Walmart Aktienanalyse – Ausgetretene Pfade oder neue Chancen?

Hallo und herzlich willkommen auf dem Finanzplaneten! Heute gibt es zur Abwechslung mal einen Wunsch aus der Community. Und nicht nur das. Nach der heutigen Analyse gibt es auch bereits am Sonntag schon wieder einen Wunsch aus der Community. An der Stelle danke für euren Support. Ich bemühe mich im Gegenzug immer euren Wünschen nachzukommen und eure Fragen schnell zu beantworten! Für heute wurde sich aber erstmal eine Aktienanalyse zu dem Dividenden Aristokraten Walmart gewünscht. In dieser Walmart Aktienanalyse gehe ich auf darauf ein wo das Unternehmen herkommt, wie es heute Geld verdient und welchen fairen Wert je Aktie die künftigen Umsätze für mich bedeuten. Wenn du wie mein Zuschauer auf YouTube, auch Interesse an Walmart hast, dann bleib dran und viel Spaß mit der Walmart Aktienanalyse!

Grundlagen

Auch, wenn es sich diesmal wieder um ein sehr bekanntes Unternehmen handelt, so möchte ich zunächst erstmal wieder etwas weiter ausholen, um zu erklären was Walmart für ein Unternehmen ist und wo es eigentlich herkommt. Diesen Punkt finde ich immer sehr interessant, um die aktuellen Zahlen ins rechte Licht rücken zu können und den Charakter des Unternehmens zu erkennen.

Geschäftsmodell

Als Deutscher ist Walmart sicher nicht jedem geläufig. Zwar hat das Unternehmen auch hierzulande versucht Fuß zu fassen, allerdings ist es gescheitert und zieht sich mittlerweile zurück. Was macht Walmart denn jetzt aber? Walmart kann man in Deutschland ganz gut mit einer Mischung aus Aldi und der Metro vergleichen. Das Kerngeschäft von Walmart besteht aus Supermärkten bzw. eher Discountern, da das Unternehmen stets auf ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis baut. Zudem hat es mit dem Label Sam’s Club zusätzlich große Lagerverkäufe, wie man sie von der Metro kennt. Neuerdings fließt auch viel in Richtung E-Commerce. Einen Teil Amazon gibt es im Unternehmen also auch.

Historische Eckdaten

Angefangen hat aber alles mit Sam Walton. Dieser war nach erster praktischer Erfahrung im Einzelhandel schon früh selbstständig. Durch seine ersten Jahren des eigenen Ladens eröffnete er in 1962 im Alter von 44 Jahren den ersten Walmart. Es ist wirklich nie zu spät etwas Großes aufzubauen. Mit gerade genannter Preisstrategie und exzellenten Service wollte Walton den Einzelhandel revolutionieren und der Erfolg gab ihm Recht. 5 Jahre nach der Gründung existierten bereits 24 Walmart und 1969 wurde das Unternehmen Wal-Mart Stores, Inc. eingetragen und Walmart wird ein Jahr später an der Börse notiert. 3 Jahre nach der 24er Marke hat sich die Anzahl bereits wieder mehr als verdoppelt und ist nun bei 51 Läden. Aus den 276 Märkten und 21.000 Mitarbeiter in 1980 sind bis 2016 11.600 Filialen und 2,1 Millionen Mitarbeiter auf der ganzen Welt geworden. Damit ist Walmart Inc., wie das Unternehmen heute heißt, der größte private Arbeitgeber der Welt.

Produktanalyse

Das Geschäftsjahr von Walmart endet zum 31. Januar. Im Geschäftsjahr 2020 hat Walmart unfassbare 524 Milliarden Dollar Umsatz gemacht. Zum Vergleich, das ist fast doppelt so viel wie Amazon. Aber wo genau wird denn dieser Umsatz generiert.

Geschäftsgebiete

Die Aufteilung der Geschäftsgebiete ist hier eigentlich schon fast eine Aufteilung nach Ländern. Walmart unterscheidet hier nach 3 Divisionen. Der Hauptumsatz wird dabei von Walmart United States gemacht. Dieser beträgt 65%. Man sieht hier schon wo der Ursprung des Unternehmens liegt. Walmart International macht 23% der Umsätze und Sam’s Club 12%. Wichtig ist hier, dass Walmart auch einen E-Commerce Bereich hat. Hierüber machten sie 2019 bereits 8% des Umsatzes und 11% in 2020. Man sieht also auch ein Wachstum in diesem Bereich. Bei Walmart kann man nämlich online vorbestellen, ähnlich wie bei Rewe, oder sich die Lebensmittel auch direkt liefern lassen. Zudem kann man auch alle möglichen Artikel online bestellen wie bei Amazon. Walmart ist aktuell der fünftgrößte Onlinehändler der Welt.

Walmart Dividenden Aristokrat

Absatzmärkte

Walmart United States und International kann man ja schon zuordnen. Mit den Umsätzen von der Kette Sam’s Club, welche ebenfalls hauptsächlich in den USA tätig ist, kommen wir auf 77% USA und 23% Rest der Welt.

Walmart Aktienanalyse

Auswertung

Beim Einzelhandel ist der Verweis auf einzelne Produkte schwierig. Die Aufteilung hier ist schon ganz gut und ich finde für ein Einzelhandels Unternehmen wie Walmart eh am wichtigsten wie sie mit der Digitalisierung umgehen. Walmart macht das ganz gut. Sie erzeugen online wachsenden Umsatz und haben dies auch weiter vor. Für die Produktanalyse in der Walmart Aktienanalyse gibt es deswegen und aufgrund der Länderaufteilung 2 von 2 Punkten von mir.

Branchenanalyse

Jetzt wollen wir erstmal nochmal genauer auf den Einzelhandel in der Gesamtheit eingehen.

Attraktivität der Branche

Man sieht, dass die Einzelhandelsbranche moderat wächst. Ihr Wachstum war in 2018 bei 2,8%. Das ist jetzt kein unfassbar großes Wachstum aber auch nicht zu verachten. Vor allem, wenn man sieht, dass die Branche relativ krisensicher ist. Während Corona profitiert zumindest Online- und Lebensmittelhandel enorm und lokale Geschäfte interessieren sich auch nicht für Handelskriege. Die verkauften Lebensmittel sind einfach systemrelevant. Allerdings so richtig im Kommen ist der Onlinehandel. Hier waren die Wachstumsraten auch ohne Corona bereits enorm.

Wettbewerber

Weltweit gibt es ganz verschiedene Händler, die ganz verschiedene Spezialitäten haben. Meist sind sie auf Länder oder Kontinente spezialisiert und verfolgen verschiedene Strategien. So ist Walmart in den USA, Mexiko, UK und Südafrika gut vertreten, während Aldi und Lidl eher Europa unter sich aufteilen. Neue Player rücken insbesondere beim Onlinehandel auf den Plan. Innerhalb der USA gibt es auch andere größere Ketten, die aber leicht andere Preisstrategien verfolgen.

Kunden

Die Kunden kommen natürlich darauf an, was für einen Einzelhandel man betreibt. Bleiben wir im Bereich der Lebensmittel so sind die Kunden meistens privat. Nur bei speziell für Großhändler ausgelegte Stores sind die Kunden auch gewerblich.

Zulieferer

Die Zulieferer sind ganz verschieden und kleinteilig. Besonders regional gibt es hier Unterschiede wo zum Beispiel das Fleisch oder das Gemüse herkommt. Ansonsten sind die größten Zulieferer natürlich Konsumriesen wie Procter & Gamble oder die PepsiCo.

Ersatzprodukte

Alternativ zum Wareneinkauf im Supermarkt, kann man eigentlich nur den Onlinehandel ansetzen. Es gibt ja keine Alternative dazu sich mit Lebensmitteln zu versorgen. Besonders aber Elektronikartikel und ähnliches kann sehr gut auch online gekauft werden.

Markteintrittsbarrieren

Um mit den großen Ketten mitzuhalten sind die Markteintrittsbarrieren schon relativ groß. Hier kommt es nämlich doch auf die Größe an. Große Ketten haben nämlich entscheidende Vorteile bei den Preisverhandlungen mit den Zulieferern und beim Wiedererkennungswert unter den Kunden. Klar haben Tante Emma Lädchen ihren Charme. Wenn jemand aber auf der Durchreise ist und sich nur kurz eindecken möchte, dann wird er in ein Geschäft gehen, welches er aus seiner Heimat bereits kennt, da er nicht suchen und sich umgewöhnen muss. Die Preisverhandlung sind insbesondere von großer Wichtigkeit, wenn wir uns gleich die Marge anschauen.

Auswertung

Also die Branche ist wieder sehr unterschiedlich, je nachdem welche Spezifikation man verfolgt. Grundsätzlich ist Lebensmittel- und Onlinehandel gut. Einzelhandel in Märkten und am besten noch Großmärkten ist weniger lukrativ. Zudem kommt es auf die Größe des Unternehmens an. Aus Sicht von Walmart ist die Branche aber gar nicht schlecht. Das Wachstum ist vor allem mit dem Onlinegeschäft in Ordnung. Außerdem sind die Zulieferer ganz verschieden. Man ist systemrelevant und neue Ketten haben es sehr schwer. Dafür gibt es von mir aus Sicht von Walmart für die Branche 5 von 6 möglichen Punkten.

Marktstellung

Also ein bisschen musste ich es schon vorwegnehmen, aber wie schlägt sich Walmart, denn jetzt innerhalb der Branche. Wie schafft es sich das Unternehmen langfristig durchzusetzen?

Entwicklung

Also bei künftigen Entwicklung sind vor allem zwei Dinge zu nennen. Zum einen überdenkt und erneuert Walmart regelmäßig seine Stores. Ähnliches neues modernes Design wie bei neuen Aldi- oder Edeka-Läden, das habt ihr sicher schon mal gesehen. Zusätzlich bringen sie auch immer wieder neue Techniken in die Märkte mit ein und in Bentonville, dem Gründungsort in den USA, gibt es ein eigenes Versuchszentrum, um neue Angebote zu testen. Der zweite wichtige und vielleicht wichtigste Punkt ist der Onlinehandel. Dieser wird bei Walmart stetig ausgebaut und es wurde auch ein Joint Venture mit JD.com gegründet, um vor allem China Fuß zu fassen. Ein sehr wichtiger Schritt meiner Meinung nach, sowohl aufgrund vom Onlinehandel als auch China als Markt zu erschließen.

Möglichkeit einzukaufen

Wie gesagt gibt es als Einzelhandelsunternehmen im Bereich Lebensmittel regional ganz unterschiedliche Möglichkeiten einzukaufen. Bei einer Größe wie Walmart sie hat, dürfte es allerdings schwierig werden, Walmart mit dem Stop der Handelsbeziehungen zu drohen. Walmart hat eine zu große Marktmacht dafür. Es dürfte wohl eher andersrum sein, wenn Walmart die Preise der Lieferanten nicht schmeckt.

Einflüsse auf das Geschäft

Der größte Einfluss auf das Geschäft im Sinne von Gewinn dürfte wohl der Personal- und Materialaufwand haben. Zum Glück arbeitet der Großteil der Angestellten in den USA und Mexiko, die tendenziell eher niedrige Löhne für relativ einfache Arbeiten zahlen. Zwar gibt es aktuell Staaten, die einen Mindestlohn einführen, flächendeckend ist dieser für die USA aber noch fern. Aber selbst wenn, dann ist man regional ja super diversifiziert. Was den Materialaufwand angeht hat man wie gerade erläutert gute Chancen mit den Lieferanten zu verhandeln und so die Preise kleinzuhalten.

Marketing

Walmarts Strategie ist es flächendeckend verfügbar zu sein und so bei jedem beliebt und geschätzt zu werden. Jeder soll bei sich einen Walmart haben, der jeweils besser als die Konkurrenz ist, sodass die Menschen auch in anderen Städten wie gewohnt einkaufen können. Wäre diese Strategie noch Utopie, dann könnte man diesen Punkt getrost in die Tonne hauen. Allerdings hat Walmart diese Strategie bereits umgesetzt. Mit ihrer Zahl an Filialen weltweit und vor allem in den USA sind sie omnipräsent. Gut finde ich auch, dass das Unternehmen sich traut die Reißleine zu ziehen, wenn die Strategie mal nicht aufgeht. So war es nämlich in Deutschland. Nachdem bemerkt wurde, dass auch mit dutzenden Filialen keine flächendeckende Akzeptanz geschaffen wurde, wurden die Filialen an die Metro verkauft. Auf der andere Seite ist die Preisstrategie des Unternehmen wie beim Discounter Aldi oder Lidl. Sie wollen die günstigsten Preise unter der Konkurrenz anbieten.

Wachstumsmöglichkeiten

Wie gerade gesagt, probiert Walmart zum einen auch immer neue Märkte aus und wagt sich auch immer mehr im E-Commerce Bereich. Besonders im letzteren liegen natürlich enorme Wachstumschancen. Aber komplett neue Länder und Märkte zu erschließen dürfte sich lohnen, wenn es denn gelingt. Fairer Weise muss man aber auch sagen, dass die Heimatmärkte bzgl. des Standardgeschäfts schon relativ abgegrast sind.

Unternehmensführung

Seit 2014 ist der CEO des Unternehmens Carl Douglas McMillon. Ist er fachlich geeignet? Ja auf jeden Fall. Er hat einen MBA und kennt das Geschäfts von Walmart von der Pike auf. Er hat schon vor, während und direkt nach seinem Studium dort gearbeitet – in verschiedenen Positionen versteht sich. Langsam arbeitete er sich über diverse Stationen zum CEO hoch. Hat er Interesse am Erfolg des Unternehmens? Auch das auf jeden Fall. Neben den üblichen Gratifikationen hat er über die Jahre auch 1,79 Millionen Aktien des Unternehmens angehäuft. Hiermit werden Manager in Unternehmen ja oft belohnt. Stand heute haben sie einen Wert von ca. 270 Mio. Dollar. Er sollte also am Kurs interessiert sein. Und auch an der Dividendenstrategie. Diese bringt ihm in 2019 nämlich ca. 3,8 Mio Dollar ein. Und wie schaut es mit seiner Erfahrung außerhalb aus? Wirklich über den Tellerrand geschaut hat er leider nicht. Er war wie gesagt seit Anfang an bei Walmart und kennt keine andere Unternehmen von innen. Ich finde es immer gut, wenn CEOs auch woanders Erfahrung gesammelt haben. Aber man kann ja nicht alles haben.

Walmart CEO Carl Douglas McMillon

Gesetzliche Rahmenbedingungen

Besondere gesetzliche Vorgaben gibt es nicht, zumindest keine die sonderlich schwer einzuhalten wären. Lediglich der schon erwähnte Mindestlohn würde das Unternehmen treffen, und zwar nicht nur in den USA.

Auswertung

Bis auf den CEO, der so gar keine Erfahrung in anderen Unternehmen hat und auch nichts Fachfremdes studiert hat, finde ich alle anderen Punkte top. Hier gibt es von also 6 von 7 Punkten von mir.

Unternehmensbewertung

Kommen wir jetzt also zum Herzstück der Walmart Aktienanalyse. Wie steht es um die Umsätze, Margen und Gewinne? Eins kann ich vorab sagen. Die pure Größe der Zahlen flößt einem ganz schön Ehrfurcht ein. Den doppelten Umsatz von Amazon zu haben ist schon echt eine Hausnummer. Aber hier bei mir in der Analyse sind ja immer die Steigerungen interessant. Wie sieht es hier bei Walmart aus?

Finanzkennzahlen 5-Jahres-Durchschnitt

  • Umsatz +2,0%
  • Operativer Gewinn negativ
  • Operative Marge 4,6%
  • Free Cash Flow negativ
  • Operativer FCF negativ
  • Eigenkapitalquote 37,0%
  • Fremdkapitalkosten 0,4%
  • Dividendenwachstum +2,0% (Senkung für 2021 prognostiziert)
  • Dividendenrendite 1,9% (aktuell 1,4%)
  • Ausschüttung des FCF 35,9%
  • Übergewinn negativ
Walmart Finanzen Aktie

Erläuterung der Zahlen

Hier sieht man schon den Knackpunkt an der ganzen Geschichte. So gut die Positionierung von Walmart auch ist, die Zahlen sind eher durchwachsen. Das ist jetzt gar kein spezielles Problem von Walmart allein, sondern überhaupt von den Einzelhändlern. Die operative Marge ist hier einfach sehr gering, da das Geschäftsmodell so kapitalintensiv ist. Bei Walmart kommen ohnehin niedrige Margen hinzu, da sie die Produkte möglichst günstig anbieten wollen. Zudem steigt der Umsatz nur gering und die Cash Flows sind sogar negativ. Während Eigenkapital und Fremdkapital gut aussehen, haben wir bei der Dividende das nächste Problem. Das Dividendenwachstum ist aktuell bei 2% je Aktie, was ohnehin nicht hoch ist und die Dividendenrendite ist sogar nur bei 1,4% aktuell. Immerhin wird auch nur 35% des FCF im Schnitt ausgeschüttet. Jetzt habe ich aber sogar in den Daten gesehen, dass die erwartete Dividende für 2021 sinkt. Allerdings habe ich keine Statement oder Artikel gefunden, der das bestätigt.

Wie kommt es jetzt zu den Zahlen? Walmart muss gerade sehr viel im E-Commerce Bereich insbesondere in Asien und dem Heimatmarkt investieren. Das gestalten sie teilweise durch Joint Ventures, teilweise aber auch durch Unternehmenszukäufe. Die Unternehmenszukäufe schmälern natürlich enorm den Cash Flow. Dafür bieten sie natürlich die Chance auf künftig mehr Umsatz und EBIT. Eine Senkung der Dividende würde natürlich bei solchem Kapitalbedarf ins Bild passen, allerdings habe ich hierzu wie gesagt keine Bestätigung gefunden. Das bleibt also abzuwarten, da die Schätzungen auch von FactSet kommen.

Fair Value

Um jetzt auf einen fairen Wert jetzt Aktie zu kommen haben ich die recherchierten Daten sowohl in mein Discounted Cash Flow-Modell als auch in mein Übergewinn-Modell eingepflegt. On Top konnte ich zur Berechnung FK-Kosten von 3,5% recherchieren und möchte, dass das EK mit 10% verzinst wird. Die beiden Ergebnisse der Modelle habe ich dann mit dem aktuellen mittleren Kursziel der Analysten geglättet. Hiermit ergibt sich bei mir ein fairer Wert von rund 165$ oder 139€. Jetzt kümmern wir uns noch um den Sicherheitsabschlag.

Chancen und Risiken

Um die Sicherheitsmarge zu bestimmen, schauen wir uns nochmal das Chancen-Risiko-Profil des Unternehmens an. Am generellen Geschäftsmodell gibt es relativ wenig Risiko. Lediglich die geringe Marge bietet wenig Raum für Aufwandserhöhung durch Personal oder Material. Diese beiden Kostenfaktoren hat man aber auch relativ fest im Griff. Ein größeres Risiko sind der aktuelle E-Commerce-Markt und die Investitionen in diesen. Das aktuelle Geschäftsmodell ist deutlich vom E-Commerce gefährdet, weswegen hier investiert wird. Greifen die Investitionen nicht, so hat man zusätzlich auch noch Geld verbrannt.

Man kommt aber nicht herum in genau diesem Punkt auch die größte Chance für Walmart zu sehen. Der Umsatz wächst seit Jahren nicht mehr so schnell und mit den Investitionen ins Onlinegeschäft könnte man genau diesen wieder etwas befeuern. Damit einher geht natürlich auch der steigende Gewinn. Aktuell ist besonders der Kauf von Flipkart in Indien und die Investitionen ins heimische Onlinegeschäft, wie durch Walmart Plus, zu erwähnen. Letzteres kann man sich ähnlich wie Amazon Prime vorzustellen.

Investmententscheidung

Aufgrund der vorgenannten Chancen und Risiken möchte ich gern einen Sicherheitsabschlag von 20% auf den Fair Value nehmen. Damit komme ich dann bei einem Kauflimit von 111€ raus. Verkaufen würde ich mit einem Aufschlag von 25%, wenn ich die Aktie bereits halten würde. Wie immer bin ich aber ganz transparent und sage euch, dass ich aktuell allerdings keine Walmart Aktien besitze und sich das aktuell auch nicht ändern wird. Der Kurs liegt nämlich mit aktuell 126€ deutlich über meinem Kauflimit.

Walmart Aktienanalyse

Fazit

Für mich ist die Aktie momentan also zu heiß gelaufen. Ich hoffe aber für alle Besitzer, dass sich die Investitionen von Walmart und euch bald rentieren und der Kurs deshalb nur eine Richtung kennt! Schon wieder leider kein Investment Case für mich. So langsam sammelt sich das Cash an und möchte für mich arbeiten. Aber ich will unbedingt meinen objektiven Berechnungen treu bleiben und nicht nach Bauchgefühl investieren. Ich bin der Meinung man sollte beim Investieren immer neutral bleiben und sich nicht von Markenimage lenken lassen. Beispiel Apple: Ich habe die Aktien zwar noch nicht analysiert, nutze allerdings viele der Produkte. Jetzt könnte ich mich dazu hinreißen lassen, die Aktie nach Bewertung über meinem Kauflimit zu kaufen, weil ich die Produkte so toll finde. Sowas möchte ich vermeiden und bin deswegen mit meinem Kauflimit ganz streng.

Naja, habt ihr denn noch irgendwelche heißen Tipps? Teilweise haben es die Tipps aus der Community nach einer Analyse ja schon in mein Portfolio geschafft.  Ich wäre euch sehr dankbar! Und wofür ich euch auf jeden Fall auch dankbar bin, ist wenn ihr euch den Finanzplaneten als Lesezeichen setzt und so keine Aktienanalyse mehr verpasst. Ansonsten bedanke ich mich auch noch dafür, dass ihr wieder reingeschaut habt, und sage bis bald!

Liebe Grüße, Kai

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3 Antworten auf „Walmart Aktienanalyse – Ausgetretene Pfade oder neue Chancen?“

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