In diesem Blogpost zeige ich dir wie du ganz genau und akademisch korrekt deine Rendite berechnen kannst. Ich zeige dir welche Bausteine in der Rendite-Formel vorhanden sind und damit deine Rendite beeinflussen. Außerdem stelle ich vor in welchen Lebenssituationen du du dich am meisten auf welchen Baustein konzentrieren solltest, um deinen absoluten Ertrag möglichst stark zu steigern. Wenn du wissen willst wie du auf lange Sicht mehr aus deiner Kapitalanlage rausholen kannst, dann lies diesen Artikel weiter.

Die Rendite-Formel

In der Universität habe ich ich einige Dinge gelernt, die ich wohl nie wieder brauchen werde. Was ich allerdings für mich mitgenommen habe, ist die Rendite-Formel. Die Rendite-Formel sagt dir ganz genau aus welchen Bausteinen sich deine Rendite zusammensetzt. Die Formel lautet k(1+r)t. Warum aber habe ich die Formel für mich mitgenommen? Wieso erschien Sie mir so wichtig? Ich sage dir anschließend weswegen diese Formel für mich und auch für dich so wichtig ist.

Was bedeutet die Formel für dich?

Wenn du weißt welche Variablen deine Rendite beeinflussen, dann weißt du auch ganz genau an welchen Stellschrauben du drehen musst, um sie zu erhöhen. Viele Menschen nehmen eine gewisse Rendite als gottgegeben hin oder denken nach oben gibt es einen natürlichen Deckel. Dem ist aber nicht so. Vor allem für die meisten Menschen nicht mal ansatzweise. Denn viele Leute bewegen sich nicht mal in der Nähe der Rendite, die für einen durchschnittlichen Bürger machbar wäre.

Ich erkläre dir jetzt nach und nach was die verschiedenen Variablen in der Formel für eine Bedeutung haben. Anschließend sage ich dir in welchen Situationen welche Variable jeweils optimal ist, um seine Rendite zu steigern.

k wie Kapital

Die erste Variabel ist das „k“. k steht für Kapital. Bezieht man die Formel auf dein Investment ist damit gemeint wie viel Geld du anlegst. Natürlich leuchtet es ein, dass du absolut mehr Rendite erwirtschaftest, wenn du einfach mehr Geld anlegst. Nichtsdestotrotz muss man auf diesen Punkt eingehen, denn viele Menschen sehen diesen simplen Fakt nicht oder ignorieren ihn. Es ist alternativ ja auch viel schöner sein Geld zu verkonsumieren, als die Sparrate zu erhöhen.

Wann ist die Sparrate dein Hebel?

Du kannst es dir schon denken. In jeder Lebenslage in der du nicht ansatzweise am Limit deiner Sparrate bist, ist das Kapital dein bester Hebel. Verdienst du viel Geld und hast nur eine Sparrate von 100€, was vielleicht unter 5% von deinem Gehalt sind, dann solltest du einfach mehr sparen. Dann solltest du statt deine Rendite um weitere 0,1 Prozentpunkte steigern zu wollen lieber deine Sparrate verdoppeln oder verdreifachen. So wird sich auch deine absolute Rendite verdoppeln und verdreifachen.

Eine besonders angenehme Situation ist es, wenn du gerade aus dem Studium kommst. Die meisten Studenten, die gerade ihren Abschluss erhalten haben, verdienen nun das erste mal Geld. Und da sie Akademiker sind, wahrscheinlich sogar gar nicht mal so wenig davon auf einen Schlag. Dein Lebensstandard ist allerdings noch der eines Students, weswegen du so viel Geld erstmal gar nicht brauchst. Das ist die perfekte und wohl beste Gelegenheit, die es gibt, um deine Sparrate zu maximieren. Hast du als Student von 1000 € im Monat gelebt und verdienst nun plötzlich 2200 €, so kannst du sofort mit einer Sparrate von 1200 € im Monat als Investor starten. Gleiches gilt natürlich in etwas geringeren Ausmaß auch für Auszubildende.

Rendite berechnen
Sei dir dem Ursprung deiner Rendite bewusst und beeinflusse sie anschließend!

r bedeutet Verzinsung

Die nächste Variabel ist das „r“. r bedeutet Rendite und bezogen auf eure Geldanlage bezeichnet es die Verzinsung bzw. eure prozentuale Rendite. Selbstverständlich hat die prozentuale Rendite großen Einfluss auf die absolute Rendite. Genau wie bei der Sparrate hat ein Verdopplung der Verzinsung zur Folge, dass du doppelt so viel Rendite erhältst. Das Problem ist, dass die Rendite nach oben hin schwieriger wird zu vergrößern. Außerdem geht mehr Rendite immer mit größerem Risiko einher.

Wann hast du hier Luft nach oben?

Auf die Verzinsung solltest du dich konzentrieren, wenn du bisher nicht viel mit deinem Geld angestellt hast. Hast du eine Rendite von unter ca. 7 %, was der durchschnittlichen Rendite am globalen Aktienmarkt entspricht, kannst du sie zumindest auf dieses Level sehr leicht anheben. Natürlich solltest du dabei immer deine Risikotoleranz im Blick haben.

Aus meiner Berufserfahrung als Bankkaufmann kann ich dir sagen, dass wirklich sehr, sehr viele Menschen nicht mal ein Sparbuch für ihr Geld anlegen, um es dort zu parken. Sie lassen es einfach auf dem Girokonto und machen absolut nichts damit. Fühlst du dich gerade angesprochen? Dann solltest du mit höherer Verzinsung deiner Geldanlage einen Turbo verpassen.

t heißt Zeit

„t“ meint in der Rendite-Formel die Zeit. Oft als Jahre dargestellt, kann t aber alles sein, von Sekunden bis Jahrzehnte. t meint in diesem Zusammenhang einfach nur den Zeitabschnitt, indem du die Verzinsung aus deiner Formel erhältst. Zinsperiode wäre ebenfalls ein passender Terminus für t. Da die Rendite in Prozent aber meistens aufs Jahr gerechnet wird, wird t meistens in Jahren angegeben. Eine Sonderstellung hat die Zeit in der Formel allerdings dadurch, dass sie eine Potenz ist. Damit macht sie aus der Gleichung eine Exponentialfunktion. Dies bedeutet nichts anderes als, dass sich das Ergebnis der Gleichung über die Zeit exponentiell steigert. Das bedeutet, dass pauschal gesagt Zeit der beste Hebel ist, den du haben kannst, um erfolgreich zu investieren.

Hast du viel Zeit?

Wann ist Zeit also genau der Punkt an dem du ansetzen solltest? Selbsterklärend, wenn du noch sehr jung bist und einen langen Anlagehorizont hast. Umso eher du anfängst zu investieren, desto mehr Rendite wirst du in deinem Leben einfahren. Durch die exponentielle Steigerung der Gleichung was die Zeit betrifft, macht jedes Jahr, das du abwartest, einen enormen Unterschied am Ende deines Lebens. Das ist der allseits bekannte Zinseszinseffekt .Das schöne ist ebenfalls, dass du durch deinen langen Anlagehorizont weder gezwungen bist viel Geld anzulegen noch ein hohes Risiko einzugehen, da du die Zeit auf deiner Seite hast. So kann das Geld viel länger für dich arbeiten.

Fazit – Wie du weiter vorgehen solltest

Wenn du etwas aus diesem Blogpost mitnehmen solltest, dann das, dass du deine lebenlangen Kapitalerträge wahrscheinlich noch ein ganzes Stück steigern kannst. Stell dir die ehrliche Frage, kann ich noch mehr sparen? Mit der erhöhten Sparrate legst du ein gutes Fundament für deinen finanzielle Erfolg. Hast du dich bisher zu wenig mit deinen Finanzen beschäftigt und wusstest nicht, dass du leicht im Schnitt 7% Rendite erzielen kannst? Dann schnappe sie dir! Und zu guter letzt, wenn du jung bist, dann fang einfach an! Es ist tausend mal schlimmer gar nicht anzufangen, als vielleicht ein paar Euro Lehrgeld zu zahlen, weil du dich mit Aktien nicht so gut auskanntest. Dann machst du es beim nächsten Mal besser und hast was gelernt. Du hast ja Zeit!

Erlange finanzielle Freiheit durch finanzielle Bildung!

In diesem Sinne bis bald.

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