auch Lebenserhaltungskosten 1.500€, welche letztendlich mit Kapitalerträgen gedeckt werden müssen, um die finanzielle Freiheit zu erreichen. Die erste Person muss hingegen nur 1.000€ Lebenserhaltungskosten decken. Am besten kann man eher die Sparquote vergleichen, wenn es darum geht, wie erfolgreich jemand spart und investiert. Am besten kann man hier als Übersicht folgende Tabelle nehmen. Bei 7,5% Rendite (wo es die gibt, erkläre ich später) und 1,5% Inflation ergibt sich folgendes, wenn man auch die Steuern beachtet:

SparquoteDauer bis zur finanziellen Freiheit
5%70 Jahre
15%48 Jahre
25%37 Jahre
35%30 Jahre
45%23 Jahre
55%18 Jahre
65%13 Jahre

2.3 Du bist schuld!

Wenn also jeder wohlhabend werden kann, wieso wird es dann nicht jeder? Wer ist schuld daran, dass du deine finanzielle Freiheit nicht erreichst und stattdessen mit 5-10% Sparquote zu kämpfen hast? Schuld bist nur du selbst. Niemand anderes hat Schuld an deiner Situation. Und bevor du diesen Kurs jetzt wieder abschaltest, lass es mich erstmal erklären. Dass man selbst schuld an allem ist, das einem passiert, ist mehr eine Einstellungs- statt einer Tatsache.

Das Gute daran, dass einzig und allein man selbst für alles verantwortlich ist, ist nämlich, dass man selbst auch immer die Macht an seiner Situation etwas zu ändern. Wem man die Verantwortung für die eigene Situation gibt, der besitzt auch die Macht über das eigene Leben. Man selbst hat mit einer solchen Ansicht ja gar nicht die Möglichkeit aus einer misslichen Lage herauszukommen. Also nimm die Verantwortung für deine finanzielle Situation auf dich und du wirst durch diese Änderung in deinem Mindset auch die Macht darüber erhalten an deiner Situation etwas zu ändern. In der Opferrolle ist das, wenn überhaupt, nur schwer möglich.

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Struktur in den eigenen Finanzen

2.4 Opportunitätskosten des Konsums

Etwas anderes wichtiges ist die eigene Motivation. Warum sollte man eigentlich 50€ mehr sparen im Monat, wenn man dafür doch zweimal lecker Essen gehen könnte? Man könnte auch ein schönes Skyabo nehmen. Sind nur 50€, oder? Was wäre jedoch, wenn man diese 50€ anlegt? Was wird aus ihnen in 10-50 Jahren? Man kann es selbst ausrechnen, wenn man mal vor einer größeren Anschaffung steht, um sich die Notwendigkeit des Konsums nochmal vor Augen zu führen. Die Formel geht so: Kapital x (1 + Zins) hoch Anlagedauer. 50€ werden in 50 Jahren bei 7,5% Rendite also zu rund 1.800€. Man sieht also was gerade die Konsumentscheidungen in jungen Jahren zu späterem Wohlstand beitragen. Wenn du also noch relativ jung bist, dann freu dich, dass du über diesen Kurs gestolpert bist. Über die Anlagedauer hat man den größten Hebel für seinen finanziellen Erfolg.

2.5 Erreichbares Vermögen

Gerade haben wir uns schon damit beschäftigt, wie lange es dauert finanziell frei zu werden. Was ist denn aber an tatsächlichen Vermögen innerhalb eines Berufslebens möglich? Schauen wir uns hier einmal wieder eine Tabelle an, wobei wir wieder von einer Rendite von 7,5% und verschiedenen Anlagezeiträumen und Sparraten ausgehen, wobei ich die Steuern berücksichtigt habe:

Sparrate/Anlagedauer15 Jahre30 Jahre45 Jahre
200€60.188,15€198.677,28€515.135,25€
400€116.735,23€384.003,72€994.721,78€
800€229.208,28€753.227,04€1.950.625,28€
1.400€397.720,01€1.306.609,64€3.383.454,32€
2.000€566.112,74€1.859.720,29€4.815.658,96€

2.000€ kann zugegebenen Maßen nicht jeder sparen, dennoch zeigt diese Tabelle sehr schön was möglich ist. Wie man sein Einkommen und/oder seine Sparrate erhöhen kann, ohne vom aktuellen Lebensstandard abweichen zu müssen, schauen wir uns später an.

2.6 Bezahle dich selbst zuerst!

Täglich geben wir Geld aus. Am Anfang des Monats gehen Daueraufträge und Lastschriften ab, mit denen wir Vermieter, Versorgungswerke, Versicherungen und Vereine bezahlen. Wir stehen morgens auf und bezahlen den Bäcker beim Brötchen holen. Am Mittag gehen wir essen und bezahlen den Restaurantbesitzer. Bevor wir nach Hause fahren, gehen wir noch einkaufen und bezahlen den Ladenbesitzer für die Einkäufe. Aber vergessen wir nicht etwas ganz Wichtiges? Wann bezahlst du dich selbst und vor allem wie bezahlt man sich selbst?

Sich selbst zu bezahlen, macht man in dem man spart. So bezahlt man sein künftiges Ich. Im nachfolgenden Monat hat man mehr als im Monat davor und tritt so finanziell nicht auf der Stelle, sondern kommt voran. Und wenn wir mal ehrlich sind, sollte man nicht gerade bei so etwas wichtigem wie Geld erstmal egoistisch sein? In der Praxis ist es jedoch meistens so, dass man alle Menschen vor einem selbst bezahlt und sich selbst bezahlt man den mickrigen Rest, der am Ende des Monats übrigbleibt. Mein Tipp ist deshalb, vor allen Rechnungen sollte man sich selbst für die eigene herausragende Leistung selbst bezahlen und damit für die monatliche Arbeit belohnen.

2.7 Jeder Euro ist einer deiner Angestellten

Schon Warren Buffett sagte: „Wir müssen lernen im Schlaf Geld zu verdienen, ansonsten müssen wir arbeiten, bis wir sterben“. Ziemlich derber Spruch aber an sich ist es so. Aber wie soll man im Schlaf Geld verdienen? Unternehmer schaffen dies, indem sie ein System zum Geld verdienen aufbauen, in das sie dann Angestellte stecken, die für sie arbeiten. Unternehmer kaufen sich sozusagen die Zeit der Angestellten, sodass sie Zeit für andere Dinge haben.

Jetzt möchte natürlich nicht jeder Mensch Unternehmen gründen und Unternehmer werden. Hier gibt es allerdings einen Trick, werde Investor. Auch als Investor hast du Angestellte. Jeder verdiente Euro von dir ist einer deiner treuen Angestellten und die Euros zu investieren ist wie deine Angestellten zur Arbeit zur schicken. Jetzt arbeiten sie und erwirtschaften unermüdlich Geld für dich, auch wenn du schläfst.

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Bewusster Umgang mit Geld

3. Tracking des Vermögens – Vermögensbilanz

Nachdem ich dir schon gezeigt habe, wie du dich selbst zum Sparen und Investieren motivieren kannst und, dass es viel mit deiner Ansicht und deiner Einstellung zu tun hat, gehen wir nun zum praktischen Teil über. Wenn dir irgendetwas zu aufwendig erscheint oder du die Sinnhaftigkeit bezweifelst, dann hast du ja jetzt auch vor Augen was alles möglich ist, wenn du deine Finanzen ordnest, Schulden abbaust und Vermögen aufbaust.

3.1 Ohne Plan und Ziel durchs Leben

Niemand hat jemals einen Plan gemacht, um pleite, dick, faul oder dumm zu sein. Das sind Dinge, die passieren, wenn du keinen Plan hast. Du musst dich selbst als ein Boot sehen, das über den Ozean kreuzt. Der Ozean ist das Leben und die Häfen stellen Erfolg in ganz verschiedenen Hinsichten dar. Wenn man nun kein Ziel im Leben hat und sich einfach von den Strömungen treiben lässt, dann kommt man niemals irgendwo an. Ganz genau wie das Schiff, das sich von den Strömungen auf dem Meer herumtreiben lässt. Wie kommt ein Schiff aber zu seinem Ziel? Es muss einen Kurs festlegen und regelmäßig korrigieren. Dafür muss der Navigator auch regelmäßig den Standort bestimmen und den Kurs korrigieren.

3.2 Vorteile des Trackings

Da du diesen Kurs anschaust, sollte dein Ziel ja in irgendeiner Form monetär sein. Jetzt geht es also darum deinen finanziellen Standort zu bestimmen und regelmäßig deinen finanziellen Kurs zu korrigieren, damit du möglichst schnell wie im vorangegangenen Beispiel in deinen gewünschten Hafen einläufst. Standortbestimmung und Kurskorrektur bewirkst du über das Tracking deines Vermögens in zweierlei Hinsicht. Den Standort ermittelst regelmäßig du über Vermögensaufstellungen. Den richtigen Kurs schlägst du über Budgetierung durch ein Haushaltsbuch ein. Gehen wir nacheinander auf beides ein. Du hast hier auf jeden Fall den großen Vorteil, dass du wesentlich schneller und ziemlich sicher an dein dir vorgenommenes Ziel kommst. Besonders bei monetären Zielen kann man über Sparrechner sogar ziemlich genau sagen, was benötigt wird, um ans Ziel zu kommen.

3.3 Vermögensaufstellung

Eine Vermögensaufstellung ist der erste Schritt. Sie ist notwendig, um deinen aktuellen Standort festzuhalten. Sie stellt sozusagen fest wie weit dein Schiff von deinem Hafen entfernt ist. Auch, wenn es Vermögensaufstellung heißt, werden hier alle Vermögensgegenstände und alle Schulden gegenübergestellt, sodass du unterm Strich dein Nettovermögen siehst. Wie eine Vermögensaufstellung aussehen kann, siehst du in folgender Abbildung:

Vermögensgegenstände Schulden 
Sichteinlagen1.000,00 €Autokredit 1-5.000,00 €
Mietkaution2.000,00 €Autokredit 2-10.000,00 €
Fuhrpark16.000,00 €Immobiliendarlehen-180.000,00 €
Immobilien200.000,00 €Konsumschulden-2.000,00 €
Wertpapiere25.000,00 €Schulden-197.000,00 €
Anleihen5.000,00 €  
P2P-Kredite2.000,00 €  
Bruttovermögen251.000,00 €Nettovermögen54.000,00 €

3.3.1 Erstmalige Aufstellung

Das erste Mal eine Vermögensaufstellung zu machen kann etwas knifflig sein. Während einige Dinge wie Sparbücher oder der Depotbestand leicht auszumachen sind, sind andere Dinge wie die Immobilien und die zugehörigen Darlehen schwierig zu bewerten. Ich empfehle anfänglich etwas mehr Aufwand auf sich zu nehmen und die Vermögensaufstellung zum Beispiel in Excel zu machen, wenn man hier relativ fit ist. Hier kann man dann für jede Position einen eigenen Tab anfertigen. Für die Immobilien und die Autos kann man dann jeweils über den Tab eine Bewertung vornehmen. Für die Darlehen wiederum kann man den Tilgungsplan der Bank einpflegen. Diesen bekommt man auch auf Anfrage erneut ausgehändigt.

Kennt man sich mit Excel nicht so gut aus, so empfehle ich mehrere Notizbücher zu führen. In einem Notizbuch wird obige Vermögensaufstellung eingetragen und die einzelnen Wertermittlungen werden in jeweils einem weiteren Notizbuch eingetragen. Teilweise findet man auch hier passende vorgefertigte Journale bei Amazon oder ähnlichen. Hier sind Tabellen schon vorgefertigt und eine Struktur wird vorgegeben.

3.3.2 Laufende Aufstellung

Natürlich reicht es nicht einmal eine Vermögensaufstellung zu machen. Wie gesagt stellt die Aufstellung fest, wo du dich auf deinem Weg Richtung Ziel befindest. Um zu sehen, ob die Maßnahmen und Strategien dich in die richtige Richtung führen, musst du natürlich regelmäßige Aufstellungen machen. Die gute Nachricht ist, dass es sobald man die erste Vermögensbilanz erstellt hat, wesentlich einfacher ist diese nur fortzuführen. Gerade in Excel kann man die Datei einfach neu abspeichern und die Werte einfach fortführen und schon weiß man um wie viel Euro sich das Vermögen im Vergleich zum Vormonat durch Sparleistung und Kredittilgung erhöht hat.

Private Finanzplanung
Mit Strategie zum Erfolg

Ende Teil 1 – Vorschau Teil 2

Soweit der erste Teil des kostenlosen Kurses für die private Finanzen. Heute konntest du dir bereits ein Bild davon machen warum es wichtig ist sich um seine Finanzen zu kümmern und was möglich ist, wenn du genau das tust. Außerdem habe ich dir schon gezeigt, wie du deine aktuelle finanzielle Ausgangslage feststellst. Während du auf den nächsten Teil wartest, solltest du dir vielleicht dein eigenes finanzielles Ziel bewusst vor Augen führen. Mache dir ruhig konkrete Gedanken zu einer Summe, die du besitzen möchtest. Zusätzlich kannst du vor Teil 2 des Kurses schon einmal deine erste Vermögensbilanz anfertigen.

Auf diesen Kenntnis- und Bearbeitungsstand aufbauend, kümmern wir uns nächste Woche Donnerstag dann darum, wie man mit einem Haushaltsbuch seine Ausgaben leicht tracken kann und wie man sein Sparen automatisiert. Zusätzlich kümmern wir uns um Schulden, wie man diese abbaut und warum das wichtig. Ich würde mich also freuen, wenn du auch nächste Woche wieder mit mir an deiner finanziellen Planung und deiner finanziellen Freiheit arbeitest. Bis dahin bedanke ich mich wie immer fürs Reinschauen und sage bis bald!

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