Private Finanzen organisieren – Kostenloser Kurs Teil 3 – Vorsorge, Investitionen und Sparrate erhöhen

Hallo und herzlich willkommen auf dem Finanzplaneten! Mein Name ist Kai und heute gibt es den letzten und meiner Meinung nach spannendstem Teil des kostenlosen Finanzkurses. Besonderes die alteingesessenen Investoren unter euch können hier vielleicht noch etwas für sich mitnehmen und die monatliche Summe an Investments mit ein paar Tricks mühelos erhöhen. Die Anfänger unter euch finden hier eine gute Übersicht und erste Ideen wo euer Geld monatlich zwischen den Fingern zerrinnt, ohne, dass es euch wirklich einen Mehrwert bietet. Zusätzlich erkläre ich euch auch ganz grundlegend verschiedene Möglichkeiten der Vorsorge und der Investitionen. Wenn euch das interessiert, dann wünsche ich viel Spaß beim dritten Teil des kostenlosen Finanzplanet-Finanzkurses!

8. Vorsorge und Investitionen

In dieser Lektion kümmern wir uns darum welche Vorsorge- und Investitionsmöglichkeiten es generell gibt.

Finanzen organisieren
Was verbirgt sich hinter verschiedenen Fachwörtern?

8.1 Teilweise identisch

Vorsorge und Investitionen sind teilweise identisch. Man kann selbstverständlich in vielerlei Hinsicht vorsorgen. So kann man auch für seine Gesundheit vorsorgen, wenn man Sport treibt und nicht raucht, und kein Alkohol trinkt. In finanzieller Hinsicht ist Vorsorge für dein Alter eigentlich auch eine Investition, und zwar nicht nur im übertragenen Sinne. Du investierst tatsächlich, um Gewinne zu erzielen, und so möglichst viel Vermögen im Alter angehäuft zu haben.

8.2 Vorsorgemöglichkeiten

Teilweise gibt es jedoch auch andere Vorsorgemöglichkeiten. Zu diesen kommen wir nun als erstes.

8.2.1 Versicherungen

Ganz vorneweg sind hier natürlich Versicherungen zu nennen. Diese kommen einem bei dem Thema Vorsorge wohl als erstes in den Sinn. Man kann für alle möglichen Risiken und auch fürs Alter Versicherungen abschließen. So gibt es neben Reisegepäck- und Kfz-Versicherung, auch die Kranken- und Lebensversicherung. Versicherungen sollen eher gegen Schadensfälle absichern. Nichtsdestotrotz ist das dann eine Art Investition in die Zukunft.

8.2.2 Rente

Die Rente ist ein Sonderfall. Zwar gibt es die gesetzliche Rentenversicherung, bei der die aktuellen Beiträge auch die Rente bezahlen, private Renten-„Versicherungen“ sind allerdings meist Sparverträge. Die bekanntesten Formen sind hier wohl die Riester- bzw. Rürup-Rente und die Kapitallebensversicherung. Hier sieht man schon die Überleitung zu Investitionen und Vorsorgeprodukten. Versicherungen sollen eigentlich Schadensfälle absichern, in den gerade genannten Fällen sind sie allerdings eher Investments.

8.3 Investitionsmöglichkeiten

Die Investments, die man im Laufe seines Lebens tätigt, sind im Umkehrschluss also Vorsorgeaufwendungen für die eigene künftige Finanzsituation. Wie kann man also für sich selbst Investments tätigen, damit diese für die Zukunft möglichst viel Kapital generieren? Gehen wir jetzt mal grundlegend alle Investmentmöglichkeiten durch.

8.3.1 Sichteinlagen

Das grundlegendste Investment, wenn man es denn so nennen kann, sind Sichteinlagen. Sichteinlagen sind alle Einlagen bei Banken, die täglich fällig sind. Man kann sie also täglich sichten, daher der Name. Bekanntester Vertreter ist hier wohl das Tagesgeld. Das Sparbuch kann man der Einfachheit halber auch hier zuordnen, auch, wenn es eigentlich eine Spareinlage ist, da man 30 Tage Kündigungsfrist einhalten muss oder Vorschusszinsen zahlt. Letztere sind aktuell allerdings so irrelevant aufgrund der niedrigen Zinsen, dass man das Sparbuch hierzuzählen kann.

8.3.2 Rohstoffe

Man kann außerdem auch in Rohstoffe investieren. Als Rohstoff kann man alles bezeichnen, das wirtschaftlich benötigt oder weiterverarbeitet wird. Bauern können über sogenannte Future bereits ihre Ernte vom nächsten Jahr verkaufen und bekommen so Planungssicherheit. Auch andere Personen können jedoch entweder Rohstoffe direkt kaufen oder indirekt über Kaufoptionen zu einem bestimmten Preis. Die gängigsten Rohstoffe sind wohl Rohöl und Gold. Letzteres führt uns auch bereits zur nächsten Kategorie.

Private Finanzplanung
Kryptowährungen sind relativ neu

8.3.3 (Krypto-) Währungen

Auch Währungen können Investments sehen. Gold habe ich gerade schon bei den Rohstoffen genannt allerdings wird Gold auch gemeinhin als krisensichere Währung angesehen. Aufgrund seiner natürlichen Begrenzung ist Gold nämlich geschützt vor der Inflation. Der Wert von Währungen kann gegenüber anderen Währungen immer schwanken. Als Leitwährung gilt dabei der US-Dollar. Den Kurs von anderen Währungen gibt man deshalb meist in Bezug auf diesen an. Ist zum Beispiel der Euro-Kurs bei 1,12 US-Dollar, so bedeutet dies, dass man 1,12 US-Dollar für einen Euro erhält. Man sollte sein Geld also nur in Währungen eintauschen, bei denen man davon ausgeht, dass sie im Vergleich zum US-Dollar oder der Heimatwährung steigen.

Relativ neu, zumindest im Vergleich zu nationalen Währungen, sind Kryptowährungen. Die bekannteste Kryptowährung ist wohl der Bitcoin. Zwei Dinge sind essenziell bei Kryptowährung und unterscheiden diese stark von den offiziellen Währungen der Staaten. Zum einen sind Kryptowährungen dezentral. Nicht eine Zentralbank bestimmt über eine Währung, sondern ein Netz von Computern und Usern. Zudem sind Kryptowährungen ähnlich wie Gold in ihrer Menge begrenzt. Zwar können Bitcoin und Co. geschürft (engl. Mining) werden, allerdings funktioniert dies nicht unendlich schnell und viel. Ganz genau wie bei Gold also, bei dem auch jährlich mehr in Minen auf der ganzen Welt abgebaut wird, allerdings nicht beliebig viel. Bei Kryptowährung geschieht diese Begrenzung über die Blockchain-Technologie. Diese hier auszuführen wäre allerdings ein zu weites Feld.

8.3.4 Schuldverschreibungen

Als nächstes kommen wir zu Schuldverschreibungen. Unter Schuldverschreibungen fasse ich alles zusammen, das funktioniert, als ob du einen Kredit vergibst. Dies können insbesondere Festgelder bei einer Bank, Staat- und Unternehmensanleihen und P2P-Kredite sein. Aber eins nach dem anderen.

Ein Festgeld ist an sich ähnlich wie ein Sparbuch. Allerdings gibt es für eine gewisse Laufzeit keinerlei Möglichkeit an dieses Geld zu kommen. Für die Bank hat das den Vorteil, dass es einen längeren Planungshorizont hat und für dich hat es den Vorteil, dass du etwas mehr Zinsen bekommst. Aktuell sind allerdings auch hier die Zinsen auf Talfahrt, dafür ist dein Geld hier aber genau so sicher wie auf dem Tagesgeld oder dem Sparbuch.

Staatsanleihen und Unternehmensanleihen unterscheiden sich nur in dem Punkt, wer sie herausgibt. An sich sind beides Anleihen. Du gibst damit dem Herausgeber de facto einen Kredit. In seiner Bilanz taucht die Anleihe wiederum als Fremdkapital auf. Je nach Rating des Landes oder des Unternehmens erhaltet ihr unterschiedlich hohe Verzinsungen. Hier gilt wieder das übliche Risiko-Rendite-Verhältnis.

Bei P2P-Krediten handelt es sich um Privatkredite aus der ganzen Welt, in die man investieren kann. Dies geschieht auf verschiedenen Plattformen, die die Kredite entweder vermitteln oder selbst Kredite ausgeben und dich als Investor daran teilhaben lassen. P2P-Kredite sind ein Hochrisikoinvestment, bringen dafür allerdings auch sehr hohe Renditen ein.

8.3.5 Unternehmensbeteiligungen          

Statt Fremdkapital kannst du einem Unternehmen allerdings auch Eigenkapital zur Verfügung stellen. Durch Bereitstellung von Eigenkapital wirst du Eigentümer am Unternehmen. Die schwierigere Möglichkeit dies zu tun ist über Private Equity. Hier erkauft man sich „manuell“ über Verträge Anteile an einer Kapitalgesellschaft, wie z.B. einer GmbH.

Im Prinzip das Gleiche, allerdings viel simpler, ist der Anteilserwerb über Aktien, da diese Anteile täglich an der Börse handelbar sind. Zudem haben sie standardisierte Rechte und Pflichten, sodass nicht jedes Mal ein neuer Vertrag nötig ist. Bei Aktien hat man durch die kleine Stückelung außerdem eine schnelle Diversifikation (Risikostreuung) bei relativ kleinem Investment. Mit dem Besitz von Aktien eines bestimmten Unternehmens, wird man in gleichem Maße Eigentümer, in dem man einen Anteil an der Gesamtzahl der ausgegebenen Aktien hat. Wenn man sich das Unternehmen als Kuchen vorstellt, so ist eine Aktie ein Stück davon. Ein sehr kleines Stück. Hat ein Unternehmen 1 Millionen Aktien ausgegeben und man erwirbt eine davon, so ist man zu 0,0001% am Unternehmen beteiligt und hat auch das Recht auf 0,0001% des Gewinns.

Man kann sich auch in Fonds einkaufen, um bereits von Anfang an eine noch höhere Diversifikation zu erreichen. Gegen laufende Verwaltungsgebühr kann man sich in Fonds einkaufen, die entweder aktiv gemanagt werden oder sich automatisch einem Index anpassen. Letztere, die passiven Fonds, sind auf lange Sicht übrigens empirisch bewiesen rentabler.

private Finanzen regeln

8.3.6 Immobilien

Apropos Fonds, natürlich dürfen Immobilien in dieser Aufstellung nicht fehlen. Was viele nicht wissen, ist jedoch, dass man auch ohne tatsächlich eine Immobilie zu kaufen ein Immobilieninvestor werden kann. Und hier kommen wir zu den Fonds. Neben der offensichtlichen Möglichkeit, nämlich dem Gang zum Notar, um eine Immobilie „normal“ zu erwerben, gibt es nämlich auch den Weg über Immobilienfonds. Hier werfen Anleger ihr Geld zusammen, um gemeinsam mit weniger Kapitaleinsatz, also auch weniger Risiko, größere Objekte zu finanzieren. Der Gewinn wird dann entsprechend den Anteilen am Fonds verteilt. Eine dritte und dem Fonds ähnliche Möglichkeit, wäre Crowdfunding. Bei Crowdfunding wird ebenfalls gemeinsam mit anderen ein Immobilienprojekt finanziert. Hier kann man sich meist sogar selbst das Projekt aussuchen.

9. Sparrate erhöhen

Die absolute Rendite hängt vom Anlagehorizont, der Verzinsung und dem eingesetzten Kapital ab. Den Anlagehorizont kann man nur verlängern, indem man länger lebt. Rückblickend wird jeder Mensch denken, er hätte lieber eher angefangen. Aber du hast ja diesen Kurs gefunden und bist unabhängig von deinem Alter nun auf dem richtigen Weg.

Höhere Verzinsung gibt es nur für mehr Risiko und deine Risikotragfähigkeit ist etwas was du nur bedingt beeinflussen kannst. Investiere nur in Dinge, die du verstehst, und investiere kein Geld was du in den nächsten Jahren brauchst. Damit kannst du deine Risikoaffinität noch am ehesten erhöhen. Innerhalb der von dir ausgesuchten Assets kannst du zudem deine Investments streuen, sodass dein Risiko gestreut wird und du dich damit besser fühlst.

Aber der Hebel, den wir in dieser Lektion betätigen wollen, ist das eingesetzte Kapital. Wir wollen deine Sparrate erhöhen, da du hiermit monatlich dein Vermögen schneller automatisch aufbauen kannst. Die Erhöhung der Sparrate funktioniert auf zwei Weisen. Deine Sparrate ergibt sich aus deinem Einkommen abzüglich deiner Ausgaben. Also kannst du entweder dein Einkommen erhöhen oder deine Ausgaben senken, um deine Sparrate zu erhöhen. Im Optimalfall gehst du natürlich direkt beide Baustellen an.

9.1 Ausgaben senken

Fangen wir mit der Optimierung der Ausgabenseite an. Deine Ausgaben zu optimieren, um deine Sparrate zu erhöhen hat einen Vor- und einen Nachteil. Der Vorteil ist, dass sich die Sparrate unmittelbar im nächsten Monat oder nach Ablauf diverser Kündigungsfristen sehr schnell merklich erhöht. Auf der anderen Seite ist die Erhöhung der Sparrate über die Senkung der Ausgaben selbstverständlich begrenzt. Man kann nicht mehr Ausgaben einsparen, als man hat. Dennoch ein erster wichtiger Schritt, um schneller effektiv Vermögen aufzubauen. Sparsamkeit ist eine Tugend der Reichen.

9.1.1 Versicherungen

Versicherungen sind absolut wichtig und wie bei der Kfz-Haftpflicht gesetzlich vorgeschrieben. Eine Versicherung sollte immer dafür Sorge tragen, dass du abgesichert bist. Sie soll dich allerdings nicht gegen eine kleine Unannehmlichkeit absichern, sondern gegen deinen finanziellen Ruin. Jedoch sind die meisten Menschen überversichert. Das heißt du bist gegen Eventualitäten abgesichert, die unwahrscheinlich oder irrelevant sind. Ein extremes Beispiel für eine unwahrscheinliche und im Falle der Fälle nicht finanziell notwendige Versicherung ist die Reisegepäckversicherung. Wenn du also deine Versicherungen prüfst, überprüfe zunächst mal, ob du deine Versicherung unter diesem Gesichtspunkt brauchst. Du brauchst zum Beispiel als lediger junger Mensch ohne Verpflichtungen keine Lebensversicherung, weil du niemanden hinterlässt, der darauf angewiesen ist. Sobald du eine Ausbildung oder Studium plus ein paar Jahre Berufserfahrung hast finde ich heutzutage auch eine private Arbeitslosenversicherung unnötig. Sparpotenzial: Jeder hat bestimmt eine unnötige Versicherung. Ich gehe auch hier mal von 30€ aus.

Geld sparen
Schütze dich und dein Geld

Hast du die Versicherungen entfernt, die du nicht benötigst, kommt es dazu die anderen Versicherungen in Höhe zu prüfen. Meiner Meinung nach brauch man nur Haftpflicht-, Hausrat-, Kfz- und eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Je nach Lebenssituation können hier zum Beispiel noch eine Risikolebensversicherung oder ein Gebäudeversicherung hinzukommen. Gerade bei Berufsunfähigkeitsversicherung ist die Höhe oft falsch gewählt. Viele schließen sie in der Ausbildung ab und passen sie danach nicht an. Andere haben oft eine Hausratversicherung über 200.000 €, obwohl sie nicht annähernd diesen Wert an Hausrat besitzen. Prüft eure Versicherungen also nicht nur auf Notwendigkeit, sondern auch auf richtige Versicherungssumme. Sparpotenzial: 0€. Zwar spart ihr bei einer Versicherung, solltet diese Ersparnis aber an passender Stelle für ausreichenden Versicherungsschutz aufwenden. Die Versicherungssumme der Hausratversicherung bspw. sollte mit der Zeit und euren Wertgegenständen steigen. Generell solltet ihr Versicherungen so wählen, dass sie euch vor dem finanziellen Ruin schützen. Nicht mehr und nicht weniger. Für den Rest habt ihr ja euren Notgroschen.

9.1.2 Verträge vergleichen

Genau wie Versicherungen sollte man auch seine anderen notwendigen Verträge vergleichen. Hierbei meine ich Versorgungsverträge, sowie Internet- und Handytarif. Grundsätzlich aber alle Verträge, die ihr wirklich braucht, nutzt und vergleichen könnt. Sparpotenzial: Allein bei den oben genannten Verträgen, kann man einiges Sparen. Davon ausgehend, dass ihr vorher durchschnittliche Verträge habt, könnt ihr sicher 100€ im Monat sparen.

9.1.3 Abos

Hast du alte Zeitungsabonnements, die du gar nicht nutzt? Bist du Mitglied in Vereinen, die du nie besuchst? Vielleicht hast du sogar 2 Handyverträge, wovon du nur einen nutzt? Dann solltest du diese Aboleichen kündigen, denn hier schlummert monatlich bares Geld. Sparpotenzial: Nehmen wir nur mal den Klassiker das Fitnessstudio. Allein damit wären es monatlich 20€.

9.1.4 Krankenkasse

Durch einen Wechsel der Krankenkasse kannst du monatlich Geld sparen. Zwar erheben alle gesetzlichen Krankenkassen ihren Einzahlern gegenüber mit 14,6% des Bruttolohns den gleichen Satz, allerdings gibt es auch noch den Zusatzbeitrag. Dieser variiert meist innerhalb eines halben Prozentpunktes. Hier kannst du also ein halbes Prozent mehr Netto vom Brutto rausholen.

Das Problem ist, dass viele Menschen Angst davor haben die Krankenkasse zu wechseln. So auch ich. Ich dachte immer, dass ich gerade beim Thema Gesundheit nicht sparen dürfe. Als ich mich dann aber auch doch mal an den Wechsel gewagt habe, habe ich etwas ganz Großartiges recherchieren können. Und zwar unterscheiden sich die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherungen nur minimal. Zum Großteil sind ihre Leistungen in den Sozialgesetzbüchern festgeschrieben. Sie unterscheiden sich meist nur durch Prämienprogramme, Vergünstigungen bei Vereinen oder Zuzahlungen bei Homöopathie oder Zahnersatz.

Es gibt also absolut nichts was man befürchten muss, wenn man die Krankenversicherung wechselt. Selbst der Wechsel an sich ist über die Assistenten der Vergleichsportale so einfach wie den Stromanbieter zu wechseln. Sparpotenzial: Bei 3.000 €brutto und 0,5% Ersparnis beim Zusatzbeitrag spart man 15€ monatlich.

9.1.5 Kirche

Wer in der katholischen oder evangelischen Kirche ist zahlt in Deutschland Kirchensteuer. Diese Kirchensteuer beträgt 8% bzw. 9% in Bayern. Aufgeschlagen wird die Kirchensteuer auf eure Lohn- und Kapitalertragssteuer. Sprich bei 30% Lohnsteuer kommen zum Beispiel nochmal 2,4/2,7% Kirchensteuer obendrauf.

Umgehen kannst du diese Steuer indem du aus der Kirche austrittst. Dies kostet einmalig eine geringe Gebühr für den Verwaltungsaufwand, den du bei einer Vollzeitstelle sofort bei der nächsten Abrechnung wieder reingeholt hast. Natürlich will ich niemanden dazu raten aus der Kirche auszutreten, genauso wenig wie aus dem Sportverein oder Lese-Club auszutreten. Jedoch kenne ich – und du wahrscheinlich auch – genug Menschen, die mit der Kirche gar nichts anfangen können und nur aus Bequemlichkeit noch in der Kirche sind. Diese Menschen können hier bares Geld sparen. Sparpotenzial: Bei 3.000 €brutto, Lohnsteuerklasse I und 8% Kirchensteuer spart man gut 35€ monatlich.

9.2 Einkommen erhöhen

Kommen wir nun zu deinem Einkommen. Das Einkommen ist essenziell für den Vermögensaufbau, da du ohne Einkommen nichts zu investieren hast. Zwar tragen die Bemühungen sein Einkommen zu erhöhen meist erst nach einiger Zeit Früchte, allerdings ist das Potenzial beim Einkommen, anders als bei den Ausgaben, unbegrenzt.

Humankapital steigern
Man lernt das ganze Leben

9.2.1 Humankapital

Bei den meisten Menschen ist deren Haupteinnahmequelle deren Angestelltenjob. Hier kannst du durch Fortbildung, egal ob Studium oder ähnliches, deine Einnahmen deutlich steigern. Bilde dich fort, übernimm mehr Verantwortung oder bewerbe dich mit dem frischen Abschluss weg auf eine Stelle, die deiner jetzigen Qualifikation entspricht. Das ist wohl das gängigste, woran man denkt, wenn man von Humankapital spricht.

Zu Humankapital zählt allerdings jede Form von Fortbildung. Informierst du dich wie du dich gesund ernährst und bist dadurch Leistungsfähiger im Alltag, so ist dies ebenfalls sowohl ein Karrierebooster als auch ein gutes Investment. Mir kommt hier speziell auch immer mein Studium in den Sinn, in dem ich das erste Mal mit privater Finanzplanung und persönlichen Investments in Kontakt kam.

Humankapital rentiert sich also nicht immer nur über den neuen und besser bezahlten Job, sondern kann sich auch ganz speziell auf dich direkt positiv auswirken. Ein weiterer Punkt bei dem Humankapital hilft, ist der nächste.

9.2.2 Nebengewerbe

Wenn du eher der Macher statt der Theoretiker bist, dann ist vielleicht ein Nebengewerbe neben deinem Hauptberuf eine lohnende Idee. Vielleicht schafft man es ja neben dem Hauptjob in den drei Jahren, die ein nebenberufliches Bachelorstudium in der Regel dauert, ein Business aufzubauen, welches einem monatlich den gleichen Ertrag bringt, den man über eine höher qualifizierte Stelle erhalten hätte. Vielleicht ist sogar noch mehr drin.

Heutzutage ist es wohl einfacher und günstiger denn je sich online ein eigenes Business aufzubauen. Googelt man Möglichkeiten hierzu, so finden sich unendlich viele Ergebnis. Hier muss man erstmal die Spreu vom Weizen trennen, denn über irgendwelche Gurus wird hier viel Mumpitz vertrieben. Allerdings gibt es ein paar Bereiche, in denen man gutes Geld verdienen kann. Je nach persönlicher Veranlagung und technischer Voraussetzung können verschiedene Dinge Sinn machen. Bespiele wären hier das Shirt-Business, ein FBA-Business, digitale Infoprodukte zu verkaufen wie diesen Kurs oder einen Blog oder YouTube-Kanal zu starten und diesen mit Werbung zu monetarisieren.

9.2.3 Minijob

Statt eines Nebengewerbes kann man natürlich auch einen Nebenjob auf 450€-Basis annehmen. Hier verdienst du schneller Geld und durch den Mindestlohn schafft man die 450€ bereits ab rund 48 Stunden im Monat zu verdienen, Tendenz sinkend. Der Nachteil ist, dass es dann meisten auch beim Mindestlohn bleibt, da Minijobs meistens nur sehr geringe bis gar keine Qualifikation benötigen. Vielleicht wäre ein anderer Weg zu mehr Verdienst also besser, sofern du keinen sehr lohnenden Nebenjob findest.

Finanzieller Erfolg
Der finanzielle Erfolg wartet auf dich!

10. Schlusswort

Das war auch schon der ganze Kurs. Ich kann dir empfehlen ihn nach einmaligem Ansehen, auch noch ein weiteres Mal anzusehen. Hier gelangst du nochmal zum ersten Teil. Verinnerliche das Gelernte, durch ständige Wiederholung. Mache dir Notizen, denn so merkst du dir besser, was du gelernt hast, und kannst du auch schnell zu jeder Lektion deine Zusammenfassung nutzen, um dir die Infos nochmal ins Gedächtnis zu rufen.

10.1 Wissen ist nicht immer Macht

Wissen ist Macht. Das stimmt tatsächlich, wenn auch nicht ganz. Denn nur Wissen ist keine Macht. Du musst das Wissen auch anwenden. Nur diesen Kurs zu schauen, macht dich nicht reich. Die hier gewonnen Kenntnisse aufzunehmen und umzusetzen, macht dich aber in der Tat reich. Das funktioniert nicht von heute auf morgen und du solltest dich auch weitergehend mit Finanzen beschäftigen. Allerdings bietet dir dieser Kurs eine gute Grundlage.

10.2 Was du nach der Umsetzung erreicht haben wirst

Ich kann dir nur ans Herz legen, die in diesem Kurs unterrichteten Lektionen umzusetzen. Es dauert zwar etwas, wenn du die Lektionen nach und nach abarbeitest. Allerdings wirst du danach einige Fähigkeiten erworben haben und in deinem Leben zu wesentlich mehr Reichtum kommen. Hast du alles korrekt verstanden, verinnerlicht und durchgearbeitet? Dann solltest du folgende Learnings aus dem Kurs mitgenommen haben:

  • Du hast erkannt warum es sinnvoll und wichtig ist sich mit seinen Finanzen zu beschäftigen.
  • Du hast eine andere Einstellung zu Geld, Reichtum und Konsum bekommen, weil du gesehen hast, was in deinem Leben möglich ist.
  • Du weißt wie viel Vermögen du unterm Strich tatsächlich besitzt und hast dir diesbezüglich Ziele gesetzt.
  • Du sparst ohne Mühe automatisch jeden Monat eine fixe Sparrate.
  • Du bist schuldenfrei.
  • Du besitzt einen Notgroschen für Notfälle.
  • Du hast dir eine Investmentstrategie ausgedacht und verfolgst diese konsequent.
  • Du arbeitest nicht nur für dein Geld, sondern dein Geld arbeitet auch für dich.
  • Du hast deine Ausgaben optimiert.
  • Du hast dir weitere Einkommensquellen aufgebaut und erhöhst dein Einkommen kontinuierlich.

10.3 Tipps für die Zukunft

Ich habe gerade schon gesagt, dass dir dieser Kurs eine gute Grundlage für deinen finanziellen Erfolg liefert. Wenn du die hier aufgeführten Lektionen konsequent umsetzt, brauchst du sogar wahrscheinlich nicht mehr, um deine Finanzen in den Griff zu bekommen und fürs Alter vorzusorgen. Nichtsdestotrotz sollte man sich regelmäßig mit seinen Finanzen beschäftigen. Dies führt dazu, dass man künftige Investmentmöglichkeiten mitbekommt, sich finanziell stärker bildet und vielleicht selbst auf Geschäftsideen kommt, wenn man über Aktienanalysen erfährt, wie andere Unternehmen Geld verdienen.

Eine gute Gelegenheit sich finanziell weiterzubilden ist der kostenlose und regelmäßige Content auf meinem Blog www.finanzpla.net oder meinen Social Media-Auftritten. Ich bin auf allen gängigen Social Media Plattformen unter /finanzplanet zu finden. Bezüglich der Bildung empfehle ich hier allerdings eindeutig meinen YouTube-Kanal. Hier kommen aktuell Aktienanalysen und Videos zu verschiedenen Finanzthemen sowie künftig auch Immobilienvideos sowie wöchentliche Börsennews. Du kannst mir auch immer gerne Nachrichten auf den jeweiligen Portalen schicken und ich werde sie auf jeden Fall beantworten. Ansonsten schau dich auch sonst gern um in der Finanz-Community in den sozialen Medien. Eine tolle Seite ist beispielsweise auch der Blog AktienNews24 von meinem Blogger-Kollegen Dirk. Hier findet ihr aktuell auch ein Interview mit mir.

Schlusswort

Ich wünsche dir viel Erfolg und auch viel Spaß auf deiner Reise. Ich hoffe der Kurs hat dir einen großen Mehrwert gebracht und wird dies in der Zukunft noch bringen. Damit möglichst viele Menschen von diesem Kurs profitieren können, lasse mir doch gern einen Daumen nach oben und ein Kommentar da. Falls etwas unklar ist, weise ich nochmals darauf hin, dass du mich gern über oben genannte Wege kontaktieren darfst! Ansonsten bedanke ich mich wie immer fürs Reinschauen und sage bis bald!

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