Rio Tinto Aktienanalyse – Besseres Investment als der Branchenführer BHP?

Hallo und herzlich willkommen auf dem Finanzplaneten! Mein Name ist Kai und heute behandeln wir wie angekündigt den großen Konkurrenten der BHP Group. Namentlich ist dieser Rio Tinto. Ich werde die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen beiden Unternehmen herauskristallisieren und am auch für die Rio Tinto Aktie am Ende ein Kauflimit bestimmen. So kann man dann schauen was einem besonders wichtig ist und sieht zusätzlich noch welche Aktie rechnerisch meiner Meinung nach günstiger ist. Also viel Spaß mit der Rio Tinto Aktienanalyse!

Grundlagen

Auch bei Rio Tinto möchten wir wieder schauen was das Unternehmen macht und wie sich das Unternehmen in der Vergangenheit entwickelt hat. Rio Tinto ist schon etwas bekannter als die BHP Group, obwohl das Unternehmen von der Marktkapitalisierung her ja sogar kleiner ist. Schauen wir mal, ob wir hierfür im Laufe der Analyse eine Berechtigung ausmachen können.

Geschäftsmodell

Rio Tinto ist ganz grob gesagt ein Bergbauunternehmen. Sie bauen also Rohstoffe ab, verarbeiten diese weiter und transportieren diese auch zum Kunden. Welche Rohstoffe das in welchem Verhältnis sind klären wir gleich in der Produktanalyse. Seinen heutigen Sitz hat das Unternehmen genau wie die BHP Group sowohl in Großbritannien als auch in Australien. Wie es dazu kam, klären wir in der Unternehmensgeschichte.

Historische Eckdaten

Das Unternehmen ist zudem auch uralt. Bereits vor 148 Jahren wurde Rio Tinto gegründet. Als erstes kaufte man die Rio Tinto Mine in Spanien in der u.a. Pyrit eines der Haupterzeugnisse war. Bereits im 19. Jahrhundert wuchs man zum Weltmarktführer in Kupfer heran. Einen Dämpfer erfuhr man während des Ersten Weltkrieges nach dem die USA als Markt weggebrochen waren. Ab Mitte der 1920er übernahm dann ein neues Management. Danach investierte das Unternehmen deutlich breiter und expandierte aus Spanien heraus. Das war wichtig, da die Faschisten in Spanien später dazu führten, dass es schwieriger wurde spanische Rohstoffe abzubauen. Deswegen veräußerte man in den 50er Jahren einen Großteil des spanischen Geschäfts.

1962 fusionierte man mit der Consolidated Zinc aus Australien zu einem Mutterkonzern namens RTZ, der sich um die internationalen Belange kümmerte, und ein Tochterunternehmen, das die australischen Aktivitäten verwaltete. Nach einigen Reibereien sah man es als beste Lösung an komplett zu verschmelzen, sodass 1995 die heutige Rio Tinto Group mit ihren zwei Unternehmenssitzen entstand. Seitdem ist die gemeinsame Geschichte mit Blick auf BHP scheinbar branchentypisch durch etliche Joint Ventures, Akquisitionen sowie einer Ausgliederung in 2015 gespickt.

Produktanalyse

Auch, wenn Rio Tinto an sich das gleiche Geschäftsmodell wie die BHP Group hat, ist es nun mal interessant zu wissen mit welchen Erzen das Unternehmen seinen Umsatz erzielt. Darüber hinaus schauen wir mal, ob auch hier ein solcher Fokus auf Asien als Absatzmarkt besteht.

Geschäftsgebiete

Den Löwenanteil der Umsatzerlöse entstammen bei Rio Tinto dem Abbau und Vertrieb von Eisenerz. Hier kommen zuletzt 62% des Umsatzes her. Weitere 21% kommen aus dem Aluminiumgeschäft. Danach wird es recht fragmentiert. Die restlichen 17% kommen aus diversen Erzen sowie Mineralien und auch Diamanten.

Rio Tinto Aktienanalyse

Absatzmärkte

Auch Rio Tinto ist recht asienlastig. 58% der Umsätze kommen aus China, 8% aus Japan und 10% aus dem übrigen asiatischen Raum. Das ist also branchentypisch und liegt wahrscheinlich an der hier starken Nachfrage aufgrund der aufstrebenden Wirtschaften in den Schwellenländern. Eisenerz wird viel zu Stahl weiterverarbeitet, der dann wiederum zum Bauen genutzt wird. Auch, wenn der Fokus hier ebenfalls auf Asien liegt, ist er mit insgesamt 76% etwas weniger stark als bei der BHP Group. 11% kommen bei Rio Tinto auch aus den USA und 7% aus Europa.

Rio Tinto Aktie Analyse

Auswertung

Auch Rio Tinto erhält nur einen von zwei möglichen Punkten in der Produktanalyse. Zwar ist man räumlich besser aufgeteilt als die BHP Group, setzt seinen Fokus von den Produktgruppen her allerdings stärker auf Eisen. Darüber hinaus hat sich die BHP Group auch auf Erdöl und Gas diversifiziert, was sie zusätzlich zur Diversifikation auch unabhängiger vom Ölpreis als Produktionskosten macht.

Branchenanalyse

Die Branchenanalyse ist selbstverständlich analog zu der aus der BHP Group Aktienanalyse. Für diejenigen unter euch, die direkt auf die Rio Tinto Aktienanalyse gestoßen sind, habe ich die Branchenanalyse trotzdem nochmal aufgelistet. Alle anderen können direkt zur Marktstellungsanalyse springen.

Attraktivität der Branche

Wie sich aufgrund der Umsatzverteilung der Rio Tinto Group vermuten lässt, ist Asien der derzeit größte Nachfrager nach Rohstoffen. Zu meinem Glück wird der globale Rohstoffbedarf regelmäßig von der deutschen Rohstoffagentur frei zugänglich untersucht. In den nachfolgenden Grafiken seht ihr die zu erwarteten Wachstumsraten für Eisen und Aluminium, allerdings ist der Start des Zeitraums 2017:

Wettbewerber

Neben der BHP Group und dem ähnlich großen Konzern Rio Tinto kommt erstmal lange nicht und dann ab einem Drittel der Umsätze der Branchenführer diverse weitere Wettbewerber. Bereits am Namen der Wettbewerber wie Norilsk Nickel oder Barrick Gold sieht man, dass diese auch viel spezialisierter sind. Wettbewerber sind doppelt kritisch. Nicht nur, dass der Preiskampf so intensiver wird, sondern man steht auch in Konkurrenz um die Bodenschätze.

Kunden

Die Kunden der Branche sind gewerblich, da es sich hierbei um Unternehmen handelt, die das geförderte Erz weiterverarbeiten oder zum bauen nutzen.

Zulieferer

Ist ein Standort, also eine Mine plus Weiterverarbeitungsmaschinerie erstmal eingerichtet, braucht man für den weiteren Betrieb relativ wenig Zulieferung. Hier dürfte eher die Wartung der Maschinen ins Gewicht fallen. Ich denke das dürfte zu großen Stücken allerdings durch eigene Mechaniker durchgeführt werden.

Ersatzprodukte

Die geförderten Metalle sind ohne Alternative. Teilweise können einzelne Metalle natürlich durch andere Metalle substituiert werden, allerdings geht das nur bedingt. Eisen und weiter Stahl sind essenziell.

Markteintrittsbarrieren

Der Burggraben von etablierten Unternehmen im Bergbau ist riesig. Man braucht Geld für die Suche nach geeigneten Bodenschätzen und dann einen langen Atem, während die Erlaubnis in der Schwebe ist die geeigneten Rohstoffe abzubauen. Danach muss man noch riesige Maschinen kaufen, eventuell noch Produktionsanlagen aufbauen und geschultes Personal einstellen. Erst dann kann man anfangen Geld zu verdienen.

Auswertung

Aufgrund der gewerblichen Kunden und der vielen Wettbewerber ziehe ich jeweils einen Punkt ab. Infolgedessen landen wir bei 4 von 6 möglichen Punkten in der Branchenanalyse.

Marktstellung

Auch die Marktstellung hat diverse Ähnlichkeiten zwischen beiden Unternehmen, sodass ich mich auch hier wieder der BHP Group Aktienanalyse bedient habe. Macht ja auch Sinn, wenn beide ähnlich große Unternehmen der gleichen Branche sind. Teilweise fließen hier aber auch spezifische Infos ein, also am besten nicht überspringen.

Produktentwicklung

Auch bei Rio Tinto gibt es traditionell viele M&A-Prozesse. Vor einigen Jahren gab es sogar Gespräche mit Glencore über eine Fusion, womit man mit Abstand zum größten Bergbauunternehmen der Welt geworden wäre. Neben der ständigen Suche nach weiteren Minen gibt es im Gegensatz zur BHP Group aber keine Ausweitung auf weitere Bereiche neben Erzen.

Möglichkeit einzukaufen

Aufgrund der weltweiten Minen konnte man Kontakte zu diversen Maschinenbauunternehmen aufbauen, um den Aufbau künftiger Produktionsanlagen zu sichern.

Einflüsse auf das Geschäft

Die Nachfrage ist mitunter durch den Bedarf an den Rohstoffen beeinflusst, was insbesondere durch den Aufbau von Städten und Fabriken im Zusammenhang steht. China hat hier einen enormen Bedarf, da das ganze Land so langsam verstädtert. Noch wilder wird die Nachfrage denke ich, wenn man an Afrika denkt, das so langsam in den Startlöchern steht. Ein Stückchen weiter ist bereits Indien. Kurzfristig ist man allerdings so abhängig von der internationalen Wirtschaft, dass der Umsatz aufgrund von Preisschwankungen auch mal stark schwanken kann. Das war in 2015 und 2016 nämlich neben der Ausgliederung ein weiterer Grund für den Umsatzeinbruch.

Marketing

Über die weltweiten Rohstoffbörsen sind Rohstoffe gut handelbar, sodass man keine größeren Marketingmaßnahmen ergreifen muss. Für Großabnehmer muss man nichtsdestotrotz einen Außendienst unterhalten, wenn er auch eine vergleichsweise kleine Rolle spielt. Einen gewissen Imageschaden nahm das Unternehmen allerdings in 2020, da man zwecks Erschließung eines neuen Eisenerzvorkommens ein Weltkulturerbe wegsprengte. Das Vorgehen war zwar rechtlich abgenickt, kommt aber natürlich trotzdem nicht gut an.

Wachstumsmöglichkeiten

Bei Rio Tinto sehe ich zum einen Chancen im Wachstum durch weitere Akquisitionen oder Fusion. Eine Ausweitung der Wertschöpfung durch weitere Nutzung der Wertschöpfungskette über Energieträger wäre zudem ebenfalls sinnvoll. So kann man zum einen sein Portfolio diversifizieren und zum anderen kann man sich etwas unabhängiger vom Ölpreis machen.

Unternehmensführung

Seit 2021 gibt es mit Jakob Stausholm einen neuen CEO im Unternehmen, der sich erstmal beweisen muss. Nach dem Imageschaden durch die rücksichtslose Erschließung weiterer Eisenerzminen musste der vorherige CEO seinen Hut nehmen. Ich finde es gut, dass hier Verantwortung übernommen wird, um den Imageschaden für das Unternehmen nicht zu groß werden zu lassen. Der neue CEO ist der vorherige CFO. Stausholm machte seinen Abschluss an der Universität von Kopenhagen. Nachdem er dann erstmal 19 Jahre bei Shell arbeitete, wurde er mit dieser Berufserfahrung im Rohstoffhandel Chief Strategy, Finance and Transformation Officer bei Maersk. 2018 kam er dann als CFO zu Rio Tinto. Seine Berufserfahrung ist also perfekt. Momentan kann er allerdings aufgrund seiner kurzen Unternehmenszugehörigkeit erst Unternehmensanteile von 2,3 Mio. USD sein Eigen nennen.

CEO

Gesetzliche Rahmenbedingungen

Um nach Erz schürfen zu dürfen benötigt man natürlich die Erlaubnis des jeweiligen Landes, das über die Bodenschätze verfügt. Wenn man sich die Liste der rohstoffreichsten Länder anschaut, wird schnell klar, dass es sich hierbei nicht nur um lupenreine Demokratien handelt. Bei autokratischen Regierungen ist es oftmals auch schwieriger sein Recht durchzusetzen und im schlimmsten Fall entziehen die Regierungen einfach die Lizenz zum Rohstoffabbau, nachdem man bereits viel investiert hat. Ein schwieriges Thema aber auch in demokratischen Ländern.

Auswertung

Das Geschäftsmodell ist extrem stark von der internationalen Industrie abhängig. An sich wäre das natürlich recht negativ zu werten. Aufgrund des nicht abklingenden Rohstoff- und Energiebedarfs muss man hier allerdings keinen Punkt abziehen. Allerdings ziehe ich einen Punkt für die rechtlichen Rahmenbedingungen ab und weiter für den Imageschaden und die aktuell unstete Geschäftsführung. Dabei bleibt es aber, sodass wir bei 4 von 7 möglichen Punkten landen.

Newsletter

An dieser Stelle möchte ich mal wieder auf meinen Newsletter hinweisen. Wenn du regelmäßig über neue Aktienanalysen informiert werden möchtest, ist dieser perfekt für dich. Wenn du dich angemeldet hast, bekommst du monatlich die neusten Analysen nochmal auf einen Blick. Zusätzlich setze ich dir alle meine bisherigen Kauflimits ins Verhältnis zum aktuellen Kurs und zeige dir somit auf meinem Einkaufszettel, welche Aktien ganz aktuell meiner Meinung nach am günstigsten bewertet sind. On Top erhältst du als Abonnent meines Newsletters auch noch exklusiven Einblick in mein eigenes Depot. Bei Interesse trage dich doch einfach auf dem Blog dafür ein. Der Link ist in der Videobeschreibung. Ansonsten jetzt wieder zurück zur Rio Tinto Aktienanalyse!

Unternehmensbewertung

Worin sich die Unternehmen BHP Group und Rio Tinto noch am ehesten Unterscheiden sollten, sind die Finanzen, da diese unabhängig von der Branche durch das Management noch am unterschiedlichsten zu gestalten sind. Schauen wir uns also auch für das heutige Unternehmen mal die Finanzkennzahlen der letzten 5 Jahre im Durchschnitt an.

Finanzkennzahlen 5-Jahres-Durchschnitt

  • Operative Nettobetriebsvermögen -0,3
  • Umsatz +7,3%
  • Operativer Gewinn +27,7%
  • Operative Marge 26,0%
  • Free Cash Flow +17,4%
  • Operativer CF +13,2%
  • Eigenkapitalquote 45,7%
  • Fremdkapitalkosten -4,8%
  • Dividendenwachstum +13,5% (+15,6% je Aktie)
  • Dividendenrendite 6,6% (aktuell 7,2%)
  • Ausschüttung des FCF 65,2%
  • Übergewinn n/a
Rio Tinto Cash Flow

Erläuterung der Zahlen

Bei Rio Tinto war ebenfalls ein Peak nach unten zu verzeichnen. Aufgrund des anderen Bilanzstichtages ist der Tiefpunkt hier bereits 2015 also genau am Anfang des Betrachtungszeitraumes. Neben der anschließenden Erholung der Preise, die man auch in den Umsatzerlösen sieht, erkennt man an der Diskrepanz zum operativen Gewinn, dass die operative Marge deutlich gestiegen ist. Das liegt zum großen Teil an den gestiegenen Verkaufspreisen und günstigen Energiepreisen vor und während der Coronapandemie. Ihr könnt euch vorstellen wie viel Energie so ein Bergwerk und Hochöfen verbrauchen. Dadurch stiegen dann auch die Cash Flows. Die Eigenkapitalquote ist gut und die Zinsen konnten sogar gesenkt werden.

Umsatzerlöse Rio Tinto

Anders als die BHP Group ist Rio Tinto ein wesentlich dividendenfreundlicherer Titel. Statt Stagnation sieht man hier auch über den gewählten Zeitraum deutliche Steigerung der Dividende bei aktuell sogar überdurchschnittlicher Dividendenrendite. Diese konsequente und auch in schlechteren Zeiten gewährte Ausschüttung wirkt sich allerdings auch in einer höheren Ausschüttung des Free Cash Flows aus. Außerdem konnte dadurch keine Steigerung des Übergewinns berechnet werden, da dieser in 2015 sogar negativ war. Insgesamt muss man aber auch hier 2 von 2 Punkten verteilen, wobei ich im direkten Vergleich mit der BHP aufgrund der vorsichtigeren Ausschüttungen besser schlafen könnte.

Fair Value

Bei beiden betrachteten Bergbauunternehmen sehe ich keine Vorteile bezüglich des Wachstums. Das Umsatzwachstum von Rio Tinto habe ich deswegen in meinen Modellen ebenfalls mit 4% angesetzt. Das entspricht einem leichten Aufschlag zur Nachfrageprognose, da auch Rio Tinto in letzter Zeit stark performte. Als Eigenkapitalkosten habe ich 10% veranschlagt. Als Fremdkapitalkosten konnte ich über langfristige Anleihen einen Zins von 5% ausmachen. Die Refinanzierung ist für Rio Tinto also viel teurer als für BHP. Nachdem ich alle Daten in das Discounted Cash Flow- und Übergewinn-Modell eingepflegt habe, und das Ergebnis mit dem durchschnittlichen Kursziel geglättet habe, komme ich somit auf einen fairen Wert je Aktie von satten 81,27 GBP, 145,74 AUD oder aber 95,09 €. Noch sollten wir uns aber nicht zu früh freuen, denn hiervon ziehen wir ja noch die Sicherheitsmarge ab.

Chancen und Risiken

Für mich ist die Rio Tinto Group ein Unternehmen, das insbesondere durch die interessante Branche besticht. Finanzen sind aktuell sehr gut. Lediglich bei den Finanzierungskosten muss man aufpassen nicht noch mehr Zinsaufschlag zahlen zu müssen. Mir gefällt insbesondere der Ausblick Richtung China und Gedankenspiele bzgl. anderer aufstrebender Länder.

Aktuell und künftig hat man noch mit dem letzten Imageschaden zu kämpfen. Da der CEO sogar zurückgetreten ist, scheint hier wirklich die Hütte gebrannt zu haben. Ob, der neue CEO das Boot auf Kurs halten kann, bleibt abzuwarten.

Investmententscheidung

Vom Fair Value ziehe ich aufgrund von 6 nicht erhaltenen Punkten 30% vom Fair Value ab und komme somit auf ein Kauflimit von 67€. Die Verkaufsschwelle liegt somit bei 120% und 114€.

Bei einem aktuellen Kurs von gut 70€ ist die Aktie für mich zwar unter dem fairen Wert zu haben, für mich rechtfertigt der Abschlag allerdings kein Investment in dieses Unternehmen. Für mich müsste sich entweder zeigen, dass der CEO alles im Griff hat und das Unternehmen weiter gut wirtschaftet, oder aber der Kurs noch etwas fallen, damit ich ein Investment bei Rio Tinto befürworten würde.

Wenn ihr euch nun die Aktie zulegen wollt, steht ihr vor der Entscheidung, ob ihr die englische oder die australische Aktie kaufen solltet. Ähnlich war es bis vor kurzem bei Unilever. Da die Aktien das komplett identische Recht verbriefen, macht es an sich keinen Unterschied. Ich persönliche würde aber die englische Aktie kaufen, da man als deutscher Investor keine Quellensteuer auf englische Dividenden zahlt. Ob, das nach dem Brexit immer so bleiben wird, kann natürlich niemand sagen. In Australien wird aber jetzt schon 30% Quellensteuer fällig. Diese ist dann sogar höher als die deutsche Kapitalertragssteuer.

Rio Tinto Logo

Fazit

Hiermit haben wir dann auch mal wieder ein richtiges Duell zwischen zwei Aktien gehabt, wie ich es schon öfter auf dem Finanzplaneten gemacht habe. Bei diesem Beispiel liegt die Vermutung nahe, dass der günstigere Gewinner, die BHP Group, mitunter so günstig ist, weil sie bei den Anlegern viel tiefer unter dem Radar fliegt. Während man dort keine kostenlosen Analysen im Internet gefunden hat, wurde man bei Rio Tinto fündig. Ich kann euch nur empfehlen für Schnäppchen immer nach großen gesetzten Unternehmen zu suchen, die relativ wenig Aufmerksamkeit in der Community genießen. Dort findet man relativ häufig unterbewertete Titel.

Falls ihr solch einen Titel im Kopf habt und gern eine Analyse dazu hättet, dann lasst es mich gern in den Kommentaren wissen. Auch Feedback und eure Meinung zu Rio Tinto ist gern gesehen. Wenn euch dieses Duell gefallen hat und ihr künftig keine Vergleiche und Analysen mehr verpassen wollt, dann lasst mir doch am besten direkt mal ein Abo da und aktiviert die Glocke. So seid ihr dann auch immer direkt über neue Analysen informiert. Ansonsten bedanke ich mich wie immer fürs Reinschauen und sage bis bald!

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