T. Rowe Price Aktienanalyse – Doppelt von Aktien profitieren – Dividenden Aristokrat mit starken Wachstum

Hallo und herzlich Willkommen auf dem Finanzplaneten, mein Name ist Kai und heute schauen wir uns einen Titel an, über den ich gestolpert bin und der meiner Meinung nach absolut unter dem Radar fliegt. Auf dem Aktienfinder sieht man auch, dass für diesen Titel lediglich 2 Aktienanalysen hinterlegt sind. Bei 34 Jahren Dividendensteigerung in Folge und einem Dividendenwachstum der letzten 10 Jahre von 12,7% p.a.  ist er aber definitiv eine Aktienanalyse meinerseits wert. Es geht hierbei um die T. Rowe Price Group und die vorgenannten Zahlen sind nicht die einzig guten Zahlen des Unternehmens aber dazu später dann mehr. Wenn du also wissen willst, was dieser relativ unbekannte Dividendenaristokrat macht, warum man mit dieser Aktie doppelt vom Aktienmarkt profitiert und, ob sich ein Investment lohnt, dann bleib dran. Viel Spaß bei der T. Rowe Price Aktienanalyse!

Grundlagen

Also in letzter Zeit habe ich ja hauptsächlich bekanntere Unternehmen auf diesem Kanal behandelt. Dann habe ich gesehen, dass T. Rowe Price unter den top gesuchten Unternehmen des Aktienfinders ist, ein Dividenden Aristokrat ist und zusätzlich noch von kaum einen Analysten behandelt wurde. Das probiere ich jetzt zu ändern und deswegen ist es natürlich besonders wichtig bei solchen kryptischeren Titeln erstmal vorab zu schauen, womit das Unternehmen denn überhaupt Geld verdient.

Geschäftsmodell

T. Rowe Price ist eine Investmentfirma. Sie betreibt Investitionsmanagement, betreibt diverse aktiv gemanagte Fonds, führt Anlageberatungen durch und hilft bei der Ruhestandsplanung. Letzteres ist besonders im Heimatmarkt in den USA sehr wichtig. Anders als in Deutschland werden hier nämlich Aktiensparpläne stark vom Staat begünstigt und vom Arbeitgeber gefördert und speziell diese sogenannten 401k-Pläne werden ebenfalls inklusive Beratung angeboten. Das Unternehmen verwaltet heute etwa 1,3 Billionen $.

Historie

1937 wurde das Unternehmen von Thomas Rowe Price Jr. in Baltimore gegründet. Die anfänglichen Zeiten waren natürlich stark durch Nachwehen der Weltwirtschaftskrise und den zweiten Weltkrieg geprägt. Danach entwickelte sich das Unternehmen allerdings prächtig. Schnell wuchs es und führte bald Investmentfonds ein, um die Vermögen der Kunden nicht mehr auf einzelnen Konten, sondern in Summe zu verwalten. Ganz interessant ist, dass dieser und ein weiterer erster Fonds im Gegensatz zur damals üblichen Taktik eher auf Wachstumswerte setzte. Als der Gründer in den 70ern in Rente ging, fing das Unternehmen an seine Geschäftstätigkeit immer weiter zu diversifizieren. Anfang der 80er Jahre ging das Unternehmen dann auch auf den internationalen Markt zunächst mit einem Joint Venture in Großbritannien. Diese Internationalisierung setzte sich dann nach dem Börsengang 1986 weiter fort. 1999 wurde die Marke von 100 Milliarden Dollar verwalteten Kapitals erreicht. Heute existieren weltweit Büros des Unternehmens.

Nun kennen wir in der Community ja den ewigen Streit zwischen passiven und aktiven Investoren. Auch T. Rowe Price hat hier Stellung bezogen, und zwar für aktiv gemanagte Fonds. Nichtsdestotrotz geht es dem Trend der ETFs mit, denn teilweise kann man ihre Fonds, wenn auch aktiv gemanagte an der Börse handeln. Anders als die meisten denken, sind ETFs ja nicht grundsätzlich passiv, sondern Exchange Traded Funds bedeutet einfach nur, dass diese Fonds an der Börse gehandelt werden können. Aktives investieren behandele ich ja regelmäßig in meinen Aktienanalysen und habe auch eine Blogreihe dazu gemacht, um dir eine Übersicht über mein Vorgehen dabei zu geben. Passives Investieren kannst du gut mit dem Buch von Gerd Kommer verstehen und anwenden lernen.

Produktanalyse

Da T. Rowe Price eine Investmentfirma ist, ist ja auch klar womit sie Geld verdienen. Natürlich verdienen sich hauptsächlich Geld mit ihre Fonds. Was gibt es denn aber genau dazu zu sagen?

Geschäftsgebiete

Also wie gesagt kommt der meiste Umsatz direkt oder indirekt über die Fonds. Bei 1,3 Billionen Dollar haben sie in 2019 5,1 Milliarden Dollar Umsatz aus Investment- und Beratungsgebühren gezogen. Das sind ca. 91% des gesamten Umsatzes, was ja zu erwarten war. An dieser Stelle ist es außerdem noch ganz interessant, dass die Kosten im Verhältnis zum verwalteten Kapital mit 0,4% relativ günstig sind, zumindest für ein aktiv verwaltetes Portfolio. Weitere 7% des Umsatzes entstammen Verwaltungsgebühren und 2% kommen von Servicegebühren.

TROW Aktien Analyse
Die Einnahmen kommen hauptsächlich aus den Fonds

Absatzmärkte

Bei den Absatzmärkten ist es diesmal etwas schwieriger. Eine klare Übersicht der Länderverteilung des Umsatzes habe ich leider nicht gefunden. Allerdings habe ich eine Übersicht über die Anzahl der verschiedenen internationalen Niederlassung gefunden. Darüber schließe ich jetzt einfach mal ungefähr auf den Umsatz, um mir zu behelfen. T. Rowe Price hat 661 sogenannte „Investment Professionals“ auf der ganzen Welt. 452 sitzen im Heimatmarkt USA, 133 in London und betreuen den EMEA-Bereich, in Asien existieren insgesamt 65 Büros und 11 in Australien. Zusätzlich ist es alternativ zur Länderverteilung des Umsatzes noch interessant zu wissen worin die Fonds denn überhaupt investieren. Während 223 Professionals in U.S. Fonds investieren, kümmern sich die restlichen 438 Mitarbeiter um globale Fonds verschiedenster Arten.

TROW Aktienanalyse
Weltweite Diversifikation der Niederlassungen und der Fonds

Auswertung

Bezüglich der Produkte ist T. Rowe Price nicht wirklich gut diversifiziert. In Börsen Crashs können die Anleger natürlich Panik bekommen und ihr Geld abziehen, was dann deutliche Umsatzeinbrüche zur Folge hat. Auch institutionelle Anleger können verpflichtet sein bei bestimmten Marktereignisse auszusteigen. Das würde das verwaltete Vermögen und auch maßgeblich den Umsatz sehr treffen. Global muss man allerdings keine Angst haben. Weder sind die Kunden ausschließlich aus einem Land noch wird nur in einem Land investiert. Aus diesen Gründen gibt es von mir 1 von 2 Punkten in der Produktanalyse der T. Rowe Price Aktienanalyse.

Branchenanalyse

Bevor wir jetzt aber analysieren wie gut T. Rowe Price mit der Konkurrenz mithalten kann, will ich erstmal wissen wie viel potenzielles Wachstum die Branche überhaupt hat. Und wie sehen überhaupt die anderen Rahmenbedingungen für Investmentfirmen aus?

Attraktivität der Branche

Das Wachstum der Branche kann man mit dem Wachstum des weltweit verwalteten Vermögens gleichsetzen. Aktuell werden laut Statista 111,2 Billionen Dollar weltweit verwaltet, was 2025 auf 145,4 Billionen ansteigen soll. Das wären in den nächsten Jahren ein jährliches Wachstum von ca. 6%. Geht man zurück auf 2004 als 37,3 Billionen verwaltet wurden, so zeigt sich ein langfristiges Wachstum der Branche von ca. 13%. Das ist wirklich ordentlich. Zudem denke ich, dass der insgesamt steigende Wohlstand der Weltbevölkerung auch verwaltet werden möchte und, dass die Branche deswegen sehr gute Aussichten hat.

Wettbewerber

Bei einem verwalteten Vermögen von 1,3 Billionen Dollar und einem insgesamt verwalteten Vermögen von 111,2 Billionen Dollar kann man sich schon ausrechnen, dass es wahrscheinlich viele Konkurrenten gibt, die sich um die restlichen 110 Billionen Dollar streiten. Natürlich fischen nicht alle komplett in den gleichen Gewässern, aber man muss schon sagen, dass die Konkurrenz hier wirklich groß ist. Ende 2018 war T. Rowe Price der 15. größte Vermögensverwalter der Welt. Der größte war Blackrock mit damals knapp 6 Billionen Dollar verwalteten Vermögen.

Kunden

Kunden gibt es hier sowohl privat als auch gewerblich und institutionell. Sowohl Unternehmen und Länder als auch Privatmenschen haben Vermögen, das verwaltet werden möchte.

Zulieferer

Als Dienstleistungsbranche gibt es keine größeren Zulieferer. Höchstens für die Datengrundlage und die Berechnungsmodelle könnten Unternehmen wie FactSet herhalten oder es müssen für Serverleistung Mietverträge mit Rechenzentren geschlossen werden. Hier reden wir aber immer von langfristigen Verträgen, auf die man sich gut einstellen kann.

Ersatzprodukte

Alternativ zur Geldanlage ist das Geld ausgeben. Nein Spaß. Zu einer guten Geldanlage gibt es eigentlich keine Alternative. Jeder sollte wenigstens etwas beiseitelegen und für später vorsorgen. Hier kann allerdings wieder der ewige Kampf zwischen aktiv und passiv losgetreten werden. Auch, wenn passive Fonds besser performen als aktiv gemanagte, so glaube ich doch, dass letztere hier zwei Vorteile im Vertrieb haben. Banken, die nicht selber Fonds auflegen, verdienen mehr bei der Vermittlung von aktiven Fonds und Menschen haben gerne einen menschlichen Fondsmanager, weil index- und damit computergesteuerte Fonds vielen oft riskanter vorkommen.

Markteintrittsbarrieren

Bei ETFs gibt es die Faustregel, dass Fonds rentabel wirtschaften können, sobald sie über 100 Mio. $ Vermögen eingesammelt haben. Wenn man als neue Investmentfirma mit nur einem Fonds startet, dann muss man dieses Kapital auf eher kurz als lang einsammeln, um ein rentables Unternehmen aufbauen zu können. Ich habe es zwar selber nicht probiert, aber ich kann mir vorstellen, dass das schon eine ziemliche Herausforderung ist.

Auswertung

Für die Branche gibt es bei mir 4 von 6 möglichen Punkten. Negativ sind die Wettbewerber wofür es einen Punkt Abzug gibt und die teilweisen professionellen Anleger und die aufkommenden passiven Fonds für die ich jeweils einen halben Punkt abgezogen habe. Der Rest stimmt mich doch eher positiv in dieser Branche.

Marktstellung

Nachdem die Branche es durchaus erlaubt hier langfristig gutes Geld zu verdienen, schauen wir mal wie genau die Positionierung von T. Rowe Price ist. Dass das Unternehmen Platz 15 unter den Vermögensverwaltern ausmacht habe ich ja schon gesagt. Wie sind aber die Rahmenbedingungen insgesamt.

Produktentwicklung

Seit Ausscheiden des Gründers in den 70er Jahren legt das Unternehmen immer mehr Fonds auf. Wo es anfangs nur ein US-basierter Growth-Fonds war, umspannt das Portfolio heute die ganze Welt und alle Anlageklassen. Dass zudem, wenn sich schon auf aktive Fonds festgelegt wird, diese denn dann als ETF angeboten werden, finde ich toll.

Möglichkeit einzukaufen

Der Einkauf spielt als Dienstleister wie gesagt ein untergeordnete Rolle. Nichtsdestotrotz sollte als 15. größte Vermögensverwaltung der Welt mittlerweile eine durchaus gute Verhandlungsposition erreicht sein.

Einflüsse von außen

Der größte externe Störfaktor ist hier wohl eine Finanzkrise bzw. eine Börsenkrise. Die letzte Finanzkrise war 2008 oder 2002 als enorme Blasen geplatzt sind. Aktuell zeigt auch die Corona-Krise ihre Auswirkungen auf den Finanzmarkt. Das sind neben wirklich kompletten Systemausfällen die größten Risiken. Zwar trifft es alle Vermögensverwalter, da T. Rowe Price allerdings 90% seiner Umsätze aus den Fonds generiert, sollte man denken, dass eine solche Krise wie die drei letzten dem Unternehmen besonders stark zu schaffen machen. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass dieses Unternehmen sehr gut durch die letzten Krisen gekommen ist. Sowohl in der Dot-Com Blase als auch in der Finanzkrise sanken die Umsätze zwischen 10% und 20%. Für so einen Verwalter finde ich das aber noch sehr gut. Vor allem zeigt sich in der aktuellen Krise sogar ein weiterer Umsatzanstieg.

Marketing

Die Marketingmaßnahmen des Unternehmens sind umfangreich, diversifiziert und variieren je nach Marktlage und Trend. Ich persönlich kannte weder das Unternehmen noch die Fonds des Unternehmens und habe auch keine Werbung davon im Kopf. Publicity, ob gut oder schlecht, aus den Medien gibt es dann auch eher für Blackrock und Vanguard als das große Duo an der Spitze der Vermögensverwalter. Das ist an dieser Stelle aber natürlich eine sehr deutsche Sicht auf die Dinge. Außerdem kann es natürlich auch sein, dass ich absolut nicht ins Beuteschema des Unternehmens passe mit einem Kapitalstock, der im Vergleich zu jedem institutionellen Anleger mickrig ist.

CEO T. Rowe Price Aktienanalyse
Bill Stromberg, CEO, CFA, MBA

Wachstumsmöglichkeiten

Großes Wachstum ist allein schon wegen des guten Branchenwachstums drin. Auch wenn die Vergangenheit nicht zwingend ein Indikator für die Zukunft ist, kann man hier doch festhalten, dass T. Rowe Price überproportional zur Branche gewachsen ist. Während das globale verwaltete Vermögen um 13% gestiegen ist, stieg der Umsatz der T. Rowe Price Group um gut 17% jährlich. Man sieht also, dass das Unternehmen es langfristig schafft Marktanteile zu gewinnen.

Unternehmensführung

Der CEO von T. Rowe Price ist der erste in meinen Aktienanalysen, der einen CFA hat. William Stromberg ist 59 Jahre alt und seit 2016 CEO des Unternehmens. Wie man an seinem Titel CFA erahnen kann, war er selbst lange als Direktor im Portfoliomanagement tätig. Bisher war er seine gesamte Berufslaufbahn bei demselben Unternehmen. Eigentlich finde ich das ja nie so gut, sondern mag unterschiedliche Erfahrungen lieber, allerdings ist er ja CFA. Als Chartered Financial Analyst hat man nämlich die Verpflichtung in der CFA-Vereinigung des Landes Mitglied zu sein und dort regelmäßig Fortbildungen nachzuweisen. Das macht dieses Manko an der Stelle wett. Positiv ist zudem das hohe Vermögen von Mr. Stromberg in Aktien von T. Rowe Price. Er hält über 600.000 Aktien des Unternehmens im Wert von über 80 Mio. Dollar. So wird er sicher im Interesse der Aktionäre und Dividendenstrategen handeln.

Gesetzliche Rahmenbedingungen

Es gibt wohl kaum eine Branche, die so stark von staatlichen Regularien eingeengt ist wie die Vermögensverwaltung. Einen Fonds aufzusetzen bringt enormen Verwaltungsaufwand mit sich. Wir haben in der Wirtschaftsprüfung z.B. auch ein eigenes Team, welch es ausschließlich Fonds prüft, da auch diese einen Jahresabschluss machen müssen. Man muss aber auch sagen, dass das auch so sein soll, wenn Menschen und Institutionen ihr Vermögen anderen Unternehmen anvertrauen.

Auswertung

Bei der Marktstellung gibt es 5 von 7 Punkten von mir. Als einer von vielen mittelgroßen Vermögensverwaltern ist das Marketing schwierig und die rechtlichen Bedingungen schnüren die unternehmerische Freiheit ein. Alle anderen Punkte sind durchaus begrüßenswert.

Unternehmensbewertung

So jetzt aber mal Butter bei die Fische. Was kann das Unternehmen denn wirklich? Das starke Wachstum habe ich ja schon mehrfach angedeutet aber nicht nur das Unternehmen, sondern auch der Aktienkurs ist über die Jahre gestiegen. Schauen wir uns das mal genauer an. Wir fangen wie immer mit den Durchschnittswerten über die letzten 5 Jahre an und füttern damit dann die Bewertungsmodelle, um damit auf einen konkreten Wert je Aktie zu kommen.

Finanzkennzahlen 5-Jahres-Durchschnitt

  • Operative Nettobetriebsvermögen +16,4%
  • Umsatz +13,4%
  • Operativer Gewinn +9,8%
  • Operative Marge 45,5%
  • Free Cash Flow +22,3%
  • Operativer FCF +21,6%
  • Eigenkapitalquote 79,8%
  • Fremdkapitalkosten >+100,0%
  • Dividendenwachstum +21,8%
  • Dividendenrendite 3,3% (aktuell 2,5%)
  • Ausschüttung des FCF 40,2%
  • Übergewinn +5,8%
T. Rowe Price anaylisiert
Die Ertragszahlen im Jahresvergleich

Erläuterung der Zahlen

Das sind schon ziemlich verrückte Zahlen. Das Wachstum in diesem Unternehmen ist einfach enorm. Der Aufschwung seit der Finanzkrise hat das verwaltete Vermögen nochmal zusätzlich gepusht und damit auch die prozentualen Gebühren dafür. Das Unternehmen ist fast schuldenfrei, da die ausgewiesenen ohnehin schon geringen Schulden zu großen Teilen auch noch Leasingverbindlichkeiten sind. Das starke Wachstum in den Fremdkapitalkosten hängt damit zusammen, dass diese in 2014 sogar noch bei 0 waren. Mich überzeugen diese Zahlen komplett und es kommt jetzt eigentlich nur noch darauf an, wie das Unternehmen bewertet ist und, ob sich ein Einstieg hier lohnt.

Fair Value

Man kann mit T. Rowe Price sehr wahrscheinlich gutes Geld verdienen. Man muss allerdings immer darauf achten, dass man den Gewinn beim Kauf und nicht beim Verkauf machen. „Kaufe einen Dollar und zahle nicht mehr als 50 Cent dafür“, kann man Warren Buffett dazu zitieren. Wie steht es denn um die Bewertung des Unternehmens? Das Wachstum des Unternehmens habe ich mit 10% angesetzt, da in den letzten Jahren ein Umsatzwachstum von 13,4% im Jahr erreicht wurde und selbst in den nächsten 3 Jahren inklusive Corona-Krise geht das Unternehmen von 8% aus. Da finde ich 10% langfristig ja fast schon konservativ. Dazu möchte ich ebenfalls mein vergebenes Eigenkapital mit 10% verzinst haben und gehe durch die sehr gute Finanzstellung des Unternehmen von Zinsen für Fremdkapital von 1,5% aus. Aktuell hat das Unternehmen allerdings keine Anleihen ausgegeben. Gebe ich die Daten in mein Discounted Cash Flow- und Übergewinnverfahren ein und ziehe aus den Ergebnissen und dem mittleren Kursziel der Analysten einen Mittelwert, so komme ich auf einen fairen Wert je Aktie von 166$ oder 140€.

Chancen und Risiken

Um jetzt noch einen vernünftigen Abschlag zu nehmen, lassen wir die Chancen und Risiken jetzt nochmal Revue passieren. Chancen gibt es viele in der Branche. Der weltweite Wohlstand wächst immer mehr. Immer mehr Entwicklungsländer bauen Industrien auf und immer mehr Schwellenländer sind immer weniger von den westlichen Industriestaaten zu unterscheiden. Die Branche wächst also ohnehin schon stark und das Unternehmen konnte zeigen, dass es sogar noch Marktanteile gewinnen kann.

Auf der anderen Seite gibt es natürlich Risiken. Börsencrashs können das verwaltete Kapital nominal deutlich mindern und somit auch die Einnahmen des Unternehmens. Darüber hinaus sind stringente gesetzliche Vorgaben zum einen ein Hindernis in der Gestaltung und bieten auf der anderen Seite viel Platz für Klagen seitens der Klienten.

Investmententscheidung

Das Chancen-Risiko-Profil im Hinterkopf würde ich bis 80% des Fair Values einsteigen. Beim heutigen Dollarkurs wären dies 111,24€. Aktuell ist der Kurs bei ca. 117€, weswegen ich hier nicht einsteigen werde aber auf jeden Fall die Watchlist um einen weiteren Titel erweitere. Besonders ärgerlich, dass ich diese Aktienanalyse nicht ein paar Wochen eher gemacht habe. Aufgrund der Erholung an den Börsen der letzten Zeit ging der Kurs hier nämlich seit Anfang November 107€ auf 117€ hoch. Da wäre die Aktie also noch ein Kauf gewesen. Naja, um die T. Rowe Price Aktienanalyse noch zu vervollständigen möchte ich auch noch mitteilen, dass ich die Aktie bis 181€ halten würde, was dann 130% des fairen Werts entspricht. Wer jetzt auf Sparpläne steht und von den super Zahlen beeindruckt ist, der kann ja auf einen Sparplan abschließen. Das geht über Trade Republic mittlerweile kostenlos für sehr viele Aktien. Ich selber nutze Trade Republic, um günstig für 1€ pro Trade zu investieren. Bei einer Aktie wie T. Rowe Price ist man also bei einer Aktie schon bei unter 1% Gebühren mit dabei.

T. Rowe Price Aktienanalyse

Fazit

Sehr, sehr schade also, dass ich T. Rowe Price ein paar Wochen zu spät analysiert habe. Aufgrund des gefunden Impfstoffs sind die Börsen aktuell heiß gelaufen und haben sich deutlich erholt. Da sieht man mal wieder, dass Market Timing nicht klappt. Vielleicht habe ich ja Glück und die Kurse korrigieren sich vorm endgültigen Anstieg nach Corona nochmal nach unten und ich kann das Unternehmen günstig in mein Portfolio packen. Ich bin auf jeden Fall schwer angetan und hätte wirklich gern mein Stück vom T. Rowe Price-Kuchen. Wie seht ihr das Unternehmen denn? Habt ihr Bedenken beim Finanzsektor? Meiner Meinung nach ist der Sektor ja notwendig für die Allgemeinheit. Auch Banken sind notwendig, auch wenn diese aktuell aufgrund der Niedrigzinsen relativ harte Zeiten durchleben. Dieser Titel war ja auf Fonds spezialisiert, deswegen ein ganz anderer Bereich als eine Bank, die auch Kredite vergibt. Aber das ist ja alles wieder nur meine Meinung!

Wisst ihr denn noch Unternehmen, bei denen ihr sagt, dass sie trotz den Kurssteigerung der letzten Tage und Wochen immer noch günstig zu haben sind? Falls ja, dann lasst es mich gern in den Kommentaren wissen und, falls ihr einfach keine meiner kostenlosen Aktienanalysen mehr verpassen wollt, dann legt euch den Blog am besten als Lesezeichen ab und schaut regelmäßig vorbei. Neue Aktienanalysen gibt es immer Donnerstag um 16 Uhr und Sonntag um 12 Uhr. Ich hoffe ich konntet auch dieses Mal wieder etwas für euch mitnehmen, auch, wenn ich euch meiner Meinung nach leider kein günstiges, dafür aber ein solides Unternehmen präsentieren konnte. Vielen Dank und bis bald!

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