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Heute gebe ich euch einen Einblick darin, welche Versicherungen ich besitze. Zudem erkläre ich euch auch welcher Grundsatz dahinter steckt und warum ich andere Versicherungen eben nicht besitze.

Mein Grundsatz bei Versicherungen

Ich bin zwar gelernter Bankkaufmann und kenne mich vergleichsweise gut mit Versicherungen aus, dort lernte ich jedoch eher das verkaufen und nicht was wirklich Sinn ergibt für den Kunden oder für mich. Meinen Grundsatz für ist für mich durchaus einleuchtend. Ich habe diesen Grundsatz aus einer Folge des Finanzrocker-Podcast. In dieser Folge war Basti von Versicherungen mit Kopf zu Gast. Der Grundsatz besagt, dass man nur versichern sollte, was einen in finanzielle Schieflage bringt. Der Rest ist dem Grundsatz nach überflüssig. Darüber hinaus geht es nur um „will ich“ statt „brauche ich“.

Finanzieller Ruin?

Ich prüfe meinen Versicherungsbedarf also selbst. Ich habe mir eine Liste der Versicherungen genommen, die es gängiger Weise gibt, und eine Liste mit Versicherungen, die meine Freundin und ich hatten. Danach bin ich diese nach oben genannten Grundsatz durchgegangen.

Unnötige und notwendigeVersicherungen

Danach war abzusehen, dass wir teilweise unnötige Versicherungen hatten und teilweise notwendige Versicherungen nicht hatten. Als unnötig sind hier insbesondere 2 Kapitallebensversicherungen meiner Freundin zu nennen. Abgesehen davon, dass das Asset an sich keine gute Anlageform ist, ist die Versicherungsleistung auch komplett unpassend. Für eine bei Abschluss unter 20-Jährige zwei Kapitallebensversicherungen abzuschließen macht keinen Sinn, da ebenfalls der Steuervorteil schon nicht mehr griff. Außerdem hinterlässt sie in diesem Alter ja niemanden, der auf ihre Unterstützung angewiesen ist. Also aufgelöst, umgeschichtet und den freien Cashflow auf die private Sparrate draufgepackt.

Andere unnötige Versicherungen, sind die, deren Schadensfall vielleicht ärgerlich, allerdings nicht wirklich schlimm ist. Hier sind Versicherungen zu nennen, wie die Reiserücktritts-, Reisegepäck- oder die Handyversicherung. Wer durch hier abgesicherte Schadensfälle ins straucheln kommt, der hat meiner Meinung nach insgesamt kein Geld für die Reise, die viele Kleidung oder das Handy. Machen dir diese Schadensfälle also Angst, dann schaue dich lieber nochmal auf dem Blog bezüglich Finanzplanung um.

Auf der anderen Seite habe ich nach dem Grundsatz gemerkt, dass uns eine Berufsunfähigkeitsversicherung fehlt. Diese sichert dich dagegen ab, dass du deinen Beruf nicht mehr ausüben kannst, indem sie dir im Schadensfall eine Rente zahlt, bis du in die gesetzliche Rente eintrittst. Also gesagt, getan. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung haben wir jetzt.

Welche Versicherungen ich besitze

Nachdem ich also meine Versicherungen durchgearbeitet habe, ist es natürlich insgesamt interessant zu wissen, welche ich noch besitze.

Pflichtversicherungen

Natürlich gehe ich in diesem Beitrag immer nur von Versicherungen aus, über die man frei verfügen kann. Gesetzlich vorgeschriebene Versicherungen wie Krankenversicherung oder Kfz-Versicherung zähle ich hier nicht auf, besitze diese aber natürlich.

Haftpflichtversicherung

Absolut wichtige Versicherung, wenn nicht die wichtigste, frei wählbare Versicherung. Hier kann es zu riesigen Schäden kommen, die abgedeckt werden. Deswegen ist die Versicherungssumme auch bei mehreren Millionen Euro. Wenn du privat zu verantworten hast, dass jemand anderes ein Schaden entsteht, so greift die Haftpflichtversicherung. Und denke dabei nicht an das Handy deines Freundes. Denke eher an den Menschen, den du durch einen Unfall schwer verletzt und der anschließend nicht mehr arbeiten kann. Ihm musst du lebenslang Entschädigung zahlen. Da kommen schnell Millionen zusammen.

Hausratversicherung

Alles was rausfällt, wenn man deine Wohnung oder dein Haus auf den Kopf drehen würde, das ist der Hausrat. Dieser ist über diese Versicherung abgedeckt. Nach Auszug bei den Eltern kann man diese Versicherung vielleicht noch etwas stiefmütterlich behandeln, kann sie aber auch direkt abschließen mit einer geringeren Versicherungssumme. Bei mir und meiner Freundin hatten wir in der Studentenbude noch eine Versicherungssumme von 10.000€, da diese bereits doppelt unser Inventar abgesichert hat. Nun nach dem ersten Umzug werden wir diese bald erhöhen.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Wie oben erwähnt haben wir jetzt eine Berufsunfähigkeitsversicherung bzw. eine pro Person. Wenn man nur von aktuellen Gehältern ausgeht beträgt unser Einkommen bis zur Rente ca. 3,2 Millionen Euro brutto. Tritt die Berufsunfähigkeit ein, kann man dieses Einkommen zumindest zum Teil abschreiben. Durch diese Versicherung sind wir nun gegen diesen Ausfall abgesichert.

Welche Versicherungen ich künftig anschaffe

Es gibt auch Versicherungen, die wir zwar aktuell noch nicht haben, bei bestimmten Lebensereignissen jedoch sofort anschaffen würden. Insbesondere sind da zwei Dinge zu nennen.

Welche Versicherungen brauche ich
Es gibt gesetzliche, wichtige und komplett überflüssige Versicherungen.

Risikolebensversicherung

Zu Lebensversicherungen habe ich ja bereits einen Post geschrieben. Dort könnt ihr nachlesen, was der Unterschied zwischen Risiko- und Kapitallebensversicherungen ist und warum wir nur Risikolebensversicherungen abschließen werden. Sobald wir uns gegenseitig absichern müssen, da wir gemeinsam finanzielle Verpflichtungen eingehen werden, die man nicht oder nur mit enormen Aufwand aufkündigen kann oder nicht aufkündigen will, werden wir uns eine Risikolebensversicherung zulegen. Speziell kommen mir dabei Kinder oder ein Eigenheim in den Sinn.

Gebäudeversicherungen

Bei einem Eigenheim muss man nicht nur die garantierte finanzielle Last schultern, sondern auch die, die durch unerwartete Schäden am Haus entsteht. Für Verschleiß kann man Rücklagen bilden. Geht aber besonders am Anfang das Dach durch einen Sturm kaputt oder ähnliches, ist oft noch kein Geld vorhanden und im schlimmsten Fall muss das Haus versteigert werden. Bezüglich Versicherungen zu Häusern muss ich mich zu gegebener Zeit allerdings noch genau informieren, werde solche allerdings auf jeden Fall abschließen.

Weiteres Vorgehen

Im Laufe des Lebens verändert sich die persönliche Situation. Oben habe ich schon Kinder angesprochen und auch das Eigenheim erwähnt. Diese beiden Schlüsselpunkte sind natürlich wahnsinnig schwerwiegend. Irgendwann ziehen die Kinder aber auch aus und das Eigenheim ist abbezahlt, was kommt dann? Zudem ist noch ein wichtiger Punkt zu bedenken.

Selbsterschaffenes Grundeinkommen

Wenn du hier auf diesem Blog unterwegs bist, dann interessierst du dich wahrscheinlich für Finanzorganisation und -planung und dafür dein Geld gewinnbringend anzulegen. Verfolgst du dabei eine Dividendenstrategie erhältst du jeden Monat ein höheres passives Einkommen. Auch Zinsen oder Mieten sind hier erwähnenswert. Unser passives Einkommen beträgt zur Zeit rund 50€ im Monat. Sollte dieser Betrag hoch genug abwechseln, dass er einem ein monatliches Grundeinkommen schafft, dann kann man sich mal überlegen, welche Versicherungen man dann noch braucht.

Welche Versicherungen ich abschaffen werde

Wir werden es so handhaben, dass man Versicherungen, welche dir ein monatliches Einkommen im Schadensfall garantieren, auf lange Sicht durch unsere Kapitalanlage ersetzen. Schließt man bspw. eine Berufsunfähigkeitsversicherung über 1500€ im Monat ab, weil so hoch der monatliche Bedarf ist, so existiert diese Lücke zum Gehalt ja nicht mehr, wenn sie durch Kapitalerträge gefüllt wird. Ebenso handhabt es sich mit der Lebensversicherung. Wenn diese den zurückgeblieben Partner mit Kind absichern soll, dass die Kreditrate für das Eigenheim weitergezahlt werden kann, wenn der andere Partner verstirbt, wird dieser Versicherung mit genügend Vermögen natürlich obsolet. Entweder kann man den Kredit zurückzahlen oder man nutzt das passiven Einkommen, um die Bankrate zu bedienen.

Du merkst also mein Grundsatz des finanziellen Ruins kommt immer durch. Und obwohl es der gleiche Grundsatz bleibt, sind es einfach verschiedene Situationen im Leben, die man mit ihm beurteilen muss. Ich hoffe ich konnte dir helfen, dass du zumindest soweit ein Verständnis über die Notwendigkeit von Versicherungen erlangt hast, dass du im künftigen Beratungsgespräch nicht alles schluckst, was dir der Verkäufer erzählt.

In diesem Sinne alles Gute und bis bald!

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