SAP Aktie in der Analyse – Der ganze Stolz der deutschen Wirtschaft nun ein Schnäppchen?

Hallo und herzlich auf dem Finanzplaneten. Mein Name ist Kai und heute kümmern wir uns um den großen Stolz der deutschen Wirtschaft und dem Aushängeschild der deutschen Politiker, wenn es um Innovation im Land geht. Die Rede ist von SAP. SAP ist eine Erfolgsgeschichte. Der Gewinn, die Umsätze und im Zuge dessen auch der Kurs wuchsen seit den 90ern immer weiter an. Nachdem der Kurs der SAP Aktie mit Ausbruch von Corona genau wie die gesamte Börse stark nachgelassen hat, konnte sich SAP als Tech-Unternehmen schnell erholen. Nach der Vorstellung der Ergebnisse von Q3 in 2020 machte die SAP Aktie allerdings wieder einen Rücksetzer auf das Niveau des Coronaausbruchs. Ist dieser denn jetzt gerechtfertigt oder können wir hier günstig einkaufen? Finde es mit mir heraus, viel Spaß mit der SAP Aktienanalyse.

Grundlagen

Zuerst einmal kümmern wir uns wieder darum, was SAP eigentlich macht, um Geld zu verdienen und wie das Unternehmen entstanden ist. So können wir dann die aktuelle Entwicklung auch viel besser einschätzen.

Geschäftsmodell

SAP steht für „Systemanalyse Programmentwicklung“ und genau das beschreibt das Geschäftsmodell auch ziemlich gut. Eigentlich dreht sich alles darum Softwarelösungen für Unternehmen zu entwickeln und zu implementieren. Das kann in ganz verschiedenen Bereichen geschehen. So gibt es Module für die Personalverwaltung, Reisekostenabrechnung oder die Buchhaltung.

Historische Eckdaten

Wie so oft wurde SAP durch unzufriedene Mitarbeiter gegründet, die mit einer eigenen Idee ein Unternehmen gründen wollten. So wanderten 1972 fünf Mitarbeiter von IBM ab, um selbst Programme für Unternehmen zu entwickeln. Dabei setzten sie nicht auf Lochkarten wie bei IBM, sondern programmierten am Computer. Beim ersten Kunden wurde die Software dann so entwickelt, dass sie bei anderen Kunden adaptierbar ist. In den 80ern wuchs der Erfolg mit der nächsten modularen Softwareversion R/2 weiter. Dies führte auch zur Umwandlung in eine AG und Börsengang in 1988.

Bisher waren die Programme allerdings nur mit IBM-Hardware kompatibel. Da diese mit der Nachfolgeversion R/3 allerdings überfordert war, wurde das Client-Server-Prinzip etabliert, was gut ankam. Über die Jahre führte SAP dann auch noch einige strategische Übernahmen durch. In 2014 wurde die SAP AG wurde zur SAP SE, also einer europäischen Aktiengesellschaft. Nach strategischen Partnerschaften mit Apple in 2016 und Google in 2017, trug die größte Übernahme der Firmengeschichte von Qualtrics für 8 Milliarden Dollar erneut zum Wachstum bei. Qualtrics geht in 2021 übrigens an die Börse und nach aktuell geplanten Ausgabepreis, konnte man den Wert von Qualtrics seit 2018 von 8 auf 13,3 Milliarden Dollar erhöhen.

Produktanalyse

Nun möchte ich mir die mehrfach erwähnte Software genauer ansehen, um die es sich bei SAP ja ganz grob immer dreht. Wie genau kommt hier der Umsatz zustande?

Geschäftsgebiete

Ganz grundsätzlich unterteilt SAP seine Umsätze nach Cloud und Software auf der einen Seite und zugehörigen Service auf der anderen Seite. Der Bereich Cloud und Software wird hier allerdings noch genauer unterteilt und das möchte ich auch gern darstellen. So bekommt man ein besseres Gefühl dafür wie wichtig die einzelnen Bereiche sind und kann die aktuelle Umstrukturierung im Konzern besser nachvollziehen. Das Cloudgeschäft macht 25% der Umsatzerlöse aus und befindet sich stark im Wachstum. Hier also keine Besonderheit im Vergleich zu beispielsweise dem Cloudgeschäft von Microsoft. Weitere 16% entstammen Softwarelizenzgebühren und 42% dem Softwaresupport. Zugehörige Services machen die restlichen 17% aus.

SAP Geschäftsgebiete

Absatzmärkte

Regional gesehen ist SAP seinem Heimatmarkt deutlich entwachsen. Im Heimatmarkt Deutschland werden nur noch 14% der Umsätze generiert, während aus den USA 33% kommen. Weitere 30% kommen aus der EMEA-Region ohne Deutschland, sowie weitere 11% aus dem Asien-Pazifik-Raum und 8% aus Americas. Zu guter Letzt kommen die restlichen 4% aus Japan.

SAP Umsätze Aktie Analyse

Auswertung

Regional muss man gar nicht über Diversifikation diskutieren. Man ist global gut aufgestellt und kann in jedem großen Industrieland gute Umsätze erzielen. Wie schaut es allerdings bei der Produktpalette aus? Auf der einen Seite wird der Umsatz ja nur mit der Software gemacht. Auf der anderen Seite muss man sagen, dass SAP damit alle möglichen Verwaltungsgebiete aller möglichen Branchen abdeckt. So gibt es Module für Reisekosten, Finanzbuchhaltung und Personalplanung, um nur ein paar zu nennen. Alles essenzielle Bereiche für die meisten Unternehmen und deswegen sehe ich die Diversifikation auch bezüglich der Produkte als gegeben an und vergeben 2 von 2 möglichen Punkten.

Branchenanalyse

Die Produktpalette von SAP sieht also gut aus. Wie schaut es denn aber mit der Branche aus. Wer sind die Konkurrenten und wächst der Kuchen genug für alle? Aktuell befindet sich SAP im Umbruch hin zum Cloudgeschäft. Hier wird natürlich nicht nur Datenspeicherung, sondern auch cloudbasierte Software angeboten. In Fachkreisen nennt man das Software as a Service (SaaS).

Attraktivität der Branche

Die Branche für Cloud Computing bzgl. Software as a Service wächst aktuell stark. Im Durchschnitt legen die führenden Unternehmen hier zwischen 20% und 30% jährlich zu. Insgesamt legt die SaaS-Branche nach einem stagnierenden Jahr 2020 auch künftig weiter zu. So soll der Umsatz 2021 und 2022 um 16% und 17% steigen.

Wettbewerber

Glücklicherweise gehört auch SAP zu diesen führenden Unternehmen. In 2018 war das Unternehmen nach Microsoft mit 17% Marktanteil, Salesforce mit 12% Marktanteil und Adobe mit 10% Marktanteil mit 6% auf Platz 4 gleichauf mit Oracle.

Kunden

Die Kunden für Software as a Service Clouddienste sind gewerblich. Es geht hier darum große Datenmengen erfassen und sofort analysieren zu können.

Zulieferer

Zulieferung ist nur beim Aufbau neuer Rechenzentren notwendig. Hier braucht man Hersteller von Servern. Da allerdings nicht produziert wird, ist dieser Punkt im laufenden Geschäft zu vernachlässigen.

Ersatzprodukte

An passender Software zur Verwaltung größerer Unternehmen geht kein Weg vorbei. Zur Cloud gibt es allerdings die Alternative selbst einen Server im Keller stehen zu haben. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass dieser weniger leistungsfähig, schwieriger zu erweitern und teurer ist. Deswegen würde ich an der Stelle sagen, dass es über die Bank hinweg keine wirkliche Alternative zu Clouds gibt.

Markteintrittsbarrieren

Um SAP und der SaaS-Branche Konkurrenz zu machen, braucht man vorab zwei Dinge. Zum einen braucht man vermietbare Rechenleistung in Form von Rechenzentren und zum anderen braucht man gute Software. Beides geht mit einiger Vorlaufzeit und großen Kapitaleinsatz einher. Aus diesem Grund ist der Burggraben für die Unternehmen der Branche relativ groß.

Auswertung

Bis auf die vielen Wettbewerber und die gewerblichen Kunden, die jeweils für sich den Preis drücken, sieht die Branche sehr gut aus. Wir haben hier starkes Wachstum. Für die Software as a Service-Cloud-Branche gibt es von mir 4 von 6 möglichen Punkten.

Marktstellung

Nachdem wir uns die Branche im Allgemeinen angesehen haben, sollten wir uns jetzt anschauen wie sich SAP innerhalb der Branche aufgestellt hat. Dafür gehen wir jetzt die sieben Punkte der Marktstellungsanalyse durch. Können sie bei der starken Konkurrenz mithalten und vom Wachstum partizipieren?

Produktentwicklung

Ich denke die Produktentwicklung bei SAP ist wirklich gut. Diese Annahme treffe ich aufgrund von drei Punkten. Es erscheinen regelmäßig Softwareupdates oder gänzlich neue Versionen, es werden Akquisitionen gemacht und auch der Konzern an sich wird umstrukturiert, wenn es denn nötig ist. So wird aktuell ein Wandel vollzogen, der einen weiter Richtung Software as a Service führt und die Zahlung soll immer mehr auf Abomodelle umgestellt werden.

Möglichkeit einzukaufen

Aufgrund des Tätigkeitsfeld ist dieser Punkt zu vernachlässigen. Es muss relativ wenig zugekauft werden. Wenn doch mal ein Rechenzentrum oder Büro eingerichtet werden muss, dann hat SAP mit seiner Größe ein gutes Standing in Verhandlung.

Einflüsse auf das Geschäft

Die Digitalisierung spielt auch SAP momentan absolut in die Karten. Man muss diese Chance jetzt aber auch ergreifen. Viele andere Unternehmen drängen in den Markt und der Marktführer der eigenen Sparte ist sogar Microsoft. Da weiß man, was auf einen zukommt. Nichtsdestotrotz dürfte die Digitalisierung unterm Strich eher Chancen bieten.

Marketing

Auch, wenn es im Bereich Software as a Service noch mehr Unternehmen gibt, ist SAP absolut eine Größe im Bereich Buchhaltung und alles was dazugehört. Ich selbst komme ja aus der Wirtschaftsprüfung und habe deswegen gesehen wie viele größere Unternehmen SAP Module nutzen. Ich selbst bin da natürlich mit dem Buchhaltungsmodul in Kontakt gekommen, wobei es bei meinem aktuellen Arbeitgeber ein Modul zur Stundenplanung ist. Größere Unternehmen haben meistens zumindest ein Modul, das sie nutzen. Aufgrund des Bekanntheitsgrades sollte der Marketingaufwand nicht zu groß sein. Durch das Abomodell und die Modularisierung ist der Beratungsaufwand zudem wesentlich geringer, wie bei maßgeschneiderten Lösungen.

Wachstumsmöglichkeiten

Fokussiert man sich hier wieder auf die Module als cloudbasierter Software as a Service-Dienst im Abomodell, so wie es künftig immer mehr geschehen soll, sind die Wachstumsmöglichkeiten enorm. Nach wenig Investitionen der Unternehmen in 2020 aufgrund der Unsicherheiten von Corona, dürfte dieser Bereich in den nächsten Jahren wieder im guten zweistelligen Bereich wachsen.

Unternehmensführung

Im Oktober 2019 wurden die Geschäfte des Konzerns von einer Doppelspitze übernommen. Nachdem Jennifer Morgan ausgestiegen ist, ist Herr Christian Klein alleiniger CEO des SAP-Konzerns. Unter ihm wurde die aktuelle Umstrukturierung nun fortgeführt, nachdem er bereits andere Unternehmensbereiche digitaler gemacht hat. Denn er ist bereits seit einiger Zeit bei SAP, auch wenn er mit 39 Jahren bei Amtsantritt der jüngste CEO eines DAX-Konzerns überhaupt war. Klein begann seine Karriere nämlich bereits als Student bei SAP und stieg dort nach seinem Diplom fest ein. Danach ging er in 2011 nach Kalifornien, um dort CFO der Tochter SuccessFactors zu werden. Wenig später ist er dann wieder nach Deutschland in die Leitung gewechselt. Auch, wenn ich keinen Aktienbesitz von ihm an SAP ermitteln konnte, scheint er doch SAP Aktien zu besitzen. Zumindest soll er neben dem CFO des Unternehmens und Gründer und Aufsichtsratsvorsitzender Hasso Plattner beim aktuellen Kurssturz nachgekauft haben. Bis auf die fehlende Erfahrung außerhalb von SAP, scheint Klein eine gute Besetzung des CEO-Postens zu sein.

Gesetzliche Rahmenbedingungen

Wenn man als cloudbasierter Dienstleister sensible Daten speichert, dann ist Datenschutz immer ein großes Thema. Dieser wird mit der Zeit immer strenger und hat höhere Anforderungen. Aber auch aus Kundensicht können sichere Daten den Unterschied machen.

Auswertung

Bis auf den Datenschutz, der ein großes Thema ist und immer mehr werden wird, sind hier alle Punkte positiv zu sehen. Aus diesem Grund erhält SAP 6 von 7 möglichen Punkten für die Marktstellung.

Unternehmensbewertung

Ich würde sagen, dass wir jetzt schon ein ziemlich gutes Bild von SAP bekommen haben. Ein schnell wachsendes Unternehmen in einer schnell wachsenden Branche, das seinen Start-Up Charakter schon vor geraumer Zeit verloren hat. Anfangs habe ich ja bereits erwähnt, dass der Kurs aktuell deutlich nachgelassen hat. Die Führungsriege von SAP hat diesen Kursrutsch bereits zum nachkaufen genutzt. Sollten wir da also mitziehen? Schauen wir uns dafür mal die 5-Jahres-Durchschnitte verschiedener Kennzahlen an, um daraus danach einen fairen Wert zu bestimmen.

Finanzkennzahlen 5-Jahres-Durchschnitt

  • Operative Nettobetriebsvermögen +10,5%
  • Umsatz +11,4%
  • Operativer Gewinn +3,3%
  • Operative Marge 23,2%
  • Free Cash Flow stagniert
  • Operativer FCF stagniert
  • Eigenkapitalquote 55,6%
  • Fremdkapitalkosten +57,5%
  • Dividendenwachstum +8,7%
  • Dividendenrendite 1,5% (aktuell 1,5%)
  • Ausschüttung des FCF 57,5%
  • Übergewinn stagniert
SAP Finanzen

Erläuterung der Zahlen

Während ich die Finanzanalyse betreibe gibt es zwar schon einzelne Prognosen zu den Ertragswerten 2020 aber nichts Endgültiges. Deswegen habe ich hier jetzt noch einmal auf den Konzernabschluss 2019 abgestellt. Die Entwicklungen aus 2020 lasse ich dann anschließend mit einfließen.

Insbesondere 2019 war geprägt von einem schwächeren Cashflow im Zuge der Umstrukturierung. Hier muss einiges investiert werden und der Umsatz stagniert. Bemerkenswert finde ich, dass trotzdem tatsächlich insbesondere nur der Cashflow betroffen ist. Durch die Umstellung auf Abomodelle hat man natürlich anfänglich weniger Einnahmen, kann diese für die Zukunft allerdings besser prognostizieren. Ansonsten sind aber alle Werte gut und die Marge ist mit durchschnittlich rd. 23% auch gut. Genau diese soll aber nach der Umstrukturierung sogar auf über 30% steigen. Die Fremdkapitalkosten sind zwar gestiegen, bewegen sich aber insgesamt auf einem Niveau, dass in Ordnung ist. Die Dividende scheint mit gut der Hälfte an Ausschüttung des Free Cash Flows sicher zu sein und Steigerungspotenzial zu bieten.

Im Oktober 2020 hat der Kurs der SAP Aktie deutlich nachgelassen. Er fiel auf den gleichen Wert wie bei Ausbruch von Corona und dümpelt seitdem dort herum. Grund dafür waren abermals nicht erfüllte Gewinnprognosen und gedämpfte Prognosen der Zukunft. Corona zeigte, dass Unternehmen in 2020 weniger bereit waren Investitionen in neue IT-Strukturen zu tätigen. So stagnierte der Umsatz in 2020. Ich sehe die gesamte Entwicklung aber nicht so kritisch. Der Gewinn stieg je SAP Aktie trotzdem gut an, was bei unveränderten Umsatz eine entsprechend positive Veränderung der Marge bedeutet. Also eigentlich genau worauf man abzielt. Es gibt zwar Unsicherheiten durch Corona und der Umstrukturierung, allerdings rechtfertigen diese bei den Zahlen von SAP keinen Punktabzug in der Finanzanalyse.

Fair Value

Nicht nur aufgrund von Corona, sondern auch insgesamt, rechne ich in meinen Bewertungsmodellen immer mit konservativen Durchschnitten der letzten Jahre. Trotz der aktuellen Umstrukturierung erreichte SAP über alle Bereiche hinweg ein Umsatzwachstum von 11,4% pro Jahr. Das finde ich gut und setze diesen Wert auch für die Zukunft an. Das finde ich relativ konservativ, wenn hier die Restrukturierung noch inklusive ist die Branche noch größeres Wachstum vorhersagt. Mein Eigenkapital möchte ich wieder mit 10% verzinst haben und konnte aufgrund von aktuellen langfristigen Anleihen des Unternehmens Fremdkapitalkosten von sehr günstigen 1,5% ausmachen. Zusammen damit und den Werten der Finanzanalyse habe ich meine Bewertungsmodelle befüllt. Die Ergebnisse habe ich mit dem aktuellen durchschnittlichen Kursziel der Analysten geglättet und kam somit auf einen Fair Value von 122,13€.

Chancen und Risiken

An dieser Stelle möchte ich vor dem Sicherheitsabschlag nochmal alle Chancen und Risiken ins Verhältnis setzen. Die SAP SE ist ein schnell wachsendes Unternehmen in einer stark wachsenden Branche. Die Umsätze sind stark diversifiziert und das Unternehmen macht seit Jahren Gewinne und hat eine gute operative Marge. Durch aktuelle Restrukturierung soll diese Marge sogar noch gesteigert werden und man soll auch langfristig konkurrenzfähig bleiben.

Auf der anderen Seite drücken Restrukturierungen natürlich den Umsatz und kosten Geld. Den Aktionären ist das momentan zu viel und der Kurs ist abgestürzt. Neben SAP gibt es einige große Konkurrenten, die das Geschäft künftig streitig machen könnten.

Investmententscheidung

Auf Grundlage der bisher abgezogen Punkten in der Branchen- und Marktstellungsanalyse nehme ich einen Sicherheitsabschlag von 15%. Ziehe ich diesen vom fairen Wert ab lande ich bei einem Kauflimit 103,81€ je SAP Aktie. Um auf die Verkaufsschwelle zu kommen ziehe ich die Sicherheitsmarge von der maximalen Verkaufsschwelle von 150% des Fair Values ab und lande somit bei 164,88€.

Bei einem aktuellen Kurs von rd. 105€ ist das Kauflimit leider nicht ganz erreicht und ist bei weitem auch nicht eine der günstigsten Aktien aus meinen Analysen, sodass ich hier voraussichtlich demnächst erstmal nicht einsteigen werde.

SAP Logo

Fazit

Auch, wenn SAP mein Kauflimit trotz des Kursrutsches noch nicht erreicht hat, muss man trotzdem anerkennen, dass man hier vergleichsweise günstig ein gutes Tech-Unternehmen erwerben kann. Die meisten Tech-Unternehmen sind durch Corona so unfassbar hoch gepusht, dass einem bei der Bewertung schon schwindelig wird. SAP hingegen ist, wenn auch nicht unter Kauflimit, unterm ermittelten fairen Wert zu haben. Das ist aktuell tatsächlich sehr selten bei Tech-Werten.

Soweit aber meine Meinung zu SAP. Am Ende möchte ich euch wie immer darum bitten mir und den anderen auch eure Meinung unten in den Kommentaren zu lassen. Man sollte sich immer seine eigene Meinung machen und mehrere Köpfe sind immer besser als einer. Deswegen tobt euch gern in den Kommentaren aus. Daneben würde ich mich sehr freuen, wenn ihr einen Daumen nach oben dalasst, falls euch das Video gefallen hat. Künftig werden weiterhin solche Analysen und noch mehr auf diesem Kanal erscheinen. Wenn ihr also Gefallen daran gefunden habt, dann lasst mir doch auch gern ein Abo da. Ansonsten bedanke ich mich fürs Zusehen und sage bis bald!

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4 Antworten auf „SAP Aktie in der Analyse – Der ganze Stolz der deutschen Wirtschaft nun ein Schnäppchen?“

  1. Nachdem SAP im Herbst nach der Gewinnwarnung eingebrochen ist, habe ich überlegt einzusteigen, aber trotz der damals sehr günstigen Kurse Abstand genommen.
    Warum das? Naja, rein auf Basis der Zahlen und Analysen hätte ich fast schon kaufen müssen, aber ich arbeite in der Branche…
    … SAP wirkt zwar auf den ersten Blick „future-proof“, aber eben leider nur auf den ersten Blick. SAP hat in den letzten Jahren unter Bill McDermott alles auf Sales gesetzt und die Produktentwicklung und -integration brutal verschlafen.
    In der Praxis ist S4 Hana als ihr Kernprodukt eben KEIN cloud-native Produkt, die Suite ist ein zusammengestückelter Haufen verschiedener nicht gut integrierter Produkte,…
    … SAP hat eine tolle Historie und Christian Klein hat den richtigen Kurs eingeschlagen, aber ich persönlich bin skeptisch, ob sie den technologischen Rückstand so schnell aufholen können, dass sie den Abgang großer Kunden aufhalten können.
    Bleibe daher lieber an der Seitenlinie, da viele der Probleme bzw. Riskken sich noch gar nciht in der Bewertung an den Kapitalmärkten niedergeschlagen hat.

    Würde mir für den Wirtschaftsstandort Deutschland aber natürlich wünschen, dass es SAP schafft.

    1. Hi! Vielen Dank für dein wertvolles Zusatzwissen 🙂 ich bin mir sicher das bereichert die Analyse noch. Ich selbst arbeite ja immer viel mit Sicherheitsabschlägen und trotz des Kursrutsches und der Sicherheitsabschläge ist SAP immer noch über meinem Kauflimit. Ob sie sich behaupten können oder nicht, sicher ist, dass SAP zumindest mit auf dem Tech-Hypetrain gefahren. LG Kai

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